Der Eggersrieter Schulrat bleibt dabei: Das neue Schulhaus soll auf der Heimatwiese entstehen

Neue Studie, altes Fazit: Der Eggersrieter Schulrat favorisiert weiterhin einen Schulhausneubau auf der Heimatwiese.

Michel Burtscher
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Das Schulhaus in Eggersriet ist in die Jahre gekommen.

Das Schulhaus in Eggersriet ist in die Jahre gekommen.

Bild: Benjamin Manser (27. März 2019)

Das Schulhaus in Eggersriet ist dringend sanierungsbedürftig, die Liste der Mängel lang. Schon seit geraumer Zeit wird darum über mögliche Lösungen diskutiert. Der Schulrat hatte einen Neubau auf der Heimatwiese vorgeschlagen und dafür an der Bürgerversammlung im vergangenen März einen Wettbewerbskredit beantragt. Doch die Schulbürger wollten davon nichts wissen und verlangten stattdessen eine Machbarkeitsstudie für ein Schulhaus – egal ob saniert, erweitert oder komplett neu – am bisherigen Standort im Dorfzentrum. Diese wurde mittlerweile erstellt.

Heute Dienstag flattert eine Informationsbroschüre in die Eggersrieter Haushalte, in der die Resultate der Machbarkeitsstudie zusammengefasst sind. Diese Informationen sind zudem auf der Website www.schulhausneubau-eggersriet.ch zu finden. Das Fazit des Schulrates bleibt das gleiche. Nachdem er «in zahlreichen Sitzungen über die verschiedenen Varianten beraten» hat, empfiehlt er, das Projekt auf der Heimatwiese weiterzuverfolgen. Fein säuberlich werden in der Broschüre die Vor- und Nachteile der drei Varianten aufgelistet:

  • Neubau von Schule und Kindergarten am Standort Heimatwiese: Bei dieser Variante sieht der Schulrat nur einen Nachteil – und zwar, dass der Schulweg für einzelne Schüler künftig 300 Meter länger wäre als bisher. Die Liste der Vorteile ist indes lang. So sei ein Schulhausneubau mit allen Anforderungen ohne Einschränkungen realisierbar. Es gebe bei dieser Variante wenige Bauauflagen, keinen Baulärm im Dorfzentrum und während der Bauarbeiten müssten keine Provisorien aufgestellt werden. Zudem entstehe ein «grosszügiges Platzangebot für den Unterricht», so der Schulrat weiter.
  • Totalsanierung des Schulgebäudes und Kindergartenneubau am heutigen Standort: Diese Option sei nur der Vollständigkeit halber aufgelistet, schreibt der Schulrat. Sie entspreche weder den Wünschen des Schulrates noch den Vorgaben des Kantons. Der einzige Vorteil: Der Schulhauskomplex käme in der gewohnten Umgebung zu stehen. Hingegen könnten bei dieser Variante die Vorgaben aus dem Lehrplan 21 nicht erfüllt werden, das Schulhaus bleibe verwinkelt und schwierig zum Bewirtschaften, es könnte schlecht auf steigende Kinderzahlen reagiert werden und der Unterrichtsprozess sei schwierig zu optimieren und verbessern.
  • Neubau Schule und Kindergarten am heutigen Standort: Auch hier sieht der Schulrat nur einen Vorteil, und zwar den gleichen wie bei der vorherigen Variante: Der Schulhauskomplex bliebe in der gewohnten Umgebung. Aus Sicht des Schulrates überwiegen aber auch hier die Nachteile. So müsste etwa der Fussballplatz ausserhalb der Schulanlage realisiert werden. Während der Bauzeit müsste mit Lärm und Gefahren für die Kinder gerechnet werden. Zudem müsste der Schulunterricht in Provisorien ausgelagert werden, was Mehrkosten verursachen würde.
Lukas Beck, Schulpräsident Eggersriet

Lukas Beck, Schulpräsident Eggersriet

PD

Schulratspräsident Lukas Beck betont auf Anfrage, man habe nun «fundierte Vorarbeiten» geleistet, aufgrund derer sich klar nachvollziehen lasse, wieso der Schulrat einen Neubau auf der Heimatwiese favorisiert. Es sei die beste Variante – und die kosteneffizienteste. Die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie werden am 20. Januar an einem Informationsanlass vorgestellt.

An der nächsten Schulbürgerversammlung vom 30.März entscheidet die Bevölkerung dann, wie es weitergehen soll. Der Baubeginn fände gemäss diesem Zeitplan im vierten Quartal 2022 statt. Voraussichtlicher Abschluss wäre 2025.

Infoanlass: 20.Januar, 19.30 Uhr, Gruberhof, Grub SG

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