Tischtennisclub St.Gallen: Der Aufstieg liegt in Reichweite

Die Spieler des Tischtennisclubs St.Gallen führen die Tabelle der NLC mit neun Punkten Vorsprung an.

Robin Bleiker
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Nick Rütter während des Trainings in der Kreuzbleiche.

Nick Rütter während des Trainings in der Kreuzbleiche.

Urs Bucher

Die erste Mannschaft des TTC St.Gallen ist diese Saison stark unterwegs. Mit Nick Rütter, Michal Kubat und Jozef Ondis, sind die Ostschweizer so gut aufgestellt, wie kein anderes Team. Dies lässt sich auch an der aktuellen Tabelle ablesen. Die St.Galler stehen auf Platz eins in der vierten Gruppe der NLC und haben aus zehn Partien neun gewonnen und ein Unentschieden erspielt. Die Topspieler des TTC St.Gallen trainieren drei bis vier Mal in der Woche intensiv.

Für Klubmanager Reinhard Vilic ist der Aufstieg in die NLB das erklärte Hauptziel in der laufenden Saison. Die St.Galler haben ein gutes Team, das seine Leistungen konstant bringt. Vilic ist zuversichtlich, die Saison als Tabellenleader abzuschliessen. Er spricht auch über eine Rückkehr in die höchste Klasse, die nach jahrzehntelanger Abwesenheit aber ein Fernziel bleibt. Im Moment aber gehe es darum, den Aufstieg zu schaffen und sich anschliessend in der NLB zu behaupten.

Zwischen Profisport und Schulbildung

Rütter, der höchstklassierte Spieler beim TTC St.Gallen, hatte im Rahmen seiner Sportlerlehre die Möglichkeit, sich intensiv dem Tischtennis zu widmen. Über die Wochenenden war er jeweils in Stuttgart, wo er in der vierthöchsten deutschen Liga spielte. Auf die Frage bezüglich des Leistungsunterschiedes, antwortete er, dass dieser zwischen Deutschland und der Schweiz riesig sei. Man könne die vierte deutsche Liga etwa mit der ersten oder zweiten Liga der Schweiz vergleichen.

Bezüglich des Aufstiegs in die NLB ist auch Rütter zuversichtlich. Die St.Galler seien ziemlich dominant, nebst dem zweitplatzierten Rapperswil–Jona II. Sollten sie das Team im Rückspiel bezwingen, ist er sich des NLC-Titels sicher. Der TTC St.Gallen habe die besseren Spieler und sei konstanter als sein Verfolger auf Platz zwei.

Zwischen Hobby- und Profispieler

Sich selbst sieht Rütter in einem Bereich zwischen Hobby- und Profispieler. In der Schweiz ist es schwierig mit dem Sport Geld zu verdienen, weshalb eine Ausbildung wichtig sei. Sein Ziel ist es, einmal in der NLA zu spielen. Den Lohn bezeichnet er als Sackgeld. Mit seiner Stärke, dem Aufschlag, macht Rütter viele Punkte direkt respektive bereitet diese vor, da die Gegner oft Mühe mit dem Rückspiel haben. Seine Beinarbeit sei aber noch ausbaufähig.

Wie im Tennis ist auch im Tischtennis wichtig, dass man richtig zum Ball steht. Hier sind es aber eher viele kurze Schritte und minimale Verschiebungen. Sollte St.Gallen in die NLB aufsteigen, was angesichts der dominanten Leistungen dieser Saison wahrscheinlich ist, bleibt Rütter zweifelsohne beim Ostschweizer Verein. Danach will er sehen, was möglich ist, meint aber auch, dass für einen Aufstieg in die NLA möglicherweise neue Spieler verpflichtet werden müssten.

Punkteregelung

Bei jeder Begegnung gibt es zehn Matches mit jeweils drei Spielern pro Team. Jeder spielt gegen jeden. Das verbleibende Spiel ist ein Doppel. Es gibt insgesamt vier Punkte zu vergeben. Gewinnt ein Team acht oder mehr Spiele, gibt es vier Punkte. Darunter werden die Punkte dem Verhältnis entsprechend aufgeteilt. Bei zwei oder weniger Siegen gibt es keine Punkte. (rbl)

Weiterhin auf Titelkurs

Bei der Begegnung vom Mittwoch auswärts gegen den Tabellendritten Horgen zeigte das Dreiergespann Rütter, Kubat und Ondis eine weitere überzeugende Leistung. Es gewann mit 9:1 Siegen und nahm somit das Punktemaximum von vier Punkten mit. Rütter gewann alle seine Spiele und musste nur einmal einen Satz abgeben. Das Ostschweizer Team hat den Vorsprung auf den Tabellenzweiten auf neun Punkte erhöht. Rapperswil hat die zehnte Partie jedoch noch vor sich und tritt am 1. Februar gegen Lugano II an, das mit nur einem Sieg auf dem letzten Platz steht und den Verfolgern des TTC St.Gallen keine grossen Schwierigkeiten bereiten dürfte.

Das Meisterrennen bleibt also voraussichtlich spannend, zumindest bis zur möglichen Vorentscheidung am 10. Februar. Dann treffen die St.Galler im Spitzenspiel auswärts auf Verfolger Rapperswil, gegen den sie in der Hinrunde ein 5:5-Unentschieden erspielten. Es ist das einzige Team, das den St.Gallern bislang Punkte abnehmen konnte. Dabei hatten alle drei Spieler des Tischtennisclubs St.Gallen Mühe gegen den Rapperswiler Zsolt Hollo und verloren allein gegen ihn drei Spiele. Bis Ende der Saison sind noch vier Partien zu spielen.