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Der neue HSG-Campus muss städtebaulich vorzüglich werden

Der neue Campus Platztor der Universität St.Gallen soll 2027 bezugsbereit sein. Das gesamte Platztor-Areal am Rande der nördlichen Altstadt umfasst eine Fläche von 9506 Quadratmetern. Es soll ein neuer HSG-Standort mit einer Kapazität für 3000 Studierende entstehen.
Daniel Wirth
Der Kantonsrat sagt Ja zum HSG-Campus am Platztor. (Bild: Hanspeter Schiess)

Der Kantonsrat sagt Ja zum HSG-Campus am Platztor. (Bild: Hanspeter Schiess)

Der Kanton konnte die erforderlichen Grundstücke für die Erweiterung der Universität sichern. Der neue Campus soll sich gemäss regierungsrätlicher Vorlage durch ein vielfältiges, zukunftsgerichtetes und innovatives Angebot für Lehre und Forschung in einem urbanen Umfeld auszeichnen.

Die Gesamtkosten für den Campus Platztor belaufen sich auf 207 Millionen Franken. Abzüglich des erwarteten Bundesbeitrags von rund 25 Millionen, eines Beitrags der Universität von 20 Millionen und des Standortbeitrags der Stadt St. Gallen von zwei Millionen Franken verbleiben dem Kanton Kosten in der Höhe von rund 160 Millionen Franken. Der Kantonsrat sagte am Montag in erster Lesung mit grosser Mehrheit Ja zur Erweiterung der Universität. Die zweite Lesung findet im Frühling nächsten Jahres statt. Das letzte Wort haben die Stimmberechtigten des Kantons St. Gallen; die Volksabstimmung ist für Juni 2019 vorgesehen.

Architekturwettbewerb folgt nach Genehmigung

Das St.Galler Stadtparlament hat dem Verkauf der ehemals städtischen Liegenschaften an den Kanton mit der Auflage zugestimmt, dass das gesamte Platztor-Areal mit einem städtebaulich vorzüglichen Projekt und universitären Nutzungen zu überbauen und der Zone für öffentliche Bauten und Anlagen zuzuteilen sei. Gemäss dem neuen Immobilienmanagement des Kantons wird das konkrete Bauprojekt erst nach der Genehmigung der Vorlage mit einem Architekturwettbewerb ermittelt und ausgearbeitet.

Die Universität hat ein akutes Platzproblem. Rund 45 Prozent der gesamten heute von der HSG genutzten Hauptnutzungsfläche sind in privatem Eigentum und werden von der Universität vorwiegend für Verwaltung und Forschung gemietet. Gemäss Vorlage konzentrieren sich vor allem die von den Instituten genutzten mehrheitlich auf dem Rosenberg und sind weniger als 15 Gehminuten voneinander entfernt. Mit der Inbetriebnahme der Mietliegenschaften Müller-Friedberg-Strasse 6 und 8 und Unterer Graben 21 erfolgte im vergangenen Jahr eine erste Konsolidierung mit der Rückgabe von elf kleineren Wohnliegenschaften im Quartier. Das vorhandene Raumangebot ist aber noch immer stark aufgegliedert: 62 Prozent befinden sich in kleineren Wohnliegenschaften. Es ist ein Anliegen der Stadt St. Gallen, dass wenigstens teilweise Flächen wieder in die ursprüngliche Wohnraumnutzung überführt werden. Sowohl im Stadt- als auch im Kantonsparlament war das schon Gegenstand politischer Vorstössen («Tagblatt» vom 24. August).

Busse, Standseilbahn, Treppe: Verbindungen sind zentral

Eine entscheidende Rahmenbedingung für die Universität sind gemäss Regierung die Erreichbarkeit und eine effiziente Mobilität. Eine Gestaltung des Strassenraums St. Jakob-Strasse/Unterer Graben sowie des Verkehrsknotens Platztor und optimale Fuss- und Velowege an die bestehende Stadtstruktur sind stark mit der Bebauung am Platztor verknüpft. Der neue Campus wird Verkehr generieren und ist ein wichtiger Faktor für die Stadt bei der Mobilitätsplanung.

Das Angebot des öffentlichen Verkehrs zu und zwischen den Hauptliegenschaften auf dem Rosenberg und am Platztor wird mit der Erweiterung der Universität zentral, wie es in der Vorlage heisst. Aufgrund der topografischen Gegebenheiten wäre die Realisierung einer Standseilbahn zwischen Platztor und Rosenberg eine mögliche Lösung. Ein solches Vorhaben müsste aber gemäss Kanton vollumfänglich durch Private oder durch die Stadt finanziert und betrieben werden. Zur Schaffung einer direkten Fusswegverbindung zwischen den Universitätsstandorten und zur Schliessung einer Lücke im St. Galler Treppensystem ist eine direkte neue Treppe angedacht.

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