Das Jungkult-Festival macht die St.Galler Innenstadt zum Broadway

Das Jungkult-Festival bietet jungen Künstlern aus der Region eine Plattform. Tänzer, Sänger, Sprayer und sonstige Entertainer erobern für einen Tag die Marktgasse.

Miguel Lo Bartolo
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Am Jungkult-Festival treten junge Tänzerinnen und Tänzer mit ihren eigenen Choreografien auf. (Bild: PD)

Am Jungkult-Festival treten junge Tänzerinnen und Tänzer mit ihren eigenen Choreografien auf. (Bild: PD)

Freestyle, Breakdance und Graffiti – die einstigen Pfeiler der Hip-Hop-Kultur haben im Musikgenre an Relevanz verloren. Beim Jungkult-Festival sind diese Kunstformen aber seit Jahren fester Bestandteil des Programms. Dieser Samstag wird keine Ausnahme sein. Ab 10 Uhr kann das Event in der St.Galler Innenstadt besucht werden.

Mit akrobatischen Tanzeinlagen, humorvollen Wortspielen am Mikrofon und aufwendigen Strassenmalereien begeistern die Künstlerinnen und Künstler ein überraschend durchmischtes Publikum. Das Breakdance-Battle gilt laut Vera Heinzelmann, Medienverantwortliche des Jungkult-Vereins, erfahrungsgemäss als Höhepunkt.

Das Festival profitiere aber vor allem von einer ungewöhnlichen Konstellation von verschiedenen Kunstrichtungen. Ausserdem würde eine gute Mischung aus unerfahrenen und routinierten Künstlern auftreten.

Zu letzteren gehört auch der erst zehnjährige Nevio, der bereits bei «The Voice Kids» in Deutschland teilgenommen hat. Damit ist der junge Unterhaltungskünstler erfahrungsmässig vielen älteren Mitstreitern einen Schritt voraus.

«Damit das Festival über die Jahre interessant bleibt, braucht man natürlich immer wieder aussergewöhnliche Darbietungen»

Künstler werden mit Erfahrung entlöhnt

Den Künstlern geht es in erster Linie darum, Bühnenerfahrungen zu sammeln. Die meisten verdienen nichts. «Mit unserem Festival helfen wir jungen Künstlern, ihre Talente vor Publikum zur Schau zu stellen», sagt Heinzelmann. «Wir bieten ihnen eine Plattform, um Reichweite zu gewinnen.»

Gleichzeitig wolle man dem Klischee entgegenwirken, dass Jugendliche nur «rumhängen» und verträumt in den Tag hinein leben. «Wir sind während der Organisation des Festivals mit zahlreichen engagierten Jugendlichen in Kontakt gekommen», sagt Heinzelmann.

«Dem Klischee der faulen Jugend stimmen wir nicht zu.»

Organisation bereitet Umstände

Die Mitglieder des Vereins organisieren das Festival ehrenamtlich – nebst Arbeit oder Studium. «Innerhalb des Organisationskommitees gab es zuletzt viele Wechsel», sagt Heinzelmann. Das stellte die Vereinsmitglieder vor unerwartete Herausforderungen.

«Wenn es viele Mitglieder gibt, dann entstehen auch viele Ideen. Es ist nicht leicht, alle zufriedenzustellen.» Insgesamt sei man aber mit der Planung zufrieden und erwartet die Umsetzung mit Freude.

Beim diesjährigen Festival dürfen sich Besucher auf Acts aus diversen Musikrichtungen und Kunstwerke im Ausstellungszelt freuen. Die musikalische Unterhaltung sei dieses Jahr um einiges vielfältiger als im Vorjahr.