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Glosse

Der Gossauer Astronaut hat eine Rakete gefunden

Die Astronautenfigur von Men J. Schmidt erlebte 2014 einen turbulenten Sommer. Nun scheint sie ihr Glück gefunden zu haben.
Johannes Wey
Das Schicksal des Astronauten bewegte 2014 die ganze Schweiz. Nun profitiert er von seiner Prominenz. (Bild: PD)

Das Schicksal des Astronauten bewegte 2014 die ganze Schweiz. Nun profitiert er von seiner Prominenz. (Bild: PD)

Es war wie bei Apollo 13: Im Juli 2014 erlebte die Schweiz eine bange Woche. Jung und Alt fieberten mit dem tapferen Astronauten mit, der verschollen war. Der Gossauer machte Schlagzeilen bis nach Genf und Lugano.

Dabei war er gar nicht auf einer Weltraummission verloren gegangen, wie die drei Nasa-Astronauten, die im April 1970 nach einem technischen Zwischenfall mit ungewisser Zukunft den Mond umrundeten. Vielmehr hatten zwei angesäuselte junge Frauen die lebensgrosse Raumfahrer-Figur entführt. Offenbar fühlten sie sich dermassen «abgespaced», dass sie die Schwerkraft beim Abtransport des 40-Kilo-Manns nicht mehr spürten. Tage später brachten sie die Figur reumütig zurück – die mediale Aufmerksamkeit hatte das ihre dazu beigetragen.

Nun hat der Gossauer Astronaut eine neue Mission. Noch bis Aschermittwoch ist er der Star in der Fasnachtsdekoration des «Weissen Schäfli». «The Black Hole – Lost in Space» lautet das Motto des Lokals, wo sich nicht nur während der fünften Jahreszeit leicht bekleidete Damen an der Table-Dance-Stange räkeln.

Die Gefahr, auf angesäuselte Gäste zu treffen, dürfte während der Fasnacht auch dort nicht zu unterschätzen sein. Vor einer erneuten Entführung braucht sich der Astronaut aber kaum zu fürchten – obwohl er bereits wieder in den Armen einer jungen Frau gelandet ist. Das Küsschen, das ihm die Tänzerin auf einem Bild in den sozialen Medien aufs Visier drückt, spricht Bände.

Aber Prominenz macht eben attraktiv. Genau wie Uniformen oder eben ein Raumanzug. Nach der Odyssee vor fünf Jahren hat es sich der Weltraumheld fraglos verdient, die schönen Seiten des ganzen Rummels zu geniessen. Wenn man es genauer bedenkt, geben die beiden ja irgendwie ein hübsches Paar ab: Ein falscher Astronaut – und eine echte Rakete.

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