«Das ist nicht das Ende des Sandskulpturen-Festivals» – Wegen Corona fällt die Rorschacher Veranstaltung ins Wasser

Vom 10. bis 17. August hätten sich wie jedes Jahr die besten Sandkünstler in Rorschach gemessen. Dieses Jahr kann das beliebte Festival nicht stattfinden.

Rudolf Hirtl/Jolanda Riedener
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Kein Grund, den Kopf in den Sand zu stecken: Man werde das Festival 2021 mit noch mehr Elan angehen, sagt Veranstalter Urs Koller.

Kein Grund, den Kopf in den Sand zu stecken: Man werde das Festival 2021 mit noch mehr Elan angehen, sagt Veranstalter Urs Koller.

Bild: Hanspeter Schiess
Der Rorschacher Urs Koller hat das Sandskulpturen-Festival vor über 20 Jahren ins Leben gerufen.

Der Rorschacher Urs Koller hat das Sandskulpturen-Festival vor über 20 Jahren ins Leben gerufen.

Bild: Rudolf Hirtl

Das 21. internationale Sandskulpturen-Festival in Rorschach findet nicht statt. Von 10. bis 17. August hätten 20 der weltbesten Carver (Sandkünstler) auf der Arionwiese ihre Kunstwerke erstellen sollen. Daraus wird nun leider nichts, wie Urs Koller auf Anfrage bestätigt. Der Festivalinitiant sagt:

«Ich habe lange mit mir gerungen, ehe ich mich für die Absage entschieden habe.»
Eine Künstlerin bewässert ihre Skulptur «Erinnerungen an den letzten 100% organischen Menschen». (Bild: Sheila Eggmann)
20 Bilder
(Bild: Sheila Eggmann)
Skulptur «Wo bist du, Zukunft» am Freitagnachmittag. (Bild: Sheila Eggmann)
Skulptur «Ein Abschied von den Waffen» am Freitagnachmittag. (Bild: Sheila Eggmann)
(Bild: Sheila Eggmann)
(Bild: Sheila Eggmann)
Künstlerin beim Feinschliff am Freitagnachmittag. (Bild: Sheila Eggmann)
Skulptur «Turn a page» am Freitagnachmittag. (Bild: Sheila Eggmann)
Besucher vor der Skulptur «Need a hand?». (Bild: Sheila Eggmann)
Künstler arbeitet an der Skupltur «Nichts sehen, nichts hören, nichts sagen». (Bild: Sheila Eggmann)
(Bild: Sheila Eggmann)
Die Skulpturen nehmen langsam Form an. (Bild: Sheila Eggmann)
Am Wochenende starteten die Arbeiten an den Sandskulpturen in Rorschach. (Bild: Tino Dietsche)
Entlang der Seepromenade befinden sich die Sandplätze, aus denen Künstler aus aller Welt in diesen Tagen Skulpturen schaffen. (Bild: Tino Dietsche)
«Werden wir Helden sein in der Welt von Morgen?» lautet das Motto des diesjährigen Festivals. (Sheila Eggmann)
Manche Werke sind schon deutlich zu erkennen. (Bild: Sheila Eggmann)
Sandkünstler arbeiten rund um die Uhr an ihren Werken. (Bild: Sheila Eggmann)
Präzisionsarbeit im feuchten Sand. (Bild: Sheila Eggmann)
Am 21. Sandskulpturen-Festival nehmen einmal mehr Teams aus verschiedenen Ländern teil. (Bild: Sheila Eggmann)
Auch Kinder können sich im Sand austoben. (Bild: Sheila Eggmann)

Eine Künstlerin bewässert ihre Skulptur «Erinnerungen an den letzten 100% organischen Menschen». (Bild: Sheila Eggmann)

Grenzen sind es denn auch, die mit zur Entscheidung beigetragen haben. Koller begründet seine Entscheidung so:

«Die zehn Künstlerpaare kommen alle aus dem Ausland. Ob sie im August in die Schweiz einreisen dürfen, ist mehr als ungewiss. Ausserdem haben wir zu Beginn des Festivals jeweils sehr viele Besucher auf dem Platz. Daher kämen wir auch in Konflikt mit der 1000-Personen-Limitierung.»

Zudem sei die momentane Situation auch für die langjährigen Sponsoren sehr schwierig. Die Absage bedeutet nicht das Ende des weit über die Grenzen hinaus bekannten Festivals. «Im Gegenteil, wir werden im nächsten Jahr mit umso mehr Elan wiederkommen.»

Die Parkplätze an der Rorschacher Uferpromenade bleiben noch ein letztes Mal zu

Derweil will die Stadt Rorschach im Zuge der Lockerungen der Coronamassnahmen ihre Parkplätze am See wieder öffnen. Laut Stadtpräsident Röbi Raths sind die öffentlichen Parkplätze kommendes Wochenende nochmals gesperrt. Danach ergebe es zusammen mit den Massnahmen des Bundes Sinn, sie für die Bevölkerung wieder zugänglich zu machen. Definitiv entscheidet der Stadtrat kommende Woche.

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