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Der alte Werkhof von Rorschacherberg muss dem Bach weichen

Zwischen dem neuen Feuerwehrdepot und dem zukünftigen Werkhof legt die Gemeinde Rorschacherberg den Mühltobelbach offen. Das alte Magazin des Bauamts wird abgerissen.
Sandro Büchler
Im März bezieht die Gemeinde den neuen Werkhof (im Hintergrund). Das alte Gebäude an der Heidenerstrasse (vorne) wird abgebrochen. (Bild: Sandro Büchler)

Im März bezieht die Gemeinde den neuen Werkhof (im Hintergrund). Das alte Gebäude an der Heidenerstrasse (vorne) wird abgebrochen. (Bild: Sandro Büchler)

Es ist der letzte Abschnitt des Mühltobelbachs, der noch unterirdisch verläuft. «Bis im August ist der Bach vom Berg bis hinunter zum Rorschacher Bahnhof durchgehend offengelegt», sagt Beat Hirs, Gemeindepräsident von Rorschacherberg. Da, wo jetzt noch der Werkhofschuppen und die Sammelstelle stehen, plätschert schon im Sommer das Wasser. Zwischen dem neuen Feuerwehrdepot und dem Altersheim «Haus zum Seeblick» soll ein kleiner Park entstehen. Eine attraktive Umgebung, wie Hirs findet.

«Das wird eine schöne Ecke und wertet den Seeblick auf.»

Doch bis es soweit ist, steht eine markante Veränderung an. Denn der alte Werkhof wird abgerissen. Im Verlaufe des März bezieht die Gemeinde den neuen Werkhof. Dieser befindet sich noch im Bau und liegt gleich hinter dem bisherigen Gebäude. Sobald umgezogen ist, wird das alte Magazin des Bauamts an der Heidenerstrasse abgebrochen. «Es war schon lange klar, dass das alte Holzgebäude dem Bach Platz machen muss», sagt Hirs.

Bauarbeiten dauern bis August

Nach dem Abbruch wird der bis jetzt noch eingedolte Abschnitt des Mühltobelbachs geöffnet. Hirs rechnet damit, dass der Bach im März ans Tageslicht kommen wird. Zwischen der Hüttenmoos- und der Heidenerstrasse wird das Gewässer dann auf rund 50 Metern oberirdisch fliessen.

Hier verschwindet der Mühltobelbach noch im Untergrund und fliesst unter dem alten Werkhofgebäude hindurch. (Bild: Sandro Büchler)

Hier verschwindet der Mühltobelbach noch im Untergrund und fliesst unter dem alten Werkhofgebäude hindurch. (Bild: Sandro Büchler)

Kleine Sorgenfalten bereitet Hirs noch die Beschaffenheit des Untergrunds. «Das lässt sich noch nicht abschätzen.» Allenfalls stosse man auf Fels und müsse diesen abtragen. Schon beim Bau des neuen Feuerwehrdepots war das der Fall gewesen. «Bei diesen Arbeiten rumort es entsprechend. Das ist wohl der mühsamste Teil beim Bau.»

Ab April wird die Zufahrtsstrasse zum neuen Werkhof, die Hüttenmoosstrasse erstellt. Sie wird 6,5 Meter breit. «Eine grosszügige Strasse», kommentiert Hirs. Ebenfalls im April wird der Vorplatz des Feuerwehrdepots fertiggestellt. Auch die Glas- und Alusammelstelle, jetzt noch vor dem alten Werkhof, wird dauerhaft zum neuen Werkhof verlegt. Neu gibt es Unterflurcontainer. Sämtliche Arbeiten rund um die Offenlegung des Bachs sollen bis im August fertiggestellt werden.

Mit den Arbeiten wurde die Glarner Baufirma Toneatti AG beauftragt. Das Gesamtprojekt kostet rund 813000 Franken; drei Viertel der Summe tragen Bund und Kanton bei.

Kiesfang schützt Rorschacher Bahnhof

In diesen Tagen fahren die Bagger auf. Doch die Bauarbeiten starten weiter oben, bei der Autobahn. Dort entsteht im Januar und Februar ein rund zehn Meter breiter Kiesfang. Bereits wurden dazu Sträucher an der Böschung gerodet und Bäume gefällt.

Hier, direkt unterhalb der Autobahn, entsteht der neue rund 10 Meter breite Kiesfang. (Bild: Sandro Büchler)

Hier, direkt unterhalb der Autobahn, entsteht der neue rund 10 Meter breite Kiesfang. (Bild: Sandro Büchler)

Der neue Kiesfang sei wichtig für den Hochwasserschutz entlang des ganzen Mühltobelbachs, erklärt der Gemeindepräsident. «Der Rechen hält Kies, Äste und Baumstämme zurück.» So wird das Schwemmmaterial nicht den Bachlauf hinuntergespült, wo es die Durchläufe unter den Strassen verstopfen könnte. «Eine Präventionsmassnahme, die uns plötzliche Überschwemmungen ersparen soll», sagt Hirs.

Dafür ist eine regelmässige Pflege nötig. Sprich, der zurückgehaltene Kies und Holz muss periodisch aus dem Bachbett herausgebaggert werden.

«Was wir beim Kiesfang herausnehmen, geht nicht den Bach runter und verhindert so, dass es sich beim Bahnhof Rorschach staut.»

Eine nachhaltige Lösung für die Gemeinden Rorschacherberg und Rorschach, wie Hirs betont. Die Öffnung des letzten Bachabschnitts ist auch der Schlusspunkt hinter der millionenteuren Renaturierung des Mühltobelbachs. Planung und Bau des Gemeinschaftswerks der beiden Gemeinden dauerten rund 15 Jahre. «Ein langer Weg kommt so zu einem Ende», resümiert Hirs.

Der Bauplan im Detail: Violett markiert sind der neue Werkhof und das Feuerwehrdepot, dunkelgrau rechtsunten ist der Kiesfang zu sehen. Gelb eingezeichnet ist der neue Verlauf der Hüttenmoosstrasse. (Bild: PD)

Der Bauplan im Detail: Violett markiert sind der neue Werkhof und das Feuerwehrdepot, dunkelgrau rechtsunten ist der Kiesfang zu sehen. Gelb eingezeichnet ist der neue Verlauf der Hüttenmoosstrasse. (Bild: PD)

Offenlegung Mühltobelbach

Rorschacherberg

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