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Platznot an der Flade: Das Notkerschulhaus in St.Gallen baut aus

Mit der Einführung der Realschule im Notkerschulhaus steigen die Schülerzahlen deutlich. Der Platz im Gebäude reicht dafür aber nicht aus. Deshalb soll es für 21 Millionen Franken saniert und erweitert werden.
Christoph Renn
Platznot im Notkerschulhaus: Im Oktober beginnen die Sanierungsarbeiten. (Bild: Michel Canonica)

Platznot im Notkerschulhaus: Im Oktober beginnen die Sanierungsarbeiten. (Bild: Michel Canonica)

Die Pausenglocke läutet. Schülerinnen und Schüler rennen durch die Gänge des Notkerschulhauses, kaufen sich ein Gipfeli oder gehen auf den Fussballrasen. Der Schulalltag funktioniert. Doch der Schein trügt: Das in den Jahren 1969 und 1970 erbaute Schulhaus platzt aus allen Nähten. Die Schulzimmer entsprechen nicht mehr den heutigen Anforderungen an einen modernen Unterricht. Es fehlen Gruppenräume, eine Aula und Reservezimmer. Zudem erfüllen nicht mehr alle Gebäudeteile die Kriterien der Erdbebensicherheit. Deshalb soll das Schulhaus rundum saniert und erweitert werden. Die Baukosten belaufen sich auf rund 21 Millionen Franken. Doch zuerst muss das katholische Kollegium (Parlament) die Finanzen an der Versammlung am 19. Juni sprechen.

Doch wieso sind die Umbauarbeiten genau jetzt nötig? «Die Schulanlage ist für einen Maximalbetrieb von 13 Klassen ausgerichtet», sagt Schulleiter Markus Honegger. Aufgrund der Verhandlungen mit der Stadt St. Gallen werde die Schülerzahl in den kommenden Jahren jedoch deutlich steigen. Die Zahl wird sich in den drei Schulhäusern der Katholischen Kantonssekundarschule (Flade) um rund 200 Schülerinnen und Schülern auf 750 erhöhen. Im Notkerschulhaus wird das grösste Platzangebot benötigt, nämlich Schulraum für 14 bis 16 Klassen. Zudem weist das Gebäude einen grossen Sanierungsbedarf bei den Fenstern, den Zimmern, der Haustechnik und der Turnhalle auf. Die Sanierung wäre eigentlich schon länger fällig. «Wir haben jedoch die Verhandlungen mit der Stadt abgewartet», sagt Schulratspräsidentin Margrit Stadler.

Aula und Schulzimmer im dreistöckigen Neubau

Mit den 21 Millionen Franken wird das Notkerschulhaus einer Gesamtsanierung unterzogen. Und im Vergleich zu anderen Sanierungen, wie beispielsweise im Oberstufenschulhaus Zil, werden nur zwei Container als provisorische Schulzimmer benötigt.

«Der Umbau findet in vier Phasen statt»

So könne der Schulbetrieb während der Gesamtsanierung aufrechterhalten werden. Doch dazu bedarf es einer logistischen Meisterleistung. Und er gibt zu, dass es in den nächsten Jahren immer wieder zu Einschränkungen kommen kann. «Ich bin aber sicher, dass sowohl die Lehrer- als auch die Schülerschaft die Umbauzeit gut überstehen wird.»

Verläuft alles wie geplant, werden die Bagger bereits im Oktober auffahren. «Bis 2021 wollen wir mit allen Arbeiten fertig sein», sagt Lothar Bandel, Vorsitzender der Baukommission. In der ersten Bauphase wird der ganze Trakt entlang der Lindenstrasse zurückgebaut – inklusive der Wohnung des Abwartes. Dort entsteht dann ein dreistöckiger Neubau. In das neue Gebäude werden eine Aula und mehrere Klassenzimmer integriert. Zudem werden in dieser Zeit die beiden Container aufgestellt und der Technikraum für das Hallenbad wird gebaut. «Wir haben uns entschieden, das Hallenbad zu erhalten», sagt Honegger. Bei der Planung habe sich gezeigt, dass die Turnhalle nicht für die Abdeckung des Turnunterrichts genügen würde. Zudem würden auch viele Vereine in der Umgebung das Becken nutzen.

In der zweiten und vierten Bauphase wird der Trakt entlang der Brauerstrasse saniert. Während der dritten Bauphase sind die Turnhalle sowie der Hart- und Rasenplatz an der Reihe.

Neue Stühle und Tische

Zu den Sanierungsarbeiten gehören neue Fassadendämmungen, Erdbebenertüchtigungen, eine Auffrischung des Innenhofes, neue Fenster, energetische Massnahmen und die Anschaffung von neuem Schulmobiliar. Am wichtigsten ist für Stadler, dass die gemischte Flade mit den baulichen Veränderungen moderne Schulzimmer bieten kann. Zudem könnten die Zimmer mit dem Siegerprojekt «Balbulus I» sinnvoll angeordnet werden. So sei das Schulhaus bereit für die neuen Herausforderungen.

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