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Der neue Pfarreileiter in Bernhardzell will offen und bodenständig sein

Am Sonntag tritt Urs Kuster sein neues Amt als Pfarreileiter in Bernhardzell an. Nebst grosser Vorfreude spürt der Gossauer auch Erwartungsdruck.
Manuela Bruhin
Urs Kuster will als Pfarreileiter bodenständig und offen sein. (Bild: Benjamin Manser)

Urs Kuster will als Pfarreileiter bodenständig und offen sein. (Bild: Benjamin Manser)

Offen und bodenständig – ein solches Bild will Urs Kuster vermitteln, wenn es um die Kirche Bernhardzell geht. So präsentiert er sie auch: Die Türen des Pfarrhauses sind an diesem sonnigen Nachmittag weit offen, die Besucher werden willkommen geheissen – nicht zuletzt von Kusters Golden Retriever-Hündin Xara, die freundlich mit dem Schwanz wedelt. Das Ziel, offen zu sein, verfolgt der 37-Jährige auch in seinem neuen Amt als Pfarreileiter in Bernhardzell. «Ich möchte den Spagat schaffen: zwischen einer Kirche, die offen ist, und gleichzeitig für traditionelle Werte einsteht.»

Grosse Selbstständigkeit

Am Sonntag übernimmt Urs Kuster offiziell das Amt von seinem Vorgänger Hans Imboden, der in Pension geht. Künftig wird er «der Mann für verschiedenste Aufgaben» sein, Gottesdienste halten, Beerdigungen organisieren, Administratives regeln. Genau diese Abwechslung sei es, nebst der Selbstständigkeit, die den Gossauer an diesem Amt reize. «Das Ländliche der Gemeinde gab dann noch den zusätzlichen Ansporn», sagt er im Gespräch. Zuvor war er in Gossau und Oberbüren tätig. Sein Studium absolvierte der gelernte Zimmermann in Luzern, es folgten diverse Aus- und Weiterbildungen. Kuster engagiert sich auch als Armeeseelsorger und im Care-Team des Kantons St. Gallen. «Im Rahmen dieser Aufgaben gehören schwierige Lebenssituationen dazu. Auch wenn man in diesem Zusammenhang nicht von Gewöhnung sprechen kann», so Kuster. Keine Trauer gleiche der anderen, und jeder Mensch gehe anders damit um.

Kurz vor seinem Amtsantritt verspürt Kuster nebst der Vorfreude auch Erwartungsdruck. Schliesslich seien die Bürger mit seinem Vorgänger Hans Imboden vertraut, und nun sei da jemand anderes, neues, welcher vorne stehe und die Predigt halte. «Ich möchte, dass die Kirche Bernhardzell sowie das Pfarrhaus offene Türen aufweisen», so Kuster. Gespräche sollen keine Smalltalks sein, sondern vielmehr tiefgründige Gespräche, welche Menschen jeglichen Alters erreichen. Dazu sei ein globales Denken wichtig, damit die Kirche zu einem Ort werde, an dem die Menschen gerne ihre Zeit verbringen würden. «Die Seelsorgeeinheit Gossau, Andwil, Arnegg, Waldkirch und Bernhardzell soll weiterhin gestärkt werden.»

Erholung in der Natur

Den Ausgleich zum anspruchsvollen beruflichen Alltag findet Kuster im Sport oder in der Natur. Oft ist er mit seiner Lebenspartnerin Madeleine Bischoff und der Hündin Xara unterwegs. Ebenso wichtig sind seine Reisen, wovon viele nach Kanada führten. Auch dort ist es in erster Linie die Natur, welche den Gossauer fasziniert. «Trotzdem könnte ich es mir nicht vorstellen, in Kanada zu leben. Ich schätze unser gutfunktionierendes Sozialsystem», so Kuster. Und schliesslich sei die Schweizer Landschaft «little Canada». Das merke er etwa dann, wenn er frühmorgens mit seinem E-Bike den Tannenberg erklimme, um von Gossau nach Bernhardzell zu kommen. «Scheint wie so häufig in den vergangenen Tagen die Sonne, sind das genau diese kurzen ‹Breaks›, welche ich so sehr schätze», schwärmt er. Dann und am Feierabend auf seiner Rückreise, geniesst er diese stillen Momente, welche im Gegensatz zu seinem geselligen Berufsleben stehen. Manchmal, so erklärt Kuster nachdenklich, seien Worte eben überflüssig. Und die stille Antwort genügt.

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