«Das ist eine Schweinerei»: Vandalen zerstören die gesamte Weihnachtsbeleuchtung in der St.Galler Goliathgasse

Kaum hat die Gassengesellschaft Altstadt-Nordwest ihre Weihnachtsbeleuchtung aufgehängt, wurde sie schon wieder zerstört. Unbekannte haben bei fast allen Lampen die Kabel mit einem Messer zerschnitten. 

Christoph Renn
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Mit einem Messer haben die Täter die Kabel durchgeschnitten. (Bilder: PD)

Mit einem Messer haben die Täter die Kabel durchgeschnitten. (Bilder: PD)

Die Temperaturen sinken, die Bäcker verkaufen Weihnachtsguetzli: Die Weihnachtszeit steht vor der Tür. Seit Jahren leistet auch die Gassengessellschaft Altstadt-Nordwest mit ihrer Beleuchtung in der Goliath- und der Katharinengasse einen Beitrag zur weihnachtlichen Stimmung in der Stadt. Am Mittwochabend haben zwei Helferinnen planmässig die letzten Lampen aufgehängt. Doch am Donnerstagmorgen folgte der Schock. Uwe Albers, Präsident der Nordwest-Gassengesellschaft, sagt: 

«Vandalen haben bei fast allen Lampen die Kabel mit einem Messer abgeschnitten.»

Die Weihnachtsbeleuchtung, welche die Gassengesellschaft zusammen mit dem Quartierverein St.Mangen finanziert, ist komplett zerstört. Uwe Albers sagt:

«Das ist eine Schweinerei und sehr ärgerlich.»

Und es gebe auch einen finanziellen Schaden von über 1200 Franken. Denn nun müssten sie eine komplett neue Beleuchtung beschaffen. Flicken könnten sie die Lampen nicht. «Wir hoffen, dass wir in der kommenden Woche die neuen Lampen montieren können.»

Die Täter sind gezielt vorgegangen

Die Täter gingen bei ihrer Zerstörungstour gezielt vor. Albers sagt:

«Alle Lampen, die im Sichtfeld der Kameras beim Marktplatz oder den Geschäften sind, blieben verschont.»

So sei die Weihnachtsbeleuchtung an allen sechs Bäumen in der Goliathgasse zerstört worden, jene vor dem Orange Kebab und jene vor dem Café Gschwend.

Die unbekannten Täter hätten sich also vorbereitet. «Das ist klare Sachbeschädigung.» Schon in anderen Jahren seien einzelne Lampen heruntergerissen worden. «Das haben wir akzeptiert, doch die Zerstörung in diesem Ausmass ist unhaltbar», sagt Albers. Deshalb habe er keine Sekunde gezögert und die Polizei umgehend informiert. Diese hätte kurze Zeit später die Spurensicherung vorbei geschickt.

Anzeige wird Albers nicht einreichen. «Dies würde nur zu administrativer Arbeit führen», begründet er. Sowieso schätzt er die Chance gering ein, dass die Täter gefasst werden. «Auf den Kamerabildern sieht man in der Nacht leider nicht viel.»