Wölbungen im St.Galler Asphalt: Der provisorische Strassenbelag auf der Zürcher Strasse bröckelt

Im Quartier Lachen verlegen die St. Galler Stadtwerke neue Fernwärmeleitungen. Der provisorische Asphaltbelag vor der Bushaltestelle kam bis vor kurzem Velo- und Töfffahrern in die Quere.

Seraina Hess
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Der beschädigte Asphaltbelag an der Bushaltestelle Lachen, Fahrtrichtung Bruggen, vor der Reparatur. (Bild: Seraina Hess, 17. September 2018)

Der beschädigte Asphaltbelag an der Bushaltestelle Lachen, Fahrtrichtung Bruggen, vor der Reparatur. (Bild: Seraina Hess, 17. September 2018)

Seit Juli wird im Lachen-Quartier an der Zürcher Strasse gebohrt und gegraben. Grund dafür ist der Ausbau des Fernwärme-Netzes in den Osten der Stadt. Noch erfolgt der Fernwärmetransport von der Zentrale Waldau Richtung Stadtzentrum über eine Versorgungsleitung, die gleichzeitig Hausanschlüsse im Quartier Lachen beliefert.

Mit dem Ausbau der Fernwärme muss die Transportkapazität erhöht werden. Der neue Bypass in der Zürcher Strasse und an der Sömmerlistrasse im Lachen-Quartier ist eine zusätzliche Transportleitung, welche die Versorgungssicherheit im gesamten Fernwärmenetz erhöhen soll, schreibt die Stadt in einer Mitteilung. Die neue Leitung wird schon im bevorstehenden Winter in Betrieb genommen.

Wegen des knapp gewordenen Platzes auf der Zürcher Strasse wurde die Bushaltestelle Lachen, Fahrtrichtung Bruggen, teilweise aufs Trottoir vor der Migros verschoben. Ein Asphaltkeil gleicht die Höhendifferenz aus. Doch eben dieses Provisorium weist immer wieder Schäden auf: Im Gegensatz zu Beton verformt sich Asphalt unter der Last der haltenden Busse, franst aus und bröckelt. Hohe Temperaturen haben den Vorgang begünstigt. Störend seien die Wölbungen vor allem für Velo- und Töfffahrer, schreibt ein Nutzer des Stadtmelders – besonders bei Regen.

Provisorien dieser Art sind selten

Rolf Schneider, Projektleiter der St. Galler Stadtwerke, ist das Problem bekannt. Genau deshalb werde meist auf Provisorien dieser Art verzichtet. Die Bushaltestelle Lachen konnte aber aufgrund des engen Strassenraums und der hohen Passagierfrequenz weder verschoben noch aufgehoben werden.

Bereits vergangene Woche ist ein Loch im Belag geflickt worden, die letzten Mängel haben die Arbeiter in der Nacht auf Dienstag behoben. «Die Bauleute prüfen laufend, ob es wieder zu Wölbungen kommt», sagt Schneider. Allerdings ist nicht zu vernachlässigen, dass es sich um ein Provisorium handelt, das dank zügigen Baufortschritts Ende September wieder verschwinden wird. Der Bus hält dann wieder an gewohnter Stelle auf Beton.