«Der Bodensee und Rorschach sind für den Tourismus von zentraler Bedeutung»

Rolf Geiger ist Geschäftsleiter der Regio Appenzell AR-St. Gallen-Bodensee. Zusammen mit Gemeinden, Tourismusverbänden und Experten, hat die Regio ein Projekt initiiert um den Bodensee im Bereich Tourismus zu stärken und die Bekanntheit zu steigern. Dabei spielt auch Rorschach eine Rolle.

Ines Biedenkapp
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Rolf Geiger, Geschäftsführer von der Regio Appenzell-St. Gallen-Bodensee. (Bild: PD)

Rolf Geiger, Geschäftsführer von der Regio Appenzell-St. Gallen-Bodensee. (Bild: PD)

Herr Geiger, wie steht es um den Tourismus in der Region?

Es gibt derzeit verschiedene Projekte um den Tourismus in der Region weiter anzukurbeln.

Wie sieht es mit Rorschach aus? Fokussiert man sich hauptsächlich auf St. Gallen?

Nein überhaupt nicht. Der Bodensee und damit Rorschach sind für die touristische Ostschweiz von einer zentralen Bedeutung.

Wie das?

Die Regio hat zusammen mit dem Meinungsforschungsinstitut DemoScope eine Umfrage durchgeführt, um herauszufinden, wie die Ostschweiz sowohl von aussen wie von innen wahrgenommen wird. Dabei stellte sich heraus, dass die Spontanassoziationen im Bereich Tourismus- und Freizeit der Bodensee mit 28 Prozent am häufigsten genannt wurde.

Was bedeutet das?

Der Bodensee ist also eine grosse Stärke der Ostschweiz, von dessen Strahlkraft die ganze Region profitiert. Er trägt wesentlich zum Image der Region als attraktiver Tourismus- und Freizeitstandort bei. Dieses Potenzial soll in Zukunft noch besser ausgeschöpft werden. Die Tatsache, dass sich sämtliche Beiträge des Expo 2027-Ideenwettbewerbs mit dem Seeufer befassten und Ideen zu dessen temporären und permanenten Bespielung brachten, unterstreicht das Potenzial.

Was genau wird dafür an Projekten unternommen?

Hier knüpft das Projekt Südufer an, das von der Regio Appenzell-St. Gallen-Bodensee initiiert wurde, zusammen mit den Seegemeinden, den beiden Tourismusdestinationen Thurgau-Bodensee und St. Gallen-Bodensee sowie weiteren touristischen Akteuren. Der Prozess steht noch am Anfang – zuerst soll ein Blick, sowohl von innen als auch von aussen auf das Bodensee Südufer als Ganzes gerichtet werden, um anschliessend in einem offenen Prozess Massnahmen zu entwickeln.

Gibt es bereits konkrete Massnahmen in der Umsetzung?

Derzeit ist man wirklich daran, erst einmal die Ideen zu sammeln und die Eindrücke auf sich wirken zu lassen. Danach schauen wir weiter. 

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Ines Bidenekapp, Vivien Huber