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«Das Weihern-Festival lebt stark von der Stimmung am Wasser»: Doch beinahe wäre der Chrüzweier leer gewesen

Am Donnerstagabend eröffnet das Weihern-Open-Air-Festival. Fast hätten die Bands vor einem entleerten Weiher gespielt.
Christina Weder
Für Diego Schweizer vom Verein «Weihern Openair Festival» ist klar: «Das Festival lebt stark von der Stimmung am Wasser.»Bild: Urs Bucher

Für Diego Schweizer vom Verein «Weihern Openair Festival» ist klar: «Das Festival lebt stark von der Stimmung am Wasser.»Bild: Urs Bucher

Dunkelgrün schimmert das Wasser des Chrüzweiers in der Sonne. Das Weihern-Open­-Air-Festival, das am Donnerstagabend im Familien- und Frauenbad eröffnet wird, spielt vor idyllischer Kulisse – auch dieses Jahr. Um ein Haar jedoch hätten die Bands vor einem entleerten Weiher auftreten müssen.

Am Montag startete zeitgleich mit dem Aufbau des Weihern-Festivals die Sanierung des historischen Badehauses. Das Stahltraggerüst, auf dem der Holzbau steht, ist marode und muss ersetzt werden. Dafür ist es nötig, das Weiherwasser abzulassen. Die städtischen Verantwortlichen wollten das nach ursprünglicher Planung am vergangenen Montag tun. Sie hatten das Ende der Badesaison abgewartet.

Behörden hatten das Einsehen

Offenbar hatte niemand daran gedacht, den Organisatoren des Weihern-Festivals Bescheid zu sagen. Diese erfuhren Mitte August auf dem Gerüchteweg vom Vorhaben und setzten sich daraufhin mit den städtischen Behörden in Verbindung. Für sie waren es keine schönen Aussichten, das Festival am Ufer eines leeren Weihers durchzuführen. Die Stadt hatte schliesslich das Einsehen und kam den Organisatoren entgegen. Der Chrüzweier wird nun erst am kommenden Montag abgelassen.

Diego Schweizer vom Verein «Weihern Open Air Festival» ist erleichtert:

«Das Festival lebt stark von der Stimmung am Wasser.»

Obwohl die Badesaison vorbei ist, haben die Festivalbesucherinnen und Festivalbesucher bis zum Sonnenuntergang die Möglichkeit, in den Weiher zu springen. Die Wassertemperaturen sind zwar längst unter die 20-Grad-Marke gefallen, doch die Wetterprognose ist vielversprechend. Es stehen sonnige Tage bevor.

Entsprechend zuversichtlich ist Diego Schweizer. Denn er weiss: Der Erfolg des Festivals hängt massgeblich vom Wetter ab. Nur zu gut erinnert er sich ans vergangene Jahr, als er und seine Frau Melanie erstmals die Organisation übernommen hatten. Pünktlich zur Türöffnung öffnete der Himmel die Schleusen. Der erste Abend fiel komplett ins Wasser. Finanziell sei die Veranstaltung weit unter den Erwartungen geblieben.

Ein neuer Verein ist Träger des Festivals

Trotzdem sind die beiden wieder dabei. Doch diesmal haben sie sich organisatorisch neu aufgestellt. Hinter dem Festival steht nicht mehr ihre Zürcher Agentur, sondern der neugegründete, nicht gewinnorientierte Verein «Weihern Open Air Festival».

Zum Vorstand gehören neben Diego und Melanie Schweizer nun auch Andy Mestka, Kajo Bischof und Thierry Stecher. Dadurch sei man breiter abgestützt und könne beim Sponsoring auf die Kontakte der ansässigen Vorstandsmitglieder zurückgreifen, sagt Diego Schweizer. Ziel war denn auch, deutlich mehr Sponsorenbeiträge reinzuholen.

«Damit wollen wir die Chancen erhöhen, das Festival kostendeckend durchzuführen.»

Aus diesem Grund werden erstmals zwei grosse Zelte auf dem Gelände aufgebaut. Das eine dient wie gewohnt der Verpflegung des Publikums. Im zweiten können Sponsoren Kundenanlässe durchführen. Das Konzertprogramm präsentiert sich als bunter Stilmix. Am Samstag finden zwei Kinderkonzerte. Dazu gibt es ein Rahmenprogramm mit Kinderschminken, Animation durch die Pfadi und den Familientreff St.Georgen.

Von Afro-Elektro bis Kinderpop

Von Donnerstag bis Samstag bietet das Weihern-Open-Air-Festival ein buntes Programm fast ohne grosse Namen. «Wir sind zu kleineren, unbekannteren Bands zurückgekehrt», sagt Diego Schweizer vom Organisationsteam.

Am Donnerstagabend um 18.30 Uhr eröffnet die Soul-Jazz-Sängerin Elena Flury das Festival. Auf sie folgt der Appenzeller Singer-Songwriter Marius Bear. Weiter geht es mit einem ausgeflippten Mix aus Elektro, Worldmusic und Rap von Jessiquoi.

Am Freitag haben unter anderem das St.Galler Duo Catalyst und die Mundart-Band Les Touristes aus Basel einen Auftritt. Am Samstag erwartet das Publikum ein Mix von zwei Kinderbands über die 46 Mitglieder der Otmarmusik bis zum Afro-Elektro von Gato-Preto. Zum Schluss betreten die Lokalmatadoren «Yes I’m Very Tired Now» die Bühne.

Showeinlagen und Graffiti-Wand

Sowieso verspricht der Samstag der bunteste Festivaltag zu werden. Lokale Vereine nutzen die 40-minütigen Pausen zwischen den Konzerten, um sich zu präsentieren. Cheerleaderinnen und Kung-Fu-Kämpfer werden Showeinlagen bieten. Zudem wird im Eingangsbereich eine grosse Holzwand aufgestellt, auf der sich Graffiti-Künstler ausleben. Diego Schweizer sagt:

«Wir wollen etwas bieten.»

Das Festival solle lebendig werden. Auch was die Verpflegung betrifft, gibt es Neuerungen. Der Kiosk des Restaurants Dreilinden ist geöffnet. Zudem können die Festivalbesucher auf zwei Feuerschalen Würste bräteln.

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