Der Menschenrechtstag war spürbar: Amnesty-Gruppe hat ihren Container nach Rorschach geholt

Die Amnesty-Gruppe Rorschach hat heute Rorschacher Passanten über die unterschiedlichen Menschenrechte informiert.

Sina Walser
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Der Amnesty Container steht noch bis Donnerstagabend auf dem Trischliplatz in Rorschach.

Der Amnesty Container steht noch bis Donnerstagabend auf dem Trischliplatz in Rorschach.

Bild: Sina Walser

Rechtzeitig zum Menschenrechtstag am 10.Dezember steht seit gestern der schwarze Amnesty-Container auf dem Trischliplatz in Rorschach. Überall leuchten die gelben Plakate mit dem Schriftzug der Amnesty und dem Abbild einer mit Stacheldraht umwobenen Kerze hervor. 

Amnesty ist eine internationale Organisation, die sich weltweit für Menschenrechte und eine offene und freie Gesellschaft einsetzt. Somit soll das Abbild der Kerze das Schöne, also das Menschenrecht symbolisieren, das gleichzeitig von Einschränkung und Verletzung umgeben ist.

«Mit dem Container hier in Rorschach wollen wir einen gewissen Wiedererkennungseffekt erzeugen, indem vor allem unser Logo immer wieder präsent ist», sagt Ralph Berger, Mitglied der Amnesty-Gruppe Rorschach. Zusätzlich wollen sie auch Passanten bis am Donnerstagabend zur Mitgliedschaft in der Gruppe Rorschach animieren und auf die Organisation aufmerksam machen, sagt er.

Briefmarathon hilft jedem zweiten Gefangenen

An einer Containerwand stellt Amnesty beispielsweise die momentane Kampagne «Frei» vor. Diese soll Menschenrechtsverteidiger aus aller Welt schützen. Anders als in der Schweiz machen sich Personen in China oder in Griechenland strafbar, um für Menschenrechte zu kämpfen. Amnesty hilft diesen Personen durch den sogenannten Briefmarathon. Dafür können Mitglieder, aber auch Passanten aus Rorschach, einen Brief an eine Regierung versenden, die einen Unschuldigen festhält. Ralph Berger sagt:

«Wir haben mit diesem Marathon schon bei jeder zweiten Person eine positive Veränderung der Umstände oder gar eine Freilassung bewirkt.»

Solche positiven Auswirkungen würden ihn zur Mitgliedschaft bei Amnesty motivieren. «Für mich ist es ein Privileg, hier in der Schweiz zu wohnen und so viele Menschenrechte zu haben», sagt Berger. Darum wolle er umso mehr, dass in anderen Ländern dieses Privileg auch zum Alltag werde, sagt er.

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Am 9. Februar entscheidet das Stimmvolk über die erweiterte Anti-Rassismus-Strafnorm, die Lesben, Schwule und Bisexuelle vor Hass und Diskriminierung schützen soll. Aus Sicht der Befürworterinnen und Befürworter wäre ein Ja ein klares Zeichen gegen Homophobie.