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Der Kirchturm im Grossacker bröckelt

Seit dem Bau in den 1950er-Jahren wurde die Kirche Grossacker nicht saniert. Vor allem am Kirchturm sind die Spuren der Zeit zu sehen. Deshalb sollen der Turm und das Kirchgemeindehaus erneuert werden.
Christoph Renn
Das Kirchgemeindehaus Grossacker und der Kirchturm müssen saniert werden. (Bild: Hanspeter Schiess)

Das Kirchgemeindehaus Grossacker und der Kirchturm müssen saniert werden. (Bild: Hanspeter Schiess)

Die Fassade des Turms der Kirche Grossacker bröckelt. An einigen Stellen treten gar Armierungseisen hervor. Zudem entspricht das Kirchgemeindehaus nicht mehr den Anforderungen. Deshalb soll der gesamte Komplex saniert werden. Besonders die Haustechnik und die sanitären Anlagen sind überaltert. «Und sie sind nur schwer zugänglich», sagt Johannes von Heyl, Kirchenvorsteher der Evangelisch-reformierten Kirchgemeinde Tablat-St. Gallen.

Auch die Stromversorgung stosse an die Kapazitätsgrenze. «Vor allem braucht aber das Raumkonzept des Kirchgemeindehauses eine Überarbeitung.» Der Kirchenraum bleibe aber unangetastet. «Nur der Turm, der in diesem Jahr seinen 60. Geburtstag feiert, benötigt eine Sanierung.» Die Schäden an der Fassade seien unübersehbar.

Die Sanierungsarbeiten am Kirchgemeindehaus Grossacker und dem Turm würden rund ein halbes Jahr dauern. Würden, weil das Geld noch nicht gesprochen ist. «Die Kirchgemeindeversammlung wird im September oder Oktober über das Projekt abstimmen», sagt von Heyl. Da sie aber stets offen informierten und die Dringlichkeit der Arbeiten kommuniziert hätten, rechne er dem Projekt sehr gute Chancen aus.

Die Tradition bewahren und Neues wagen

Die Arbeiten am «Grossackerbau» aus den 1950er-Jahren stehen unter dem Motto «Tradition wahren – Neues wagen». Deshalb bleibt der Kirchenraum so, wie er ist. Dieser bietet laut Johannes von Heyl durch seine schlichte und durchdachte Ausgestaltung vielfältige Nutzungsmöglichkeiten.

Unter anderem gibt es dort Gottesdienste, kulturelle Veranstaltungen, Kinderfeiern oder Quartieranlässe. Daneben finden aber auch das Kirchenkaffee, das Weihnachtsessen oder einfach geselliges Beisammensein nach der Andacht im Foyer statt. «Weil das Foyer ursprünglich jedoch nicht dafür gedacht war, muss die Akustik, die Beleuchtung und die Atmosphäre nachgebessert werden.»

Das Foyer wird am Dienstagabend zudem für den «Warenkorb» genutzt. Dieser bietet finanziell benachteiligten Personen aus dem Osten der Stadt vergünstigte Lebensmittel an. Die Waren werden von einem Grossverteiler zur Verfügung gestellt und aus Spendengeldern dazu gekauft. «Da die Lieferungen der Grossverteiler unterschiedlich sind, muss ein gewisser Vorrat an haltbaren Lebensmitteln gelagert werden», sagt von Heyl.

Diese Lagerung und auch der Platz für Bastelmaterial soll mit dem Umbau und einem multifunktionalen Raumangebot optimiert werden. Mehr Platz soll es nach den Bauarbeiten auch für «Koala» geben. «Koala» bietet Familien mit wenig Einkommen die Möglichkeit, günstig eine Erstausstattung für Säuglinge zu bekommen. Diese Nutzung ist jedoch nur nach einer Zuweisung durch eine kirchliche oder sozialen Beratungsstelle sowie über Sozialämter möglich.

Das Untergeschoss wird komplett überholt

Die grössten Änderungen gebe es bei der Kirche Grossacker an der Claudiusstrasse 11 im Untergeschoss. «Viele Räume sind dort ehemalige Schutzkeller und deshalb schlecht belichtet und belüftet», sagt von Heyl. Mit dem Umbau soll die Raumaufteilung optimiert und den Bedürfnissen angepasst werden.

Zudem erhalten sie nach den Umbauarbeiten mehr Tageslicht und die Frischluftzufuhr werde besser. «Neu soll im Untergeschoss der Kirche Grossacker eine Begegnungszone für das Quartier entstehen.» Deshalb sei eine Neugestaltung der Rasenfläche vor dem Gebäude geplant; mit einem barrierefreien Weg.

Damit das Kirchgemeindehaus den neuen Anforderungen entsprechen kann, müssen laut Johannes von Heyl das Dach und die Fenster erneuert werden. «So können wir das Gebäude nicht nur aus praktischer, sondern auch aus energetischer Sicht optimieren.»

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