Handball
Das Rückspiel im Playoff-Final ist das Ende einer langen Reise für die U19 des RLZ Fürstenland

Für die U19-Handballer des RLZ Fürstenland steht am Sonntag das Auswärtsspiel des Playoff-Finals gegen GC Amicitia an. Danach löst sich die Equipe auf.

Ives Bruggmann
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Lukas Osterwalder (in Weiss) wechselt zu Pfadi Winterthur in die NLA.

Lukas Osterwalder (in Weiss) wechselt zu Pfadi Winterthur in die NLA.

Bild: Roland Peyer

Im letzten Spiel überhaupt bietet sich dem Regionalen Leistungszentrum (RLZ) Fürstenland die Möglichkeit auf den ganz grossen Erfolg: die Meisterschaft in der höchsten Juniorenkategorie. Es wäre die Krönung einer sechs Jahre andauernden Aufbauarbeit. Grosse Teile des Teams spielen seither zusammen. Nach der nicht zwingenden 22:23-Heimniederlage im Final-Hinspiel ist der Coup für die Fürstenländer weiterhin möglich.

Doch wie auch immer die Partie ausgeht, die Mannschaft wird nie mehr in dieser Konstellation antreten. Das ist das Los des letzten Jahrgangs bei den Junioren. Es steht der Übertritt in den Erwachsenenhandball an. Und auch in dieser Hinsicht kann das RLZ Fürstenland zahlreiche Erfolge vermelden.

Osterwalder wechselt direkt in die NLA

Lukas Osterwalder schafft es als einziger direkt in die höchste Liga. Der Linkshänder wechselt zu Pfadi Winterthur. Der linke Flügelspieler Andrin Schneider, der bereits in dieser Saison regelmässig in der NLB für Fortitudo zum Einsatz gelangte, wird in der kommenden Saison als Nummer eins auf seiner Position in die Spielzeit starten. Des Weiteren wird das Kader der ersten Mannschaft Fortitudos mit sechs Junioren aus dem RLZ ergänzt. Deren vier wechseln in die 1. Liga zu Fortitudos zweiter Mannschaft. Dort übernimmt der jetzige U19-Trainer Raphael Kramer die Verantwortung, zudem kümmert er sich um die Leitung der Nachwuchsabteilung. Der jüngere Jahrgang verbleibt in der U19-Elite. Nur zwei Talente des RLZ Fürstenland hören mit dem Leistungssport ganz auf.

Am Sonntag kommen also die Talente aus Appenzell, Wil, Flawil, Herisau und Gossau noch ein letztes Mal für die U19 des RLZ Fürstenland zusammen. Gewinnt die Equipe mit zwei Toren Unterschied, ist sie Schweizer Meister. Der erste Jahrgang, der das RLZ komplett durchlaufen hat, wird aber ohnehin unvergessen bleiben. Denn er hat den Beweis erbracht, dass vereinsübergreifende Talentförderung in der Ostschweiz funktioniert.