Der neue Schulpräsident in Gossau soll nicht parteilos sein

Eine überparteiliche Kommission sucht mittels Inserat den Nachfolger von Urs Blaser.

Perrine Woodtli
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Der amtierende Schulpräsident Urs Blaser tritt Ende Jahr zurück.

Der amtierende Schulpräsident Urs Blaser tritt Ende Jahr zurück.

Bild: Ralph Ribi (30. August 2019)

Die Schule Gossau braucht einen neuen Chef oder eine neue Chefin. Schulpräsident Urs Blaser, der 2009 ins Amt gewählt wurde, tritt altersbedingt nicht mehr bei den Gesamterneuerungswahlen am 27. September an, wie er im August mitteilte. Damit endet seine Zeit in diesem Amt am 31. Dezember.

Nun macht sich eine überparteiliche Kommission auf die Suche nach einer Nachfolgerin oder einem Nachfolger. Es wird vertreten durch Schulrat Linus Balzan (Flig), Ruedi Blumer (SP), Andrin Fröhlich (FDP), Patrik Mauchle (CVP), Andreas Oberholzer (SVP) und Christian Schlegel (Flig). Die Kommission sucht Blasers Nachfolger mit einem Inserat, das am Freitag zum ersten Mal in dieser Zeitung veröffentlicht wurde.

Wohnsitz in Gossau und Mitglied einer Ortspartei

Aus diesem Inserat geht hervor, was von der künftigen Schulpräsidentin oder dem künftigen Schulpräsidenten erwartet wird. Für diese vollamtliche Aufgabe suche man eine «integre, flexible und sehr belastbare Persönlichkeit», die einen fundierten Bezug zum Bildungswesen habe und die Schule im Sinne der Stadt strategisch-konzeptionell weiter entwickle.

Sie oder er soll zudem mit verschiedensten Anspruchsgruppen «konstruktiv, stufengerecht sowie lösungsorientiert kommunizieren und verhandeln», heisst es weiter.

Weiter muss Blasers Nachfolger, der gleichzeitig Mitglied des fünfköpfigen Stadtrats ist, über Führungserfahrung und hohe Sozialkompetenzen verfügen. Er soll mit Freude und Überzeugung die Interessen der Stadt vertreten und in Gossau wohnen oder willens sein, den Wohnsitz dorthin zu verlegen.

Geht es nach der Kommission, soll die Person zudem vorzugsweise Mitglied einer politischen Ortspartei sein. Wer sich angesprochen fühlt, kann sich bis zum 29. Februar bei der Findungskommission bewerben.

Gute Erfahrungen mit Findungskommissionen

Dass die Ortsparteien eine Kommission gebildet haben, hat laut Linus Balzan mehrere Gründe. «Zum jetzigen Zeitpunkt kann keine Partei einen Kandidaten stellen, bei dem sie sich vorstellen kann, nur diesen zu unterstützen.» Da alle daran interessiert seien, einen guten Kandidaten zu finden, habe man sich für die Findungskommission entschieden, so Balzan.

«Mit diesem Verfahren hat man zudem bereits gute Erfahrungen machen können, etwa bei Stadtpräsident Wolfgang Giella.»

Auch Urs Blaser wurde damals von einer überparteilichen Kommission vorgeschlagen.