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Das Fundbüro auf Facebook: Wenn Finder im Internet nach dem Besitzer suchen

Wer einen Schlüssel oder ein Portemonnaie findet, macht sich häufig selbst auf die Suche nach dem Eigentümer.
Laura Widmer
Alles ab einem Wert von etwa zwei Franken wird im Fundbüro aufbewahrt. Bild: Andrea Stalder

Alles ab einem Wert von etwa zwei Franken wird im Fundbüro aufbewahrt. Bild: Andrea Stalder

«Vermisst das jemand? Gefunden auf der Hirschstrasse», steht in einem Beitrag auf Facebook. Auf dem Foto zu sehen, ist ein Buch im Ledereinband mit Notizen auf den Seitenrändern. Es ist nicht der einzige Aufruf dieser Art. In vielen regionalen Gruppen wie «du bisch vo Gossau wenn...» teilen Mitglieder Beiträge mit Fundgegenständen. Auch für Velos am Wegrand, im Bus vergessene Plüschrobben und auf der Strasse liegende Schlüssel suchen hilfsbereite Finder im Internet nach dem Besitzer.

Häufig scheint es auch herrenlose Katzen zu geben. Das gute alte Fundbüro auf dem Polizeiposten hat offenbar für viele ausgedient.

Personen müssen sich ausweisen können

Nicht nur zur Freude der Ordnungshüter. Hanspeter Krüsi, Mediensprecher der Kantonspolizei St.Gallen, sagt: «Es ist wichtig, dass gefundene Gegenstände immer beim nächsten Polizeiposten abgegeben werden.» In Gossau gibt es einen eigenen Posten der Kantonspolizei, der auch für die Gemeinden Waldkirch und Bernhardzell und Anwil zuständig ist. Nur so könnten gefundene Gegenstände verwaltet werden und wieder an den Besitzer zurückgelangen. Was zusätzlich noch über Social Media geteilt wird, darauf hat die Polizei keinen Einfluss. Gegenstände, die in öffentlichen Verkehrsmitteln oder an Bahnhöfen gefunden werden, müssen beim Personal der Bahn oder beim Verkehrsbetrieb abgeben werden.

Sowohl die Polizeikorps als auch die SBB arbeiten mit EasyFind (siehe Kasten). Der Anbieter wurde 2014 zur Verwaltung von Verlust- und Fundmeldungen eingeführt. Die Datenbank erleichtert die ortsübergreifende Suche und verkauft auch Anhänger mit Nummern, anhand derer Gegenstände einfach ihrem Besitzer zugeordnet werden können.

Kontrolle ist in den sozialen Medien schwieriger

Beim Abholen müssen Personen nachweisen können, dass es sich um ihren Gegenstand handelt. Bei der Polizei geschieht dies beispielsweise anhand einer genauen Beschreibung, einer Quittung, der Nennung des Verlustorts und Datums oder auch anhand eines Fotos», sagt Krüsi. «Wir haben da unsere Tricks.» Diese Kontrolle könne bei einer Suche in den sozialen Medien fehlen.

Bei Fundstellen der Kantonspolizei wird fast alles aufbewahrt, auch wenn es nur einen sehr geringen Wert hat. «Man könnte sagen, sobald ein Gegenstand zwei Franken oder teurer ist», sagt Hanspeter Krüsi. Fundgegenstände verstauben jedoch nicht in einem Regal im Keller. Dinge, die vom Eigentümer nicht als vermisst gemeldet werden, bekommt der Finder. Sie dürfen laut Krüsi aber frühestens nach Ablauf von drei Monaten dem Finder abgegeben werden. Ab einem Sachwert von 50 Franken beträgt die Frist sechs Monate.

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