Der FC St.Gallen rappt sich mit deftigen Worten in die Winterpause

An der Weihnachtsfeier des FC St.Gallen hat Nachwuchsspieler Alessandro Kräuchi einen Rap performt, der das aktuelle Erfolgsteam charakterisiert. Eigentlich als Interna gedacht, ist der Song am Donnerstag im Internet aufgetaucht.

Ralf Streule
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Trainer Peter Zeidler und Rapper bzw. Fussballer Alessandro Kräuchi.

Trainer Peter Zeidler und Rapper bzw. Fussballer Alessandro Kräuchi.

Michel Canonica

Die Weihnachtsfeier des FC St.Gallen vor rund zwei Wochen muss eine grosse Sause gewesen sein. Einerseits trug der aktuelle Höhenflug der Mannschaft zur Stimmung bei, zum anderen begeisterte ein musikalischer Auftritt eines Nachwuchsspielers, der in der Hinrunde nur gerade zweimal zu Teileinsätzen gekommen war. Alessandro Kräuchi performte einen selber komponierten Rap-Song im Gangsta-Style, in dem sich jeder einzelne Spieler wiederfand. «When they see us, everybody is going loco! Because noone’s fast like Bakayoko! Und schon wieder Prämie für jeden Spieler! Freistosstor von Jordi Quintillà!» So und ähnlich rappt sich der 21-Jährige durchs ganze Team. 

Eine Hörprobe war für die Öffentlichkeit aber eigentlich nicht vorgesehen. Am Donnerstag nun landete der Song via Whatsapp-Gruppe der Spieler und dem Magazin «Senf» auf Facebook – samt von «Senf» gestaltetem Cover. Der Song parodiert den nicht ganz jugendfreien deutschen Gangsta-Rap – und enthält das eine oder andere Wort, das unter die Gürtellinie zielt.

Im Song werden zudem augenzwinkernd die klassischen Hip-Hop-Themen angeschnitten. Es geht um Geld: «Heute gewonnen um uns die Kohle zu verdien’! Prämie bekommen und Yannis kauft sich Supreme!». Um Status: «Wir sind alle Playboy-Models von Hugo Boss». Um Autos: «Nous sommes les rois, tu es notre ennemi. Dans le Range Rover de Jérémy». Und natürlich geht es um den Battle gegen den Rest der Welt: «Du denkts du bist stabil, so wie David Luiz. Doch hast keine Chance gegen Victor Ruiz.» 

Es ist ein Song, der zur Jugendlichkeit und Verrücktheit der St. Galler passt - und dem Vernehmen nach auch Matthias Hüppi ziemlich gut gefallen hat.

 Am späten Donnerstagabend hat «Senf» den Song wieder entfernt, wie das Magazin auf Twitter bekannt gab. In einer Stellungnahme erklärt das Magazin, weshalb.

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