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Investitionsstau in Gossauer Pflegeheimen: Vor jedem Winter hoffen, dass die Heizung durchhält

Im «Espel» und in der «Schwalbe» werden seit Jahren Renovationen aufgeschoben. Doch der Baustart für den Neubau der Sana Fürstenland steht noch nicht fest. Das Abwarten wird zum Poker.
Johannes Wey
Das Altersheim Espel hat den grössten Sanierungsbedarf. (Bild: Michel Canonica)

Das Altersheim Espel hat den grössten Sanierungsbedarf. (Bild: Michel Canonica)

An Heizungen werden in diesen heissen Tagen wohl nicht viele Gedanken verschwendet. Ursina Girsberger hat das Thema zumindest im Hinterkopf. Sie ist Geschäftsleiterin der Sana Fürstenland AG und damit des Altersheims Espel und des Betagtenzentrums Schwalbe in Gossau.

Die beiden Heime sollten ursprünglich auf das Jahr 2019 hin durch einen Neubau ersetzt werden. Deshalb wurde der bauliche Unterhalt schon seit Jahren aufgeschoben. Doch nun verzögert sich der Bau wegen eines langwierigen Rechtsmittelverfahrens.

Girsberger glaubt zwar noch immer, dass 2019 immerhin der Spatenstich erfolgen kann. Gleichzeitig hofft sie, dass die Heizungen im «Espel» und der «Schwalbe» bis dahin funktionieren. «Mit jedem Winter gehen wir ein Risiko ein», sagt sie.

Das «Espel» hat den grösseren Nachholbedarf

Nebst den Heizungen haben die beiden Heime auch bei den Flachdächern einen vergleichbaren Investitionsbedarf, denn auch sie sind in die Jahre gekommen. Abgesehen davon ist die Situation im «Espel» aber deutlich heikler. Das Haus wurde 1938 als Bürgerheim fertiggestellt und 1982 zum Altersheim umgebaut.

Im Jahr 2011 wurde die Küche modernisiert, 2014 kamen ein Bettenlift und eine Toilette für den obersten Stock dazu. Abgesehen davon wurden keine grösseren Neuerungen mehr vorgenommen. «Mit dem Lift hat das ‹Espel› den Sprung zum Pflegheim gemacht», sagt Girsberger.

Schon damals hatte das Stadtparlament mit der Genehmigung der Investitionen gezögert, weil vor der Gründung der Sana Fürstenland AG auch ein grösserer Umbau des Espels zur Debatte gestanden hatte. «Darüber wurde schon diskutiert, als der Leiter unseres Technischen Diensts vor 17 Jahren seine Stelle antrat», sagt Girsberger.

Die Wasserleitungen im Alterszentrum Schwalbe sind reparaturanfällig (Bild: Michel Canonica)

Die Wasserleitungen im Alterszentrum Schwalbe sind reparaturanfällig (Bild: Michel Canonica)

Mit dem heutigen Wissenstand hätte man vor zehn Jahren gut die Fenster austauschen können, findet Girsberger. «Stattdessen haben wir nun Heizkosten in einer Höhe, die betriebswirtschaftlich durchaus ins Gewicht fallen.»

Und die grösseren Posten – die Heizungen, die Dächer und die reparaturanfälligen Wasserleitungen in der Schwalbe – seien jeder für sich eine «Black Box»: Ein Defekt könnte teure Sofortmassnahmen auslösen und schlimmstenfalls weitere Schäden nach sich ziehen. Und obwohl das Haus Schwalbe insgesamt besser aussehe als das Espel: Am 40-jährigen Gebäude wurden ebenfalls seit langem keine grösseren Erneuerungen vorgenommen.

Vom Investitionsstau sollen zumindest die Bewohnerinnen und Bewohner der Heime nichts merken. Im vergangenen Jahr wurden die Böden im Eingangsbereich des Espels und der Stube im ersten Stock erneuert – aus Sicherheitsgründen. «Die Böden hatten Blasen geworfen, es bestand Stolpergefahr.» Nun spielt die Sana Fürstenland AG schon länger mit dem Gedanken, die Leuchten in den Zimmern und die restlichen Böden zu erneuern.

Nach den Sommerferien geht es ums Budget

Nach den Sommerferien müsse man sich Gedanken machen, welche Investitionen in die Häuser ins Budget 2019 aufgenommen werden. «Wir können uns nur darauf beschränken, einzelne Akzente zu setzen», sagt Girsberger. Da kommt ihr entgegen, dass der Technische Dienst in der Lage ist, viele Modernisierungen gleich selber vorzunehmen.

In welchem Umfang 2019 investiert wird, könne sie noch nicht sagen. Und auch hier spielt der Neubau eine Rolle in der Planung. Wenn man etwa Geld für neue Küchengeräte ausgebe, müsse man überlegen, ob diese später gezügelt werden können. Denn vielleicht geht es 2019 ja tatsächlich los mit dem Neubau.

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