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Das Gossauer Altersheim «Abendruh» braucht mehr Platz

Für einen Neubau des Altersheims ist ein Sondernutzungsplan nötig. Der Heimleiter bezieht die Anwohner mit ein - und hofft, dass es dadurch keine Einsprachen gibt.
Marion Loher
Heimbetreiber Lars Sostizzo gleist mit einem Sondernutzungsplan eine Erweiterung der «Abendruh» auf. (Bild: Michel Canonica)

Heimbetreiber Lars Sostizzo gleist mit einem Sondernutzungsplan eine Erweiterung der «Abendruh» auf. (Bild: Michel Canonica)

Das Altersheim Abendruh wird ausgebaut. Mehr Plätze wird es aber nicht in allen Abteilungen geben. «Im Betagten- und Pflegebereich gibt es keine zusätzlichen Plätze», sagt Heimleiter Lars Sostizzo. «Wir vergrössern lediglich die kleineren Zimmer und damit wir deswegen keine Zimmer verlieren, benötigen wir mehr Raum.» Das heisst: Südlich des Altbaus gibt es einen Neubau. Das bestehende Haus wird abgerissen. Die Demenzstation wird in den neuen Trakt verlegt und dadurch um fünf auf insgesamt 15 Plätze aufgestockt. «Die Nachfrage hier ist gross», sagt Sostizzo. Deshalb gibt es in dieser Abteilung neu auch eine Tages- und Nachtstruktur mit einem Raumangebot für sechs Personen. In einer zweiten Bauetappe wird auf dem Areal, in einem separaten Haus, ein Betreutes Wohnen mit neun Senioren-Wohnungen verwirklicht.

Neubau soll Aussicht der Cafeteria nicht verdecken

Der Neubau schliesst an den Speisesaal an. Er soll viergeschossig und etwas länger und tiefer werden, als es das Gesetz in dieser Zone zulässt. Darum ist ein Sondernutzungsplan nötig. «In dieser Zone wären drei Geschosse und eine Attikawohnung möglich gewesen», sagt Sostizzo. «Eine Attikawohnung bringt uns als Altersheim aber weniger als ein zusätzliches Geschoss.» Damit der Neubau nicht so wuchtig daherkomme und die Aussicht aus der Cafeteria im bestehenden Gebäude nicht verdeckt werde, habe man sich entschieden, etwas tiefer in die Erde zu bauen.

Den Sondernutzungsplan hat Sostizzos Architekt zusammen mit einem Raumplanungsbüro und der Stadt erarbeitet. Diese Woche haben sie ihn den Anwohnerinnen und Anwohnern vorgestellt. Sie können von der sogenannten Mitwirkung Gebrauch machen.

Mitwirkungsverfahren sind im Kanton St. Gallen mit dem neuen Planungs- und Baugesetz auch für Sondernutzungspläne vorgesehen. «Während der Mitwirkungsfrist können alle, unabhängig davon, ob sie unmittelbar betroffen sind oder weiter weg wohnen, ihr Anliegen in Zusammenhang mit dem Bauprojekt schriftlich einreichen», sagt Monique Trummer von der Gossauer Stadtentwicklung. Dabei handle es sich aber nicht um ein Rechtsmittel, das Verfahren sei eher vergleichbar mit einer Vernehmlassung im Gesetzgebungsprozess. Ziel dieser Mitwirkung ist es, dass Betroffene möglichst früh in den Planungsprozess eingebunden und somit weniger Rechtsmittel ergriffen werden.

Offen und aktiv ­kommunizieren

Der Leiter des Altersheims Abendruh, Lars Sostizzo, will die Anstösser mit in die Planung einbeziehen und hat den Weg des Informationsanlasses gewählt.

«Ich hoffe, dass das Projekt dadurch bei den Anwohnerinnen und Anwohnern gut ankommt und wir die erste Etappe in drei und die zweite Etappe in acht Jahren wie geplant abschliessen können.»

Sostizzo baut nicht zum ersten Mal auf seinem Grundstück an der Bedastrasse 15 und 17. Das Gebäude, das entlang der Strasse verläuft, wurde vor gut sieben Jahren erstellt. Probleme mit den Anstössern gab es damals nicht. Und wie ist sein Eindruck nach diesem Informationsanlass? «Das Projekt stiess durchwegs auf positives Echo», sagt der Heimleiter. «Die Nachbarn waren beeindruckt, wie viel Wert wir auf die Umgebung mit der schönen Gartengestaltung legen.»

In dritter Generation

Das Altersheim Abendruh wurde 1946 von Lars Sostizzos Grossmutter gegründet. 1972 übernahmen seine Eltern die Leitung, und seit 18 Jahren ist Sostizzo für die Geschäftsführung verantwortlich. Das «Abendruh» ist vom Kanton anerkannt, aber in Privatbesitz. 2011 wurde das Altersheim durch einen Neubau erweitert und bietet Platz für 61 betagte und pflegebedürftige Menschen sowie zehn Demenzpatienten. Momentan kümmern sich 71 Mitarbeitende um die Bewohner.

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