Das «Tschudiwies» ist ein Musterfall für Mitwirkung

Partizipative Verfahren sind kein Allheilmittel. Im Fall des ehemaligen Schulhauses Tschudiwies hat die Mitwirkung der Bevölkerung aber geholfen, unbürokratisch eine zufriedenstellende Lösung zu finden. Das ist lobenswert.

Luca Ghiselli
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Luca Ghiselli, Redaktor Stadt St. Gallen. (Bild: Urs Bucher)

Luca Ghiselli, Redaktor Stadt St. Gallen. (Bild: Urs Bucher)

Was Stadt und Quartier im ehemaligen Schulhaus Tschudiwies geleistet haben, ist bemerkenswert. So verhärtet die Fronten zwischen Quartierverein und Stadtverwaltung noch vor 18 Monaten waren, so zufrieden sind heute alle Beteiligten mit der Anschlusslösung.

Das «Tschudiwies» ist jetzt ein offenes Haus mit vielseitiger Nutzung. Entstanden ist ein urbaner Ort, wo sich verschiedene Milieus, Generationen und Lebensrealitäten durchmischen. Unter einem Dach trifft der Schachklub auf die Spielgruppe und das Solidaritätsnetz.
Dass es von der Hiobsbotschaft bis zum Happy End so schnell ging, ist nicht selbstverständlich.

Lobenswert ist, dass die Stadt Quartierbewohner früh ins Boot geholt hat. Sie konnten sich so einbringen, mitwirken, gestalten. Und so ihren Teil dazu beitragen, dass es mit dem Schulhaus in ihrem Sinn weitergeht.

Partizipation ist sicherlich kein Allheilmittel. Der Fall Tschudiwies zeigt aber mustergültig auf, wie sie unbürokratisch zum Erfolg führen kann.