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Drei Bausteine für den Modulbau: Beim Gossauer Pflegeheimprovisorium geht es vorwärts

Die Sana Fürstenland AG jongliert mit mehreren Bausteinen für das Provisorium. Der Modulbau ist ausgeschrieben.
Johannes Wey
Der Anbau auf der Nordseite der «Schwalbe» ist visiert. Bild: Ralph Ribi (10. Oktober 2019)

Der Anbau auf der Nordseite der «Schwalbe» ist visiert. Bild: Ralph Ribi (10. Oktober 2019)

Schon im nächsten Jahr will die Sana Fürstenland AG ihre beiden Pflegeheime zusammenlegen. Das altersschwache «Espel» soll aufgegeben werden und die Bewohner in einen neuen Anbau bei der «Schwalbe» ziehen.

Um diesen Zeitplan einzuhalten, wird der Bau des Provisoriums auf mehreren Schienen vorangengetrieben. Im Hinblick auf die Novembersitzung des Stadtparlaments befasst sich eine vorberatende Kommission mit dem nötigen finanziellen Beitrag. Derweil wurde diese Woche das Baugesuch für das Provisorium eingereicht. Und noch bis am 7. November läuft die Ausschreibung für den Modulbau, mit dem die «Schwalbe» erweitert werden soll.

50 Meter langer Anbau auf der Nordseite

Kathrin Hilber, Verwaltungsratspräsidentin der Sana Fürstenland AG, hofft, dass das Baubewilligungsverfahren und der politische Prozess ungefähr gleichzeitig abgeschlossen werden können. Sprich: Dass es keine Einsprachen gibt, das Parlament den Beitrag von drei Millionen Franken absegnet und kein Referendum ergriffen wird.

Im Baugesuch ist ein gut 50 Meter langer Anbau auf der Nordseite des Pflegeheims Schwalbe vorgesehen. Die Breite wird rund 10 Meter betragen. Das Provisorium soll 37 Einzelzimmern Platz bieten – mit eigener Nasszelle, was die Sana Fürstenland AG heute nur vereinzelt anbieten kann.

Die Gestaltung steht erst mit dem Anbieter fest

Wie das Provisorium letztlich genau aussehen soll, kann Bernhard Flühler noch nicht sagen. Der Architekt soll dereinst den definitiven Neubau auf dem Andreasareal realisieren, nun hat er auch die Grundlagen für das Provisorium ausgearbeitet. Die wichtigsten Rahmenbedingungen für die öffentliche Ausschreibung seien baurechtlicher Natur: energetische Vorschriften und Brandschutz beispielsweise, aber auch Vorschriften des Amtes für Soziales. Viele Details würden hingegen den Anbietern überlassen, da sie alle ihre eigenen Modulsysteme hätten. Die Interessenten seien bestimmt bereits dabei, ihre Angebote durchzurechnen.

Flühler legt Wert auf die Feststellung, dass Wohnmodule und keine Container beschafft werden sollen. «Das Provisorium wird ein vollwertiger Wohnbau.» Er rechnet mit einer rund dreimonatigen Bauzeit für die Module und rund zwei Monaten für die Vorbereitungsarbeiten. Abgesehen vom Mauerdurchbruch zum bestehenden Gebäude sei mit einer geringen Lärmbelastung für die Bewohnerinnen und Bewohner der «Schwalbe» zu rechnen.

Das nächste Provisorium von Blumer-Lehmann?

Für den Erweiterungsbau müssten laut Flühler nebst den Modulen ein Fundament und eine Stahlkonstruktion sowie eine Fassade und ein Dach erstellt werden. Ein Rückkauf der Module ist in der Ausschreibung ebenfalls vorgesehen. Sie müssen aber für mindestens sieben Jahre zur Verfügung stehen.

Laut Kathrin Hilber gibt es für solche Module nur eine Handvoll Anbieterinnen. Eine davon, die Blumer-Lehmann AG, kommt aus Gossau. Sie hat etwa den Lattichbau auf dem St.Galler Güterbahnhofareal realisiert und baut nun das Provisorium für das Theater St.Gallen.

«Ich hoffe natürlich, auch Blumer-Lehmann hat Interesse», sagt Hilber. Das Holzbauunternehmen wollte dazu mit Verweis auf die laufende Ausschreibung keine Stellung nehmen.

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