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Interview

Das sagt Stadtpräsident Thomas Müller zur geplanten Schliessung des Rorschacher Spitals

Die St. Galler Regierung hat die Spitalstrategie «4plus5» vorgestellt. Teil davon ist, dass der Rorschacher Spital durch ein Gesundheits- und Notfallzentrum ersetzt wird. Stadtpräsident Thomas Müller bedauert das, sagt aber: «Man muss der Realität ins Auge schauen.»
Sheila Eggmann
Rorschacher Stadtpräsident Thomas Müller (Bild: Keystone)

Rorschacher Stadtpräsident Thomas Müller (Bild: Keystone)

Die St.Galler Regierung hat entschieden, wie es mit den Spitälern im Kanton weitergehen soll. Die stationäre Grundversorgung wird neu an den vier Spitalstandorten in St. Gallen, Grabs, Wil und Uznach konzentriert. Die fünf anderen bisherigen Spitäler in Rorschach, Wattwil, Altstätten, Walenstadt und Flawil werden durch Gesundheits- und Notfallzentren ersetzt.

In Rorschach wird zudem der Standort innerhalb der Stadt verschoben, wie Baudirektor Marc Mächler bei der Medienkonferenz vom Mittwoch mitteilt. Das Gesundheits- und Notfallzentrum soll näher am Stadtzentrum und besser an den öffentlichen Verkehr angebunden sein.

Die Aufhebung der stationären Angebote in Rorschach ist auf das Jahr 2022 geplant.

Die Katze ist aus dem Sack: Der Rorschacher Spital soll durch ein Gesundheits- und Notfallzentrum ersetzt werden. Was sagt der Stadtrat dazu?

Thomas Müller: Der Stadtrat Rorschach wird am Donnerstag über die neue Spitalstrategie des Kantons St. Gallen beraten. Ich kann deshalb nur für mich sprechen.

Und was sagen Sie dazu?

Selbstverständlich hätten wir das Spital Rorschach gern erhalten. Aber man muss der Realität in die Augen schauen: Der Kanton St. Gallen geht den Weg, den der Kanton Thurgau schon vor zwanzig Jahren gegangen ist.

Welche Forderungen stellen Sie an den Kanton?

Für Rorschach und die Region sind zwei Punkte wichtig:

1. dass die Notfallversorgung und Notfallaufnahme während sieben Tagen und 24 Stunden vor Ort erhalten bleibt,

2. dass stationäre Kurzaufenthalte in Rorschach mit kleinerer Bettenzahl möglich bleiben. Das kommt vor allem älteren Menschen zugute.

Diese beiden zentralen Anliegen will der Kanton erfüllen. Rorschach wird auf die Gleichbehandlung aller Spitalstandorte bestehen. Wir werden nicht wegen der geografischen Nähe zur Stadt St. Gallen als einzige die Schliessung hinnehmen.

Wie geht es weiter?

Ich bin nur noch bis Ende 2019 Stadtpräsident von Rorschach und will für die Zeit danach keine Ratschläge erteilen. Aber mir scheint zweckmässig, wenn Rorschach sich sofort mit der Kantonsregierung und dem Spital-Verwaltungsrat an den Tisch setzt und sich bei der Ausgestaltung der neuen Klinik ab sofort einbringt.

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