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Der andere Neue für Wittenbach

Florian Hafner ist Wittenbachs neuer Gemeinderatsschreiber. Die ersten Arbeitstage verbrachte der 28-Jährige vor allem mit Vorstellungsrunden. Wer sein Chef wird, müssen erst noch die Stimmbürger entscheiden.
Perrine Woodtli
Gemeinderatsschreiber Florian Hafner in seinem neuen Büro. (Bild: Ralph Ribi)

Gemeinderatsschreiber Florian Hafner in seinem neuen Büro. (Bild: Ralph Ribi)

Florian Hafner sitzt in seinem Büro. Mappen, Schreiber und Dokumente sind fein säuberlich auf dem grossen Schreibtisch aneinandergereiht. Von Unordnung keine Spur, wie man es sich auf einer Verwaltung gewöhnt ist. Er blickt durchs Fenster ins Grüne. «Mit der Aussicht habe ich es ganz gut getroffen.»

Vor gut zehn Tagen hat Florian Hafner sein neues Büro im obersten Stock der Gemeindeverwaltung Wittenbach bezogen. Der 28-Jährige ist seit diesem Monat der Ratsschreiber der Gemeinde. «Noch bin ich alles und jeden am kennen lernen. Ich hatte bislang vor allem Vorstellungsrunden. Aber es wird langsam. Auch die Arbeit nimmt zu», sagt Hafner.

Er hatte einen terminbeladenen Start. Kaum im Amt, fanden die erste Gemeinderatssitzung, die Bürgerinfo, das «Tagblatt»-Podium und der Ratsschüblig-Nachmittag auf Schloss Dottenwil statt. «Das waren aber alles super Gelegenheiten, mich den Wittenbachern vorzustellen.»

Kein fremder Arbeitsort

Einige der Gesichter kannte Hafner bereits. Aufgewachsen in Häggenschwil hatte er schon als Kind einen grossen Bezug zur Nachbargemeinde – sei es wegen der Schule oder des FC Wittenbach, für den er als Jugendlicher kickte. Sport mache er immer noch gerne. Und nicht nur das hat sich nicht verändert. «Ich blieb immer mit der Region verbunden und habe Freunde und Familie hier.» Auch im Gemeindehaus stiess er auf alte Bekannte. «Das erleichtert einem den Start.» Der Umzug ins Büro soll nicht der einzige bleiben. Hafner und seine Partnerin wohnen in Uzwil, wollen aber nach Wittenbach ziehen.

Für den 28-Jährigen war früh klar, dass sein Platz in der Verwaltung ist. «Eine Gemeinde funktioniert ähnlich wie ein Unternehmen, was ich spannend finde.» Nach seiner Lehre auf der St.Galler Stadtverwaltung und dem Militär zog es ihn nach Gossau aufs Einwohneramt. Nach einem Abstecher in die Verwaltung in Horn wechselte er vor knapp drei Jahren nach Wil, wo er das Einwohneramt leitete. Die Arbeit gefiel ihm, dennoch verspürte Hafner den Drang nach etwas Neuem.

«In einer spezifischen Abteilung hat man immer mit denselben Themenfeldern und Fragestellungen zu tun», sagt Hafner. Auf den Ratsschreiber treffe das Gegenteil zu. Dort reize ihn die Vielfalt. «Alle Themen und Geschäfte laufen in der Ratskanzlei zusammen. Ich habe mit verschiedenen Aufgabengebieten zu tun und kann mich einbringen», sagt er.

«Als Ratsschreiber funktioniere ich als Drehscheibe zwischen Verwaltung und Gemeinderat.»

Dies sei spannend und herausfordernd zugleich. Es habe sich vor einiger Zeit herauskristallisiert, dass sein berufliches Ziel Ratsschreiber ist – auch weil er eine Weiterbildung zum Rechtsagenten absolviert. «Die Ausbildung kann ich als Ratsschreiber besser anwenden.» Dass er genau in Wittenbach landete, sei ein Glücksfall. Die Gemeinde sei das perfekte Gesamtpaket. «Auch die Grösse ist hervorragend. Es könnte nicht besser sein.»

Die nächste Zeit wird Florian Hafner vor allem mit einarbeiten beschäftigt sein. «Sich in alle laufenden Geschäfte einzulesen, ist anspruchsvoll und zeitintensiv», sagt er. Bereits vor seinem ersten Arbeitstag informierte er sich über das Geschehen in Wittenbach, etwa über den Wahlkampf ums Gemeindepräsidium.

Ob er ab dem nächsten Jahr mit Norbert Näf oder Oliver Gröble zusammenarbeiten wird, zeigt sich am 25. November. «Die Konstellation, dass der Gemeindepräsident und Ratsschreiber gleichzeitig neu im Amt sind, ist nicht der Normalfall, sondern aussergewöhnlich», beschreibt Hafner die Situation. «Wir haben in Wittenbach jedoch eine fachkompetente und motivierte Verwaltung und ich nutze die verbleibende Zeit mit Fredi Widmer für eine effiziente Einarbeitung.»

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