Der Gaiserwalder Gemeinderat will zwei Bushaltestellen zusammenlegen

In Abtwil entsteht an der Auwiesenstrasse eine neue Bushaltestelle. Grund dafür ist das Behindertengleichstellungsgesetz.

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Die Haltestelle Grund soll zugunsten einer neuen aufgehoben werden.

Die Haltestelle Grund soll zugunsten einer neuen aufgehoben werden.

Bild: Johannes Wey (31. Januar 2020)

Im vergangenen Jahr wurden an der Auwiesenstrasse in Abtwil umfangreiche Arbeiten an der Kanalisation vorgenommen. Vor der definitiven Instandstellung der Fahrbahn in diesem Jahr stand der Gemeinderat Gaiserwald nun vor der Frage, ob die beiden Bushaltestellen im betroffenen Bereich – konkret Sonnenhof und Grund – ebenfalls saniert werden sollen.

Das Behindertengleichstellungsgesetz schreibt einen ungehinderten Zugang für Menschen mit Behinderungen vor und enthält auch eine entsprechende Sanierungspflicht, wie der Gemeinderat in einer Mitteilung schreibt. Für die beiden Haltestellen würde das bedeuten, dass die Haltekanten erhöht werden müssten. Nach einer Gesamtbetrachtung sei der Gemeinderat zum Schluss gekommen, dass das Haltestellennetz durch eine Zusammenlegung der Haltestellen Grund und Sonnenhof, die nicht weit auseinander liegen, optimiert werden könne.

Öffentliche Auflage bis am 3. März

Der Gemeinderat schafft darum eine neue Haltestelle an einem neuen Ort. Diese wird etwa 60Meter weiter dorfauswärts von der Haltestelle Sonnenhof liegen, unmittelbar nach dem Einlenker der Unteren Vollmoosstrasse. Der Name: Farnen. Die gleichnamige Haltestelle Grund an der Hauptstrasse ist von dieser Änderung nicht betroffen.

Bei seinem Entscheid habe noch ein weiterer Faktor eine Rolle gespielt, schreibt der Gemeinderat. So könnte es nämlich sein, dass die Linie 12 der Verkehrsbetriebe St.Gallen künftig über die Mühlenstrasse geführt wird. Im Gegensatz zur Haltestelle Sonnenhof wäre der künftige Standort dann erreichbar. Die neue Haltestelle wird nach den Vorgaben des Behindertengleichstellungsgesetzes erstellt und auch mit einer Wartehalle ausgerüstet. Das Projekt ist ab heute Montag und bis am 3. März öffentlich aufgelegt. Einsprachen können beim Gemeinderat Gaiserwald eingereicht werden. (gk/mbu)