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Stadt Gossau legt Plan öffentlich auf: Der Bach bleibt unter der Erde

Der Lindenbergbach soll nicht offengelegt werden. Für den Neubau der Sana Fürstenland AG legt die Stadt einen entsprechenden Plan auf. Über kurz oder lang besteht dennoch Handlungsbedarf.
Johannes Wey
Unterhalb des Stärkleweihers verschwindet der Lindenbergbach im Boden und verläuft unterirdisch weiter. (Bild: Michel Canonica)

Unterhalb des Stärkleweihers verschwindet der Lindenbergbach im Boden und verläuft unterirdisch weiter. (Bild: Michel Canonica)

Im verzwickten Puzzle um den Neubau eines Pflegeheims auf dem Areal des Andreaszentrums ist er ein wichtiges Teilchen: der Lindenbergbach, dessen Existenz sich wohl viele Gossauerinnen und Gossauer überhaupt nicht bewusst sind.

Zu sehen ist er nur beim Stärkleweiher. Von dort fliesst er eingedolt unter der Säntisstrasse, vorbei am Andreaszentrum, bis er in den Dorfbach mündet. Weil die Säntisstrasse und damit der Lindenbergbach mitten durch Gossau führen, gibt es links und rechts davon nicht genug Platz, den Bach offenzulegen – so wie es das Gesetz im Grundsatz für alle Gewässer vorsieht. Die Stadt will darum auf diese Offenlegung verzichten. Der Kanton verlangt dafür einen Sondernutzungsplan. Dieser wird nun aufgelegt.

Beim Andreasareal könnte die Röhre noch reichen

So wie er heute geführt wird, erfüllt der Lindenbergbach gegenwärtig die Anforderungen des Hochwasserschutzgesetzes nicht. Das könnte sich zumindest für den Abschnitt zwischen St.Gallerstrasse und Dorfbach ändern, wenn der Sonnenbühlbach weiter östlich vom Lindenbergbach in den Aatalbach umgeleitet würde. So ist es im Massnahmenkonzept für den Hochwasserschutz vorgesehen. «Diese Pläne haben nichts mit dem Bauprojekt auf dem Andreas­areal zu tun», sagt Hans-Peter Roters, der Leiter Tiefbau in Gossau. Die Idee liege nahe, da sowohl der Sonnenbühl- als auch der Aatalbach bei einem Hochwasser das Gebiet im Umkreis der Migros gefährden würden. Die Kapazität des Aatalbachs müsse so oder so erhöht werden.

Wird der Sonnenbühlbach umgeleitet, dürfte das Schluckvermögen der Eindolung des ­Lindenbergbachs zwischen St.Gallerstrasse und Dorfbach annähernd genügen, wie es im Sondernutzungsplan Lindenbergbach heisst. Das Gewässer würde damit auf der Prioritätenliste weit nach hinten rutschen, was dem Tiefbauamt gelegen käme. Denn die Eindolung wurde auf diesem Abschnitt im Jahr 2002 entsprechend der damaligen Normen erneuert und ihre Lebensdauer beträgt laut Roters noch mehrere Jahrzehnte.

Handlungsbedarf nördlich der St.Gallerstrasse

So lange kann das Tiefbauamt auf dem Abschnitt zwischen dem Stärkleweiher und der St.Galler­strasse nicht warten. Auch dieser Abschnitt ist Teil des Sondernutzungsplans, der Bach soll also auch hier nicht offengelegt werden. Allerdings beträgt der Durchmesser der Eindolung streckenweise lediglich 60 bis 90 Zentimeter. «Früher oder später müssen wir auf diesem Abschnitt die Kapazität erhöhen», sagt Roters. Auch dieses Vorhaben ist nicht dringlich und steht eher am unteren Ende der Prioritätenliste. Bis die Röhre erweitert wird, können ebenfalls noch Jahre vergehen. Was diese Bauarbeiten mitten in Gossau dereinst kosten werden, dazu könne er noch keine Angaben machen, sagt Roters. Konkrete Projekte seien noch nicht angedacht.

Bei den Parkplätzen fürs Pflegeheim
setzt man weiter auf Plan A

Angriffsfläche für die Einsprecher bot am Projekt der Sana Fürstenland AG auch die Parkplatzsituation. Kritisiert wurde, dass für die Besucherinnen und Besucher keine eigenen Parkplätze erstellt werden sollen und dass die vorgesehenen Parkplätze für Bewohner und Personal nicht ausreichen würden. Von dieser Kritik hat man sich bei der Stadt offenbar nicht beeindrucken lassen. Im Sondernutzungsplan wird ein Minimum von 44 Parkplätzen für Bewohner und Angestellte festgelegt. Vorgesehen ist eine Tiefgarage mit 45 Parkplätzen. Zudem soll es beim Wendeplatz drei oberirdische Abstellplätze für Ärzte und Taxis sowie einen weiteren für den Heimbus geben. Besucherinnen und Besucher des neuen Pflegezentrums sollen auf umliegende öffentliche Parkplätze ausweichen, wie dies bereits beim Andreaszentrum der Fall sei. In der Umgebung gebe es 220 öffentliche Parkplätze, heisst es im Planungsbericht zum Sondernutzungsplan Sana Fürstenland. Mitgezählt ist auch die Tiefgarage des Fürstenlandsaals. Diese Zählung umfasst Parkplätze vom Kirch- über den Marktplatz, die Kreuzung Post- und Bahnhofstrasse bis hin zu Hirschen- und Kirchstrasse. (jw)

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