Der Wittenbacher Gemeindepräsident soll den Kopf lüften, bevor es ernst gilt

Dass Oliver Gröble lieber einen Monat Pause macht, statt seine Stelle mit dem Jahreswechsel anzutreten, wird nicht allen gefallen. Dennoch tut er gut daran.

Johannes Wey
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Johannes Wey, Teamleiter Gossau/Region St.Gallen.

Johannes Wey, Teamleiter Gossau/Region St.Gallen.

Oliver Gröble macht einen Monat Pause, bevor er seine Stelle als Gemeindepräsident antritt. Die Verwaltung wird im Januar vom Vize geleitet.

Das irritiert im ersten Moment. Als Kandidat hat Oliver Gröble den Eindruck erweckt, dass er Feuer und Flamme für die neue Aufgabe ist. Es schien, als würde er lieber schon gestern als erst 2019 als Gemeindepräsident loslegen. Und nun braucht er eine Pause, noch ehe er seinen neuen Job antritt. Missgünstige Stimmen sind ihm da sicher.

Die Pause ist Gröble aber zu gönnen, bevor er in ein neues Leben katapultiert wird. Zumal sich in Wittenbach für das Januarloch keine politischen Brandherde abzeichnen. Eine Übergangslösung hätte es auch bei der Wahl des Konkurrenten gebraucht. Und nach elf Jahren als Standortförderer tut Gröble gut daran, erst einmal den Kopf zu lüften. Um dann der «frische Wind» zu sein, den er Wittenbach versprochen hat.