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Der König der Früchte: Das Naturmuseum St.Gallen zeigt alles rund um den Apfel

Die neue Sonderausstellung im Naturmuseum widmet sich dem Apfel, dem König der Früchte.
Christoph Renn
Alles rund um den Apfel: Die neue Sonderausstellung im Natumuseum ist dem König der Früchte gewidmet. (Bild: Urs Bucher)

Alles rund um den Apfel: Die neue Sonderausstellung im Natumuseum ist dem König der Früchte gewidmet. (Bild: Urs Bucher)

Das erste Stück der neuen Sonderausstellung «Der Apfel – eine besondere Frucht» im Naturmuseum verwirrt den Laien: Auf einer grünen Truhe steht in einer Glasvase eine blühende rosarote Rose. Museumsdirektor Toni Bürgin klärt auf: «Der Apfel ist ein Rosengewächs, wie auch Birnen, Kirschen oder Erdbeeren», sagt er. Die Sonderausstellung eröffnet morgen Samstag und läuft bis zum 1. März. An mehreren Posten werden die verschiedenen Facetten von der Geschichte, über die Symbolik bis zum Lebensraum Apfelbaum präsentiert. «Wir bieten dem ‹König der Früchte› eine gebührende Plattform.»

Toni Bürgin, Direktor des Naturmuseums St.Gallen. (Bild: Urs Bucher)

Toni Bürgin, Direktor des Naturmuseums St.Gallen. (Bild: Urs Bucher)

Die Ausstellung zeigt: Der Apfel ist mehr als ein Alltagsprodukt. «Seine Verwendung als Lebensmittel ist vielfältig, die Bedeutung als kulturelles Symbol und die Sortenfülle gross», sagt Toni Bürgin. Der Apfel ist in der Schweiz die beliebteste Frucht: Mehr als 15 Kilogramm isst die Schweizer Bevölkerung jährlich pro Kopf. Damit übertrifft das Obst sogar die Schokolade, von der pro Kopf knapp 12 Kilo verspeist werden. Mit dem Einzug von Bananen, Kiwis und anderen exotischen Früchten in die Regale der Supermärkte ist die Konkurrenz aber gross geworden. Der König der Früchte kämpft um Aufmerksamkeit.

Der Apfel als Lebensraum für Tiere

Aufmerksamkeit erhält der Apfel mit einer eigenen Sonderausstellung im St. Galler Naturmuseum. Sie wurde vom Naturmuseum Thurgau produziert und greift in verschiedenen Modulen ausgewählte Themen rund um den Apfel auf. Im Modul «Natur» steht der Apfel als Lebensraum für Tiere im Fokus. Hinter Plexiglasscheiben sehen Besucherinnen und Besucher ausgestopfte Siebenschläfer, Steinkauze oder Tagpfauenaugen. Aber nicht nur der Apfel als Frucht ist wichtig für Lebewesen. «Streuobstwiesen mit Fallobst als Nahrung und Hochstamm-Apfelbäume mit Nistmöglichkeiten bieten eine wichtige Grundlage zur Erhaltung der Artenvielfalt», sagt Museumsdirektor Toni Bürgin.

Der König der Früchte spielt aber nicht nur in der Natur eine wichtige Rolle. Er ist auch ein Hightech-Produkt, das im Forschungslabor bis ins letzte Detail analysiert und optimiert wird. Die Sonderausstellung zeigt diesen Aspekt im Modul «Produktion». Dort wird der Entwicklungsschub im Erwerbsanbau aufgezeigt und es gibt einen Einblick in die arbeitsaufwendige Mostherstellung.

Der Ursprung liegt 10000 Jahre vor Christus

Das Modul «Kultur» führt Museumsgästen vor Augen, in wie vielen Bezeichnungen das Wort «Apfel» steckt. Es benennt Dinge mit rundlichem Aussehen wie den Reichsapfel oder den Pferdeapfel, steckt aber auch in Namen von anderen Früchten wie bei der Apfelsine oder dem Liebesapfel.

Der Ursprung des Apfels liegt über 10000 Jahre vor Christus. Er wurde damals in der Region des heutigen Kasachstans angebaut. Somit zählt der Apfel zu den ältesten Nahrungsmitteln. Zudem sind in der Sonderausstellung Überreste von halbierten Wildäpfeln, gefunden bei den Ausgrabungen eines Pfahlbauerdorfes, zu sehen. Bei der Zubereitung des Apfels hat sich über die Jahrtausende jedoch vieles verändert.

Das Modul «Konsum» zeigt die ganze Produktpalette vom Apfelmus bis zur Anti-Aging-Crème. Letztere wird mit einem Rohstoff aus Stammzellen des Uttwiler Spätlauber-Apfels hergestellt – eine Schweizer Sorte, deren Früchte nicht schrumplig werden.

Ergänzt wird die Sonderausstellung mit Fotografien von Daniel Amman. Zwölf Aufnahmen zeigen einen Thurgauer Hochstamm-Apfelbaum der Sorte Schneiderapfel im Jahresverlauf. Zudem können Besucherinnen und Besucher mit ihren eigenen Fotos zum Thema Apfel Teil der Ausstellung werden. Auf einem Monitor werden alle Bilder unter dem Hashtag #apfel_nmsg veröffentlichte Instagram-Bilder gezeigt. Der meistgelikte «Apfelschuss» gewinnt eine Führung durch die Sonderausstellung.

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