Der Beton sorgt auch in Wittenbach für eine Wärmeinsel

Diesen Sommer gab es auch in Wittenbach eine sogenannte Wärmeinsel. Grund dafür ist, dass asphaltierte Strassen und Häuser im Zentrum die Wärme speichern.

Elena Fasoli
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Ein Beispiel: Am 7. August war es im Wittenbacher Zentrum noch 26 Grad warm. (Quelle: Meteomatics/Grafik: Florian Raatz)

Ein Beispiel: Am 7. August war es im Wittenbacher Zentrum noch 26 Grad warm. (Quelle: Meteomatics/Grafik: Florian Raatz)

Den sogenannten Urban Heating-Effekt kann man hauptsächlich in Grossstädten wie London oder New York beobachten. «Asphaltierte Strassen und Gebäude speichern Wärme», sagt Nadja Omanovic, Umweltwissenschaftlerin bei der Meteomatics AG. Deshalb bleiben die Temperaturen in der Stadt abends hoch, während Grünflächen abkühlen.

Auch in St.Gallen trat das Phänomen während dieses Sommers auf. Wittenbach ist dafür etwas zu klein. «Von Urban Heating kann man in Wittenbach nicht sprechen», sagt Omanovic. Doch die Gemeinde weise einen abgeschwächten Wärme-Effekt auf. Meteomatics AG hat diesen Sommer für das «Tagblatt» Temperaturunterschiede in der Region St.Gallen untersucht.

Omanovic stellt fest, dass Wittenbach zwar nicht besonders dicht gebaut sei und aus vielen Wohnsiedlungen mit Grünflächen bestehe. Doch das asphaltierte Zentrum sorge für eine Erwärmung. Am 7. August beispielsweise war es im Zentrum um 22 Uhr noch 26 Grad warm. In Wohngebieten rundherum war die Temperatur bereits etwas gesunken. Im Gebiet rund um die Gemeinde, wo es viel Wald gibt, hatte es noch mehr abgekühlt. Der Unterschied betrug dort etwa zwei Grad.