Das schönste Federkleid und das gepflegteste Huhn siegt: Seit 18 Jahren ist Toni Wipfli Geflügel-Preisrichter

Die erweiterte Lokalausstellung des Kaninchen und Geflügelzüchtervereins Rorschacherberg findet Ende November erneut statt. Vereinsmitglied Toni Wipfli aus Egnach ist einer von fünf Preisrichtern für Geflügel.

Sina Walser
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Toni Wipfli wurde durch seinen Vater und seinen Grossvater schon als Kind auf die Geflügelzucht aufmerksam. Bild: PD

Toni Wipfli wurde durch seinen Vater und seinen Grossvater schon als Kind auf die Geflügelzucht aufmerksam. Bild: PD

In der Mehrzweckhalle Rorschacherberg turnen am Freitag 22. bis am Samstag 24. November keine Kinder umher, sondern verschiedene Kaninchen und Geflügel. Der Kaninchen und Geflügelzüchterverein (KGZV) aus Rorschacherberg organisiert bereits zum 28. Mal die erweiterte Lokalausstellung für Kaninchen und Geflügel. Dabei präsentieren fünf Vereine aus der Ostschweiz ihre Jungtiere, die von zehn Preisrichtern beurteilt werden.

Einer dieser Preisrichter für Geflügel ist der Egnacher Toni Wipfli. Er ist schon seit 15 Jahren Vereinsmitglied des KGZVs und erwählt das schönste Geflügel bereits seit 18 Jahren. Sein Vater und sein Grossvater seien schon leidenschaftliche Geflügelzüchter gewesen. Er sagt:

«Ich wuchs als Kind schon da hinein.»

Als einziger von drei Kindern, habe er dann das Hobby übernommen und mit der Brieftaubenzucht begonnen. «Ich stellte im Alter von 13 Jahren auf die Geflügelzucht um, da ich allergisch auf die Taubenfedern reagierte», sagt der Preisrichter.

Dreifaches Vereinsmitglied, Hofführer und Preisrichter

Der 57-Jährige ist gelernter Schreiner, arbeitet aber seit 31 Jahren bei der Sicherheitsfirma Securitas in der Personalplanung und als Verantwortlicher für das Hundewesen. «Die Tiere begleiten mich im Beruf, zu Hause und bei meinem Hobby», sagt er. Toni Wipfli führt mit seiner Frau und seinen Kindern in Neukirch einen Hof mit Tieren vom Pferd bis zur Ente und dem Huhn. Neben dem KGZV ist er auch noch Mitglied im Schweizerischen Seiden- und Haubenhühner-Züchter Klub und interessiert sich im Klub der alten niederländischen Geflügelrassen für ausländische Hühnerrassen.

«Geflügel haben mich immer mehr interessiert als Kaninchen», sagt Toni Wipfli. Deshalb sei für ihn die Wahl zwischen den zwei Richterausbildungen einfach gewesen. Wipfli hat die zweijährige Richterausbildung absolviert, welche aus praktischen sowie auch theoretischen Teilen besteht. Dabei besucht man zuerst einige Grundkurse und danach einen Obmännerkurs. Der Preisrichter sagt:

«Bei der Beurteilung der Geflügel hält man sich an den Rassengeflügelstandard. Dies ist eine Richtlinie, die genau beschreibt, wie das Geflügel aussehen soll.»

Das Tier wird zuerst anhand des Gesamteindrucks und der Silhouette einer Rasse zugeordnet. Danach wird es auf die spezifischen Rassenmerkmale untersucht. Nach der Beurteilung dieser Merkmale werden Punkte verteilt, die eine Note ergeben. Die Höchstnote beträgt 97 Punkte.

Öffnungszeiten

Die erweiterte Lokalausstellung mit Festwirtschaft findet vom 22. bis am
24. November, in der Mehrzweckhalle Rorschacherberg statt. Die Ausstellung ist am Freitag von 18 Uhr bis 21 Uhr, am Samstag von 9 Uhr bis 21 Uhr und am Sonntag von 9 Uhr bis 16 Uhr geöffnet.

Dabei schaut sich der Preisrichter das Gefieder und den Kopf genauer an. Beim Gefieder wird die Grundfarbe und die Zeichnung beurteilt, während am Kopf der Kamm, die Augenfarbe und die Ohrscheiben eine Rolle spielen. Allgemein sind ein gepflegter Zustand und die artgerechte Haltung ebenfalls zwei wichtige Kriterien. «Es gibt auch Ausschlussfehler, wie zum Beispiel ein krummer Schnabel oder ein verkrümmtes Brustbein, die das Geflügel vom Wettbewerb ausschliessen», sagt Wipfli. Mittlerweile hat er schon an nationalen, kantonalen sowie an vereinsinternen Ausstellungen und sogar im Ausland an Klubschauen Geflügel bewertet.

Grösste Ausstellung in der Ostschweiz

«Die erweiterte Lokalausstellung von unserem Verein ist eine der grössten Ausstellungen der Ostschweiz», sagt Toni Wipfli. Darum sei es immer ein besonderes Erlebnis an der eigenen Ausstellung Preisrichter zu sein. Für den KGZV sei die Ausstellung der Höhepunkt, worauf man das ganze Jahr hinarbeite, sagt Wipfli. Umso schöner sei es, wenn folglich die vereinsinternen Zuchttiere an der Ausstellung eine gute Benotung erhielten. «Es macht Freude im KGZV mitzuwirken, da hier alle Mitglieder ihren Beitrag leisten. An der Ausstellung kommt dies dann am meisten zum Ausdruck, da man auf jede Hilfe angewiesen ist», sagt Toni Wipfli.