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Der Glacetest in vier Gelaterias am Bodensee

Frisch zubereitet, im Cornet oder im Becher: Glace wird in der Hafenstadt an vielen Orten angeboten. Die Redaktion von Rorschach hat 2017 vier Gelaterias besucht und mit Sternchen von 1 bis 5 bewertet . Wo gibt’s das beste Gelato di Rorschach?
lim/vih/jol
In der Gelateria La Vela probieren wir die Sorten Vanille (links) und die Eigenkreation «La Vela». (Bild: Linda Müntener)

In der Gelateria La Vela probieren wir die Sorten Vanille (links) und die Eigenkreation «La Vela». (Bild: Linda Müntener)

Ein bisschen Süditalien

Sie ist die jüngste Gelateria in der Hafenstadt. Anfang Juni hat die Gelateria La Vela ihre Türen geöffnet. Pâtissier Maurizio Cagnazio stellt seine Glacesorten nach Originalrezepturen seines Vaters aus Süditalien her. Eine Kugel kostet drei Franken. Wir probieren die Sorten Vanille und «La Vela».

Auswahl: *****
Zwischen 24 Sorten kann der Gast wählen. Darunter sind sowohl die Klassiker wie Schokolade oder Zitrone als auch ausgefallene Sorten wie Crème Brûlée oder Aperol zu finden. Pluspunkte gibt’s für die Eigenkreation «La Vela» – eine Mischung aus Straciattella, Vanille und Beeren. Ergänzt wird das Angebot mit Frozen Joghurt und mit Glace gefüllter Patisserie.

Preis/Leistung: *****
Typisch italienisch wird das Glace nicht schön säuberlich in Kugeln geformt, sondern grosszügig aufs Cornet gespachtelt. Die Portionen sind gross. So gross, dass sie beinahe aus Becher und Cornet kippen. Unser Tipp: Plastiklöffeli mitnehmen.

Geschmack/Optik: *****
Das Vanilleglace ist cremig in der Konsistenz und intensiv im Geschmack. Hier wurden ausschliesslich natürliche Zutaten verarbeitet – das schmeckt man. Die Hausmischung «La Vela» ist ebenfalls rahmig und schmeckt sehr süss. Mehr als eine Kugel schaffen wir nicht.

Lage: ***
Die Gelateria liegt an der Ankerstrasse zwar in einer Seitengasse mitten im Stadtzentrum. Allerdings ist sie auch etwas versteckt. Wer die Gelateria nicht kennt, kann sie leicht übersehen. Sitzgelegenheiten vor dem Lokal vermissen wir. Denn der schattige Platz wäre dafür ideal – und das Glace vielleicht etwas langsamer geschmolzen. (lim)

Die Qual der Wahl

In der Gelateria Icefactory probieren wir die Sorten Vanille und Zimt in einer grossen Waffel. (Bild: Jolanda Riedener)

In der Gelateria Icefactory probieren wir die Sorten Vanille und Zimt in einer grossen Waffel. (Bild: Jolanda Riedener)

Direkt am See gelegen, zwischen dem Steakhaus und der Siddharta Buddha Lounge des Seerestaurants, befindet sich die Gelateria Icefactory, die im Sommer zu einer feinen Erfrischung einlädt. Der italienische Glacelieferant heisst Antica Gelateria del Corso. Eine Kugel kostet vier Franken. Wir probieren die Sorten Vanille und Zimt.

Auswahl: ****
Die Auswahl beinhaltet 29 verschiedene Sorten. Entscheidungsfähigkeit ist hier also gefragt. Darunter sind viele klassische Sorten, aber auch speziellere wie Cassis oder Kokosnuss. So richtig exotisch wird es aber kaum. Dafür bietet das Seerestaurant zusätzlich eine Dessertkarte mit Tiramisu und Frappés an. Eine grosse Getränkekarte ist ebenfalls vorhanden.

Preis/Leistung: ***
Das Glace wird zu Kugeln geformt und hat eine durchschnittliche Grösse. Dafür kosten die Kugeln etwas mehr.

Geschmack/Optik: *****
Der Zimt ist sehr geschmacksintensiv. Ein richtiger Gaumenschmaus für alle Liebhaber. Die Vanilleglace ist ebenso gut im Geschmack, da sie überhaupt nicht künstlich wirkt. Beide Glacesorten sind cremig, und man kann sich Zeit zum Essen nehmen: Diese Glaces schmelzen nämlich nicht so schnell weg. Ausserdem sind die Waffeln schön gross.

