Der Migrolino-Shop am Goldacher Bahnhof muss schliessen: Im Spätsommer zieht Avec ein

Die SBB haben den Pachtvertrag am Bahnhof Goldach an Valora vergeben. In der Folge muss der Migrolino-Shop schliessen - Stammkunden und Geschäftsführer bedauern dies.

Jolanda Riedener
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Heinz Egli muss mit Migrolino das Feld räumen.

Heinz Egli muss mit Migrolino das Feld räumen.

Bild: Jolanda Riedener

«Wir schliessen», steht an der Türe des Migrolino-Shops am Goldacher Bahnhof. Noch bis und mit Montag ist der Laden offen. Das Geschäft an stark frequentierter Stelle ist beliebt, zu den Kunden gehören längst nicht nur Zugpendler. Tabak, Getränke, Snacks, Zeitschriften und Dinge des täglichen Bedarfs gehen dort seit zwölfeinhalb Jahren unter der Leitung von Franchise-Partner Heinz Egli über die Theke.

Seit Oktober 2019 betreibt er ausserdem einen neu eröffneten Migrolino-Shop am Oberen Graben in St.Gallen. Seinen zehn Teilzeitangestellten in Goldach musste er die Kündigung aussprechen. Egli hoffte, dass einige vom Nachfolger übernommen werden könnten. Es sei aber unklar, wann dieser den Betrieb aufnehme. Egli hingegen wusste seit einiger Zeit, wann er den Shop räumen muss.

Avec eröffnet nach dem Umbau

Valora übernimmt die Verkaufsflächen per 1. Juli und wird diese dann umbauen, schreibt das Unternehmen auf Anfrage. Die Eröffnung des Convenience-Anbieters Avec sei gegen Ende Sommer dieses Jahres geplant.

An Pfingstmontag ist das Lokal zum letzten Mal als Migrolino offen. Heinz Egli hätte den Shop gerne weiterhin geführt. Die SBB haben jedoch 262 ihrer Standorte in der Schweiz neu ausgeschrieben, zwölf davon waren Migrolino-Shops, viele wurden bereits damals von Valora geführt. Migrolino habe sich ebenfalls für die Standorte in der ganzen Schweiz beworben. Der Zuschlag ging jedoch an Valora mit K-Kiosk und Avec.

Gemäss Mitteilung der SBB sollen Pendler, Reisende und weitere Kunden neu mit Valora von «ökologisch nachhaltigen Konzepten» in den SBB-Bahnhöfen profitieren. Egli sagt:

«Wir bekommen viele enttäuschte und traurige Rückmeldungen.»

In den vielen Jahren hat er eine grosse Stammkundschaft aufgebaut. Und weiter:

«80 Prozent der Kunden kenne ich mit Namen.»