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Unteregger wollen kein neues Schulhaus

Bei einer Umfrage spricht sich die Unteregger Bevölkerung klar für eine Sanierung des Schulhauses aus. Die Gemeinde lässt ihre favorisierten Neubaupläne deshalb fallen.
Martin Rechsteiner
Die Unteregger hängen an ihrem Schulhaus: Es soll nicht einem Neubau weichen, sondern saniert werden. (Bild: Jolanda Riedener)

Die Unteregger hängen an ihrem Schulhaus: Es soll nicht einem Neubau weichen, sondern saniert werden. (Bild: Jolanda Riedener)

Im Schulhaus Unterggen herrscht Sanierungsbedarf. Das rund hundertjährige Gebäude hat da und dort teils grössere Reparaturen nötig, zudem bietet es schon seit langem nicht mehr genug Platz für den Schulbetrieb. Für die Gemeinde Untereggen ist deshalb klar: Bald muss etwas geschehen. Entweder braucht das Gebäude eine umfassende Sanierung oder es ist ein Neubau nötig.

Jetzt haben die Unteregger Bürger bei einer Umfrage der Gemeinde klargemacht: Sie wollen keinen Neubau. Weder am alten noch an einem neuen Standort.

«Eine hervorragende Beteiligung»

Gemeindepräsident Norbert Rüttimann ist erfreut: 245 Haushalte haben sich an der Umfrage beteiligt, 239 haben ein Votum für einen der drei Vorschläge abgegeben. «Zählt man die Stimmberechtigten in den Haushalten, haben wir von 40 Prozent eine Rückmeldung erhalten – eine hervorragende Beteiligung.»

Die Gemeinde wollte von ihren Bürgern wissen: Ziehen sie eine Sanierung des Schulhauses für 2,75 Millionen Franken vor, einen Neubau am gleichen Standort für 9,45 Millionen oder einen Neubau an einem anderen Standort für 17 Millionen. Im Mai haben die Untereggerinnen und Unteregger die Umfragebogen erhalten, bis am 15. August mussten sie diese einreichen. Jetzt hat die Gemeinde eine erste Auswertung gemacht: 162 der Haushalte sprachen sich demnach für die Variante 1, die Sanierung aus. 71 stimmten für die Variante 2, den Neubau. Die Variante 3 war mit 6 Stimmen chancenlos.

Aus den Ergebnissen zieht die Gemeinde die Konsequenz: «Ein Neubau des Schulhauses wird nicht weiter verfolgt, da weniger als 30 Prozent der Umfrageteilnehmenden diese Idee befürworten», heisst es in einer Mitteilung. Das bedeutet, die Varianten 2 und 3 sind vom Tisch.

Doch weshalb musste eine Variante gerade 30 Prozent der Stimmen erreichen, um weiter verfolgt zu werden? Die Idee Nummer 2 wäre demnach nur äusserst knapp gescheitert. «Die 30 Prozent waren bloss ein Richtwert», sagt Norbert Rüttimann. «Denn wenn es zur Abstimmung über das Schulhaus-Projekt kommt, rechnen wir mit einer grossen Stimmbeteiligung.» Dass das Projekt dann an der Urne überhaupt eine Chance habe, müsse es im Vornherein klar mehrheitsfähig sein. «Die nur 71 Stimmen gegenüber den 162 in der Umfrage haben klar gezeigt: Das ist nicht der Fall.»

Das Pikante an der Angelegenheit: Just die Variante 2, den Neubau am selben Standort, war der Favorit des Gemeinderats. Dies hatte er an der Bürgerversammlung im März klargemacht.

Zusatzbauten sind immer noch möglich

«Ebenfalls klargemacht haben wir von Beginn an, dass es bei der ganzen Sache nicht darum geht, eine Variante ‹durchzustieren», sagt Gemeindepräsident Rüttimann. «Wenn wir keine andere Lösung als einen Neubau gewollt hätten, dann hätten wir keine Umfrage gemacht.» Das Ziel sei gewesen, die Bevölkerung so früh wie möglich in die Planung einzubeziehen. «Auch mit der Variante 1, die nebst Sanierungen einen Neubau des Pavillons vorsieht, können wir arbeiten.» Dass es beim alten Schulhaus Ausbauten oder gar Zusatzbauten gebe, sei durch diese Variante nicht ausgeschlossen. «Bei der Umfrage haben wir von der Bevölkerung viele interessante Rückmeldungen und Ideen erhalten, die wir in den kommenden Wochen auswerten», sagt Rüttimann. Auch sie werden einen Einfluss darauf haben, wie es mit dem Projekt weitergehe. «Wir werden verschiedene Möglichkeiten mit einem Planer besprechen und im kommenden halben Jahr erste Ergebnisse präsentieren.»

Am deutlichsten für die Variante 2 ausgesprochen hatte sich damals die Schulpräsidentin und Gemeinderätin Petra Gächter-Pfändler. Sie hatte vor allem den knappen Platz im alten Gebäude bemängelt. Wie Rüttimann sagt sie: «Wir sind bewusst offen in die Umfrage gegangen. Und jetzt ist die Stossrichtung klar, das ist positiv.» Das derzeitige Hauptproblem aus Sicht der Schule, der knappe Platz, sei auch mit der Variante 1 gut lösbar. «Aber natürlich: Ein Neubau, bei dem wir aus Schulsicht hätten planen können, wäre komfortabler gewesen.»

Bei der Umfrage erkundigte sich die Gemeinde zudem noch zu zwei weiteren Projekten. Die Verschiebung der Zufahrt zum Parkplatz östlich der Spielwiese für 400000 Franken und den Anbau einer Bühne ans Mehrzweckgebäude für 700000 Franken. Beides lehnten die Umfrageteilnehmer mit 124 Nein- zu 98 Ja- beziehungsweise mit 133 Nein- zu 86 Ja-Stimmen ab.

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