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Ausgezeichneter Holzbau: Prix Lignum für Rorschacherberger Kindergarten

4,8 Millionen Franken liess sich die Gemeinde Rorschacherberg den Kindergarten-Neubau Wildenstein kosten. Das Gebäude aus Schweizer Holz erhält nun die Auszeichnung Prix Lignum.
Jolanda Riedener
Angenehmes Raumklima dank Holz: Seit einem Jahr werden Kindergärtler im preisgekrönten Gebäude unterrichtet. (Bild: PD/Roman Keller)

Angenehmes Raumklima dank Holz: Seit einem Jahr werden Kindergärtler im preisgekrönten Gebäude unterrichtet. (Bild: PD/Roman Keller)

Alle drei Jahre werden die besten Schweizer Leistungen aus Holz mit dem Prix Lignum ausgezeichnet. Dieses Jahr wurde neben der Bergstation Chäserrugg auch das Schulgebäude Wildenstein in Rorschacherberg prämiert. Gemäss Jury faltet sich das Dach hoch über dem Bodensee wie ein Schmetterling über das Gebäude. «Der Gemeinderat ist stolz auf diese Anerkennung», schreibt er im Mitteilungsblatt «Rundblik». Den Basler Architekten Jaeger Koechlin sei gemäss Juroren ein Schmuckstück aus Holz gelungen. 85 Prozent des verwendeten Baumaterials am Schulhaus Wildenstein stammen aus Schweizer Wäldern.

Das Potenzial am Rohstoff Holz aus Schweizer Wäldern werde hierzulande längst nicht ausgeschöpft. Ziel des Prix Lignum ist es, zukunftsweisende Arbeiten mit Holz bekannt zu machen, heisst es in dessen Mitteilung. Eine lokale Wertschöpfung zu generieren sei ebenso wünschenswert, wie mit dem CO2-neutralen und ökologischen Baustoff zu arbeiten, heisst es weiter.

Zum Wettbewerb zugelassen sind Bauwerke, Innenausbauten, Möbel und Kunstwerke. In der Ostschweiz mit Graubünden, Glarus und dem Fürstentum Lichtenstein sind 114 Arbeiten eingegangen. Seit 2009 wird der Preis bereits zum vierten Mal gesamtschweizerisch verliehen.

Lärmdämmung findet Anklang

Der Neubau wird seit rund einem Jahr genutzt. 2015 stimmten 1458 von 431 Stimmberechtigten dem nicht umstrittenen 4,8-Millionen-Projekt zu, das aus einem Architekturwettbewerb hervorging. Das Gebäude beherbergt seither neben dem Kindergarten einen Bewegungsraum, den Mittagstisch sowie ein Lernatelier und das Büro der Sozialarbeit. «Da geht es durchaus lebhaft zu und her», sagt Schulleiter Markus Fässler. Die Lärmdämmung sei aber besonders gut: «Auch wenn die Kinder zusammen singen, lässt es sich nebenan gut arbeiten», so Fässler.

Mit der 40-jährigen Baracke, die vorher als Kindergarten diente, könne man die aktuelle Situation nicht vergleichen. «Die Räume sind durch die grossen Fensterfronten besonders hell. Die Kinder fühlen sich sehr wohl», sagt Fässler. Wichtig war der Schulleitung auch, dass es genug Stauraum gibt. Schliesslich werde in Kindergarten oft gebastelt. Eine Lehrperson sorgte als Mitglied der Baukommission dafür, dass Praktisches nicht zu kurz kam. Dennoch heisst es in der Prix-Lignum-Bewertung: «Leider geht die Konstruktion manchmal etwas zu Lasten der Gebrauchstauglichkeit.»

Schwachstellen und Kinderkrankheiten beseitigt

Eine Schwachstelle sei gemäss Fässler der Aussenbelag. Das grobe Kies müsse allenfalls einer Rasenfläche weichen. Denn das Material gelange via Schuhe der Kinder ins Innere und verkratze teils die Böden. «Für den Hauswart bedeutet das einen Mehraufwand», sagt Fässler. Auch die Holzstoren mussten Anfangs noch angepasst werden, funktionieren mittlerweile aber. So manche würden ins Schmucke Gebäude mit Blick auf den Bodensee am liebsten sofort selber einziehen, heisst es aus Rückmeldungen an den Schulleiter.

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