Gossau
Das Haus der Kultur wird konkreter: Stadtrat beantwortet Vorstoss von CVP-Stadtparlamentarier Martin Pfister

Schon lange wird darüber geredet, nun scheint es bald umgesetzt zu werden: das Haus der Kultur in Gossau. Das Stadtparlament soll im Jahr 2022 darüber entscheiden können, wie aus einer Antwort auf eine Einfache Anfrage hervorgeht.

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Das Haus der Kultur soll im Gymnasium Friedberg entstehen.

Das Haus der Kultur soll im Gymnasium Friedberg entstehen.

Bild: Hanspeter Schiess

Bereits seit Jahren ist in Gossau ein Haus der Kultur in Planung. Dieses soll ein langjähriges Problem lösen: Den Musikvereinen fehlt die Infrastruktur für Proben und Anlässe. Im Mai 2018 entschied der Stadtrat, dass das Haus der Kultur auf dem Areal des Gymnasiums Friedberg entstehen soll. Anfang 2019 teilte Daniel Lehmann, Präsident des Stiftungsrats des Gymnasiums, mit, dass man bald mit dem Vorprojekt beginnen werde.

Martin Pfister, Gossauer Stadtparlamentarier (CVP).

Martin Pfister, Gossauer Stadtparlamentarier (CVP).

Bild: PD

Seither hat man nicht mehr viel darüber gehört. Darum hat CVP-Stadtparlamentarier Martin Pfister im April eine Einfache Anfrage dazu eingereicht. Darin erkundigte er sich über den aktuellen Stand. Pfister schrieb schon 2018 einen Vorstoss dazu. Nun wolle er in einigen Punkten nachhaken, so der Politiker. Seit zwei Jahren sei es ruhig um das Geschäft. Das Platzproblem der Vereine bestehe indes nach wie vor.

Stadtrat entscheidet nach den Sommerferien

Mittlerweile liegt die Antwort des Stadtrates vor. In Zusammenarbeit mit dem Gymnasium Friedberg werde momentan das Konzept für das Haus der Kultur erarbeitet, schreibt er darin. Dieses solle dem Stadtrat nach den Sommerferien 2021 zur Entscheidung vorliegen. Auf die Frage, ob die IG Kultur und das Projektteam «Haus der Musik» in die Planungsarbeiten einbezogen wurden, antwortet der Stadtrat mit einem Ja.

Die Fachstelle «Sport Kultur Freizeit» habe nach der Übernahme des Projekts 2019 mit einer Umfrage bei allen kulturellen und gesellschaftlichen Vereinen den Raumbedarf ermittelt. Daraus hätten sich zwei hauptsächliche Handlungsfelder ergeben: fehlende Probe- und Lagerräume für Musikvereine sowie fehlende Räume für Kleinkultur und Kleintheater sowie Events. Die IG Kultur und sieben weitere Vereinsvertretungen haben von April bis Juni 2020 in Workshops mit der Fachstelle «Sport Kultur Freizeit» die Bedarfsanforderungen erarbeitet.

Das Parlament ist 2022 an der Reihe

Als Grundlage für die nächste Phase, das Vorprojekt, seien mit den Vereinen «detaillierte Raumprogramme» definiert und in einem Infrastrukturbericht mit weiteren Rahmenbedingungen zusammengefasst worden. Das Gymnasium Friedberg habe sich zu diesem Zeitpunkt strategisch neu ausgerichtet. Nach Fertigstellung des pädagogischen Konzepts hätten Ende Januar 2021 erstmals die beiden Raumprogramme Schule und Vereine übereinandergelegt und vertieft werden können, schreibt der Stadtrat weiter.

Die Planung habe aufgezeigt, dass eine gemeinsame Infrastruktur und Nutzung des Hauses der Kultur sinnvoll wären. Auf Fragen nach dem Zeitplan heisst es in der Antwort, dass der Stadtrat und der Stiftungsrat des Gymnasiums das Vorprojekt bis Ende 2021 erarbeiten und dabei auch die Kosten ermitteln wollen. Den entsprechenden Bericht und Antrag soll das Parlament in der zweiten Jahreshälfte 2022 erhalten.