Lage: ****
Am Stand gibt es viele Tische, die mit Sonnenschirmen versehen sind. Wer möchte, kann es sich aber auch direkt auf dem Mäuerchen am See oder auf einem Bänkli im Schatten bequem machen. Die Gelateria Icefactory befindet sich nicht gerade im Stadtzentrum, sondern einen Spaziergang davon entfernt. Dafür sind für Autofahrer vor der Gelateria viele Parkplätze vorhanden. (vih)

In handgemachten Waffeln

In der Gelateria Bongusto probieren wir die Sorten Vanille (unten) und Kiwi in der handgemachten Schokoladenwaffel. (Bild: Linda Müntener)

In der Gelateria Bongusto probieren wir die Sorten Vanille (unten) und Kiwi in der handgemachten Schokoladenwaffel. (Bild: Linda Müntener)

Schnelle Autos, Spaziergänger, Velofahrer. An der Hauptstrasse zwischen Hafen und Stadtzentrum ist immer etwas los. Hier hat sich Brigitte Müller vor rund fünf Jahren ihren Traum erfüllt: eine eigene Gelateria. Eine Kugel kostet drei Franken. Für 50 Rappen gibt’s ein Spezialcornet mit Nussstückchen. Das probieren wir – mit den Sorten Vanille und Kiwi.

Auswahl: *****
Die Auswahl ist bunt. Vor allem das türkisfarbene Azzuro sticht ins Auge. Es werden sowohl rahmige Sorten wie Raffaello oder Cookies als auch Leichtere wie Zitrone oder Himbeere angeboten. Aussergewöhnlich ist die Kombination mit dem zweiten Standbein von Bongusto: Auf Bestellung kann man Sushi kaufen.

Preis/Leistung: ****
Die Portionen sind ordentlich. Wer will, kann Schokoladenstreusel über sein Glace streuen – kostenlos. Das gibt Pluspunkte.

Geschmack/Optik: ****
Der Tester muss sich beeilen. Kaum gekauft, schmilzt das Glace schon weg. Vanille ist süss, hat aber einen leicht künstlichen Nachgeschmack. Bei der Sorte Kiwi schmecken wir zwar eher sauren Apfel heraus. Fein ist’s trotzdem. Die Glaces werden in einer Eis-Manufaktur in Hohenems produziert. Die knusprigen Waffeln hingegen backt Brigitte Müller vor Ort. Das merkt der Tester beim ersten Biss.

Lage:****
Zentraler könnte die Lage nicht sein. Hier kann man Glaces im Vorbeigehen kaufen. Vor dem Abendspaziergang am See, während der Einkaufstour oder auf dem Weg zum Hafenbahnhof. Ein gepolstertes Bänkli lädt zum Verweilen ein. Wem’s an der stark befahrenen Hauptstrasse zu laut ist, der kann auch im Innern Platz nehmen. (lim)

Mit Zutaten aus der Region

In der mobilen Gelateria Vital-Gelati probieren wir die Sorten Vanille und Litchi in der Waffel. (Bild: Jolanda Riedener)

In der mobilen Gelateria Vital-Gelati probieren wir die Sorten Vanille und Litchi in der Waffel. (Bild: Jolanda Riedener)

Beim Rietli in Goldach, nahe am Bahnübergang, befindet sich die mobile Gelateria Vital- Gelati. Der Glacestand ist gleichzeitig Imbiss: Neben Glace werden Getränke, Bier oder eine Wurst angeboten. Die Vital- Gelati bezieht die Zutaten von Lieferanten in der Region. Die Gelateria befindet sich in Hauptwil. Eine Kugel kostet drei Franken, wir probieren die Sorten Vanille und Litchi.

Auswahl: ****
Es gibt für jeden Geschmack etwas: 21 verschiedene Sorten befinden sich in der Auslage. Neben einem Ganzjahressortiment wird die Auswahl der in Hauptwil produzierten Vital- Gelati saisonal angepasst. Die Sorte Sauerrahm fällt auf, sowie Litchi, Baileys oder Snickers.

Preis/Leistung: ****
Die Portion ist nicht zu gross und nicht zu klein. Für Unentschlossene gibt es statt einer grossen Kugel auch zwei kleinere Kugeln im Cornet oder Becher.

Geschmack/Optik: ****
Die Kugeln sind wohlgeformt, halten zusammen und schmelzen nicht sofort weg. Das Vanilleeis hat eine schöne gelbe Farbe. Im Geschmack ist es etwas fad und verfügt nicht über ein so ausgeprägtes Vanillearoma. Die Litchi- Sorte dagegen weist ein authentisches Aroma der exotischen Frucht auf. Es ist cremig und hat eine angenehme Süsse.

Lage: ****
Zwar ist die mobile Gelateria nicht mitten im Stadtzentrum, dennoch ist sie gut erschlossen. Sie liegt direkt beim Fussgängerund Radweg am See. Auf der gegenüberliegenden Strassenseite gibt es ausserdem einen grossen Parkplatz. Es sind Sitzgelegenheiten unter dem Sonnenschirm sowie mehrere Bänkli mit Sicht auf den See und den Hafen vorhanden. (jor)

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