«Sie wollten unsere Eismeister abwerben»: So erfolgreich ist das Fonduechalet mit Eisarena in Rorschach

Das Konzept Eisarena mit Fonduechalet zieht: Dies beweisen zahlreiche Nachahmer in der Umgebung.

Jolanda Riedener
Merken
Drucken
Teilen
Die Eisarena wird im Januar bereits zum siebten Mal zum Treffpunkt in der Hafenstadt.

Die Eisarena wird im Januar bereits zum siebten Mal zum Treffpunkt in der Hafenstadt.

Bild: Rudolf Hirtl

Rot-weiss karierte Tischdecken, viel Holz und Felldecken, dazu geschmolzener Käse und Weisswein: Fonduehütten liegen im Trend. Einige Anbieter in St.Gallen werden von Besuchern regelrecht überrannt. Auch in Rorschach sind die Plätze fürs Fondue am See begehrt. Vom 17. Januar bis am 23. Februar wird das Areal beim Pavillon am See erneut zum Publikumsmagnet. Seit sieben Jahren organisiert der Verein Netzwerk die Eisbahn mit Fonduechalet – mittlerweile ein Anlass, der aus Rorschach nicht mehr wegzudenken ist. «Die ersten Reservationen sind eingegangen», sagt Tanja Alismeno vom Netzwerk.

Wie bereits im vergangenen Winter führt «Arion»-Wirtin Rahel Wagner die Fonduebeiz. «Besonders gerne kommen Firmen zu uns», sagt Alismeno. Zuerst könne man Eisstockschiessen, danach werde beispielsweise auf dem Eisfeld ein Apéro serviert, bevor es zum Fondueschmaus ins heimelige Chalet geht.

Rorschacher Eismeister lassen sich nicht abwerben

In den vergangenen sieben Jahren sind in der Region nicht nur mehr Fonduechalets, sondern auch einige Eisbahnen aufgegangen. Man habe etwa die Betreiber der Eisbahn in Heiden öfters in Rorschach zu Besuch gehabt: «Sie haben sich wohl das eine oder andere von uns abgeschaut», sagt Tanja Alismeno mit einem Augenzwinkern.

Unverzichtbar für den Betrieb seien auch die vier Eismeister. «Sie kommen bei Wind und Wetter und zeigen ein grosses Engagement, wir sind wirklich stolz und dankbar, dass sie uns mit so viel Herzblut unterstützen», sagt Alismeno. Denn die Eisbahn erfordere nicht nur viel Arbeit, sondern auch ein grosses Fachwissen. Vor allem, wenn es regnet oder windet, müsse man reagieren, damit Qualität der Bahn stimme. «Die Veranstalter des Eiszaubers auf der St.Galler Kreuzbleiche haben vergeblich versucht, unsere Eismeister abzuwerben.»

«Ohne Sponsoren und Freiwillige geht es nicht»

Am 7. Januar startet der aufwendige Aufbau der «Alphütte» und der Eisbahn. «Das ist jeweils eine logistische Herausforderung», sagt Alismeno. Denn die Platzverhältnisse auf dem Areal am See sind eng. «Trotzdem wollen wir unbedingt am Standort festhalten», ergänzt Markus Wanner, Präsident des Vereins Netzwerk. Das Ambiente zwischen den Bäumen direkt am See habe viel Charme.

Vor allem in den Aufbau sei Alexander Kleger nach wie vor stark involviert. Er habe auch das Konzept «Fondue am See» ins Leben gerufen: «Jeder Vorhang, alle Kissenbezüge, sogar die Menukarte ist selbst gemacht», sagt Alismeno. Hintergrund der Eisarena war die Idee, im Winter etwas für Kinder auf die Beine zu stellen, die keine Skiferien machen. Inzwischen ist die Eisbahn eine Erfolgsgeschichte und ein beliebter Treffpunkt für Leute aus Rorschach und Umgebung. «Ohne Sponsoren, viel Herzblut und Freiwilligenarbeit ginge es nicht», sagt Präsident Wanner. Auch die Stadt unterstütze den Verein. So nehme Tanja Alismeno, «die gute Seele der Eisarena», jeweils einen Monat unbezahlten Urlaub, um den Betrieb auf und neben dem Eisfeld zu gewährleisten. Sie koordiniert auch Helfer für die Schlittschuhvermietung, den Kioskbetrieb oder zur Bewirtschaftung grösserer Gruppen.

Mit der Eisarena hat sich auch ein Rorschacher Eishockeyclub gegründet: die Rorschacher Egli. Sie trainieren auch diesen Winter regelmässig auf der Eisbahn am See.

Hinweis

Ab Freitag, 17. Januar, ist die Eisarena wochentags jeweils von 14 bis 19 Uhr offen. Samstags sowie sonntags öffnet sie um 10 Uhr, am Samstagabend ist die Eisbahn auch länger in Betrieb.