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Das Altersheim Espel in Gossau
ist am Ende

Die Heime Schwalbe und Espel sollen zusammengelegt werden. Dadurch können zwölf Stellen eingespart werden.
Johannes Wey
Kathrin Hilber, Präsidentin der Sana Fürstenland, zeigt eines der nicht mehr zeitgemässen Zimmer im «Espel». (Bild: Johannes Wey)

Kathrin Hilber, Präsidentin der Sana Fürstenland, zeigt eines der nicht mehr zeitgemässen Zimmer im «Espel». (Bild: Johannes Wey)

Nun ist die Katze aus dem Sack: Die Sana Fürstenland AG will das Altersheim Espel aufgeben und die Bewohnerinnen und Bewohner in einem Provisorium unterbringen. Dieses soll ans Betagtenzentrum Schwalbe angebaut werden. Die Stadt Gossau soll dafür einen Beitrag in der Höhe von 3 Millionen Franken sprechen, eine Million bringt die AG selber auf. Dafür wurde im Stadtparlament gestern eine vorberatende Kommission eingesetzt, kurz nachdem die Medien informiert worden waren. Zuvor konnte über das Geschäft, das die Kommission beraten soll, nur gerätselt werden («Tagblatt» vom 29. August).

Die Geheimniskrämerei sollte eine koordinierte Information ermöglichen. Mitarbeiterinnen, Bewohner, Stadtparlamentarierinnen und Schwalbe-Nachbarn – sie alle sollten ungefähr gleichzeitig einbezogen werden.

Rekurs setzte Druck auf

Der Entscheid, die beiden Heime provisorisch zusammenzulegen, sei mit dem erneuten Rekurs gegen einen zentralen Neubau auf dem Andreasareal gefallen. «So können wir nicht weitermachen», sagte die Gossauer Sozialvorsteherin Helen Alder Frey. Das wäre auch für Kathrin Hilber, Verwaltungsratspräsidentin der Sana Fürstenland AG, nicht in Frage gekommen. «Ursprünglich hatten wir vor, uns bis zum Bezug des Neubaus am Standort Espel ‹durchzubeissen›.» Mit dem Rekurs habe sich nun aber gezeigt, dass das nicht möglich sei. Denn im Espel sei der Betrieb noch maximal drei bis fünf Jahre aufrechtzuerhalten. Doch bis zum Bezug des Neubaus würden im allerbesten Fall – wenn der Rekurs zurückgezogen würde – noch fünf Jahre verstreichen.

Jährlich eine Million einsparen

An der Schwalbe sollen 37 Einzelzimmer-Module mit eigener Nasszelle angebaut werden. Eine Million Franken soll die Installation kosten, drei Millionen Franken die Module. Einen Teil davon verspricht man sich bei einem späteren Wiederverkauf zurückzuholen.

Der Stadtrat will das Provisorium mitfinanzieren, weil man als Vermieterin des Espels für zumutbare Räume verantwortlich sei, sagte Helen Alder. Zwei der drei Millionen gehörten ursprünglich ohnehin zum Eigenkapital der Sana Fürstenland AG, wie Stadtpräsident Wolfgang Giella erklärte: Nach der Überführung des Altersheimbetriebs in die Sana Fürstenland sei dieses Kapital in Form von Grundstück und Gebäude dem Stadthaushalt einverleibt worden. Investitionen, um den Betrieb im Espel noch länger aufrechtzuerhalten, hätten keinen Sinn: Sie würden sich innert der verbleibenden Zeit nicht rechnen und die grundsätzlichen Infrastrukturprobleme nicht lösen.

Mit der Zusammenlegung lässt sich jährlich rund eine Million Franken einsparen, erwartet man bei der Sana Fürstenland. Küche und Wäscherei müssten nur noch einmal geführt werden. Hilber rechnet mit dem Wegfall von zwölf Stellen:

«Das Personal in der Schwalbe hat bei der Information applaudiert. Im Espel war es natürlich betroffen.»

Unter dem Strich verspricht sie sich von den 37 Provisoriumszimmern aber, dass die Sana Fürstenland sowohl für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter als auch für Bewohnerinnen und Bewohner attraktiver wird.

Informationsanlass: Di, 10. September, 19 Uhr, Andreaszentrum.

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