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Das Abwasser in Gossau kostet bald weniger

Gossau reduziert die Abwassergebühren. Ein finanzielles Polster macht dies möglich.
Rossella Blattmann
Händewaschen wird in Gossau ab 2020 günstiger. (Bild: Keystone)

Händewaschen wird in Gossau ab 2020 günstiger. (Bild: Keystone)

Die Gossauer dürfen sich freuen. Ab Januar 2020 müssen sie für die Abwassergebühren weniger tief in die Tasche greifen, wie die Stadt Gossau mitteilt. Die Mengengebühr sinkt von 1.80 Franken neu auf 1 Franken pro Kubikmeter Frischwasserbezug. 1000 Liter Wasser kosten in Gossau im kommenden Jahr also fast die Hälfte weniger. Bei einem Durchschnittsverbrauch von 50 Liter Trinkwasser pro Person pro Tag in Gossau heisst das: Der Durchschnittsbürger spart rund 15 Franken im Jahr.

In der Stadtkasse entsteht kein Loch

Zudem senkt der Stadtrat die Abwasser-Grundgebühr um durchschnittlich 40 Prozent. Durch diese Reduktionen wird die Stadt jährlich zwei Millionen Franken weniger einnehmen. «Doch aufgrund eines finanziellen Polsters entsteht kein Loch in der Stadtkasse», sagt Gaby Krapf, FDP-Stadträtin und Vorsteherin des Baudepartements.

Die Stadt Gossau reinigt ihr Abwasser in drei Kläranlagen: in der Abwasserreinigungsanlage (ARA) Oberglatt das Abwasser aus dem Stadtgebiet Gossau, in der ARA Au in St.Gallen die Abwässer aus dem Gossauer Osten, und das Abwasser aus Arnegg in der ARA Niederbüren. Die Stadt finanziert Betrieb und Unterhalt der drei Anlagen mit Gebühren. Sie sind abhängig vom Frischwasserverbrauch und der Grundstücksfläche. «Mit den Jahren sind dadurch Reserven in der Höhe von 19 Millionen Franken entstanden», sagt Krapf. «Die Reserven sind entstanden, als noch unklar war, wie viel der Stadtrat in den Unterhalt und den Ausbau der einzelnen Anlagen zur Eliminierung der Mikroverunreinigungen investieren muss.»

Reserven sollen abgebaut werden

Mittlerweile hat sich die Situation geklärt. «Darum hat der Stadtrat beschlossen, die Abwassergebühren erstmals seit zehn Jahren anzupassen», sagt Krapf. Nun gelte es, die 19 Millionen Franken Reserve auf ein vertretbares Niveau zu reduzieren. Es sei möglich, dass der Stadtrat die Abwassergebühren in fünf bis zehn Jahren nochmals senke oder erhöhe, sagt Krapf. Ob und wann dieses Szenario eintrifft, bleibe noch unklar.

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