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Die Stadt St.Gallen hat den Schnee im Griff

Mehrere Dachlawinen haben in der Stadt St.Gallen zu Blechschaden geführt. Abgesehen davon gab es bis Mittwochabend aber keine Unfälle wegen Schnee oder Eis. Die Störungen auf der neuen Buslinie Wittenbach-Säntispark haben andere Ursachen.
Roger Berhalter
Bis auf ein paar Schneehaufen war der Bahnhofplatz am Mittwochnachmittag schwarzgeräumt. (Bild: Urs Bucher)

Bis auf ein paar Schneehaufen war der Bahnhofplatz am Mittwochnachmittag schwarzgeräumt. (Bild: Urs Bucher)

Einen Grosseinsatz wie am Sonntag gab es zwar nicht mehr. Aber auch am Mittwochmorgen waren wieder zahlreiche Mitarbeiter und Fahrzeuge des Strasseninspektorats im Einsatz, um Strassen, Treppen und Trottoirs vom Schnee zu befreien. «Wir sind gut dran», sagt Gerald Hutter, Leiter des städtischen Strasseninspektorats. «Der Verkehr fliesst überall, auch der öffentliche.» Es habe gestern keine grossen Einschränkungen des Berufsverkehrs gegeben. Aktuell sei man daran, Schnee abzuführen und somit Platz zu schaffen für neue Niederschläge. Für Donnerstag ist nämlich schon der nächste Schnee angekündigt.

Ralf Eigenmann, Leiter der Verkehrsbetriebe St.Gallen, spricht von «üblichen Behinderungen»: Am Mittwochmorgen habe es während der Hauptverkehrszeit geschneit, weshalb es bei mehreren Buslinien zu Verspätungen gekommen sei. Die Komplikationen auf der Linie zwischen Wittenbach und Säntis­park seien allerdings nicht auf den Schnee zurückzuführen, sondern hätten eine andere Ursache.

Lawinen drücken Autodächer ein

Unfälle wegen Schnee oder Glatteis gab es im gestrigen Berufsverkehr keine. «Wir hatten keine entsprechenden Meldungen», sagt Dionys Widmer von der Kommunikationsstelle der Stadtpolizei. Allerdings hätten Dachlawinen zwischen Montag- und Dienstagmorgen vier Fahrzeuge beschädigt. Zwei Front- und eine Heckscheibe seien zersprungen, drei Dächer eingedrückt worden, zudem wurde eine Motorhaube zerbeult. «Es blieb beim Blechschaden», sagt Widmer. Die Stadtpolizei weist in einer Mitteilung auf die Gefahr von weiteren Dachlawinen hin.

Die Türen der neuen Busse machen Probleme

Auf der neuen Buslinie zwischen Wittenbach und Säntispark ist es in den vergangenen Tagen zu mehreren Störungen gekommen: Die Buspassagiere mussten jeweils aus- und in einen Ersatzbus umsteigen. Laut Ralf Eigenmann, Leiter der Verkehrsbetriebe St. Gallen (VBSG), haben diese Wagenwechsel weder mit dem Schnee zu tun noch mit dem neuen Fahrplan. «Es handelt sich um ein technisches Problem der neuen Buszüge.»

Die VBSG haben die Busse mit Anhänger neu gekauft. Die Fahrzeuge sind seit dem Fahrplanwechsel vom 9. Dezember zwischen Wittenbach und Abtwil im Einsatz und können bis zu 160 Personen transportieren. Noch funktioniert laut Eigenmann die Steuerung der Türen nicht wie gewünscht. Es komme derzeit gehäuft vor, dass die hintere Tür im Anhänger plötzlich nicht mehr schliesse, obwohl der Fahrer sie zentral verriegelt habe. Es sei dem Chauffeur zwar möglich, die Tür manuell zu schliessen. Doch dafür müsse er aussteigen, was zu Verspätungen führe.
Stattdessen entscheide man sich in so einer Situation jeweils zu einem Wagenwechsel. So könnten die Passagiere ohne Verzögerung weiterfahren, während der Buszug für eine technische Untersuchung ins Depot kommt.

«Wir kennen die Ursache der Störung noch nicht», sagt Eigenmann. Techniker seien derzeit dabei, das Problem zu analysieren und nach einer Lösung zu suchen. «Möglicherweise reagiert die Steuerung der Türen anders, als wir es uns gewohnt sind», sagt Eigenmann.

Der nasse Schnee zehrt an den Kräften

Auch auf der öffentlichen «Stadtmelder»-Website ist der Schnee ein Thema. Ein Nutzer schickt beispielsweise ein «herzerwärmendes Danke» an alle Mitarbeiter des Räumungsdienstes, die schon in aller Frühe unterwegs seien. Es gibt aber auch kritische Stimmen, die auf konkrete Stellen hinweisen, wo noch zu viel Schnee liege. Gerald Hutter vom Strasseninspektorat kennt den Ärger einzelner Autofahrer, die morgens wegen der Schneemaden der Räumungsfahrzeuge kaum mehr vom Parkplatz wegfahren können. Er bittet um Verständnis. «Oft geht es nicht anders. Irgendwohin müssen wir mit dem Schnee.»

Es sei nicht möglich, einzelne Autos freizuschaufeln. Hutter bittet um Geduld. Die Räumungsarbeiten seien wegen des nassen und schweren Schnees kräftezehrend und würden deshalb etwas länger dauern als um diese Jahreszeit üblich.

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