CVP-Parlamentarier fände Abbruch des Altersheimes Espel in Gossau am sinnvollsten

Im Herbst zügeln die Bewohnerinnen und Bewohner des Altersheimes Espel ins Schwalbe-Provisorium. CVP-Stadtparlamentarier Elmar Hardegger will wissen, wie es danach mit dem Espel weitergeht. Er hat eine Einfache Anfrage eingereicht.

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Das Altersheim Espel ist nur noch bis diesen Herbst bewohnt.

Das Altersheim Espel ist nur noch bis diesen Herbst bewohnt.

Bild: Ralph Ribi (3. Februar 2020)

(woo) Ende Mai haben die Bauarbeiten beim Gossauer Betagtenzentrum Schwalbe begonnen. Wenn alles klappt, sollen die Bewohnerinnen und Bewohner des Altersheims Espel bis Ende November in das neue Schwalbe-Provisorium zügeln. Dann sind die Tage des Espels gezählt, die Sana Fürstenland AG wird die städtische Liegenschaft nicht mehr nutzen.

Elmar Hardegger, CVP-Stadtparlamentarier Gossau.

Elmar Hardegger, CVP-Stadtparlamentarier Gossau.

PD

Doch wie geht es weiter mit dem Espel? Dies fragt sich auch Elmar Hardegger. Der CVP-Stadtparlamentarier hat dazu eine Einfache Anfrage eingereicht.

Fläche wieder als Kulturland nutzen

Der Baurechtsvertrag ende erst 2023, schreibt Elmar Hardegger. Das Gebäude sei in einem «desolaten Zustand» und habe das Ende der Lebensdauer erreicht. Eine neue Nutzung ohne grosse Investitionen scheine unmöglich. Der Gossauer Stadtrat habe bereits in der Parlamentsvorlage für die Übergangslösung Schwalbe eine Renovation des Gebäudes aufgrund der unverhältnismässig hohen Kosten verworfen, schreibt Hardegger weiter.

Zudem liege das Gebäude in der Landwirtschaftszone. Sofern das Gebäude nicht mehr als Altersheim genutzt werde, sei eine Zweckänderung aus baurechtlichen Gründen kaum realisierbar. Die Frage der Zonenkonformität dürfte sich laut Hardegger bereits bei einem Baugesuch für eine grössere Sanierung stellen.

Das Espel stehe zusammen mit weiteren Gebäuden auf einer Parzelle und könne nicht als einzelnes Gebäude verkauft werden, heisst es weiter. Der Gebäudewert sei abgeschrieben, der monetäre Landwert «völlig unbedeutend». Hardegger schreibt:

«Am sinnvollsten wäre wohl, einen raschen Abbruch vorzusehen und die Fläche wieder als Kulturland zu nutzen.»

Welche Pläne verfolgt der Stadtrat?

Er bittet den Gossauer Stadtrat in seinem Vorstoss, ihm einige Fragen zum weiteren Vorgehen zu beantworten. Der CVPler will wissen, ob die Sana Fürstenland AG vor Ablauf des Baurechts im 2023 aus dem Vertrag aussteigen könne, beziehungsweise bis wann sie noch Baurechtszinsen bezahlen müsse.

Weiter will Hardegger erfahren, welche Pläne der Stadtrat mit dem leer stehenden Gebäude verfolge und ob eine andere Nutzung aus baurechtlichen Überlegungen überhaupt möglich sei.

Ebenfalls wissen will er, ob die Variante Abbruch bereits in Erwägung gezogen wurde und wie lange der Stadtrat für einen Entscheid über das weitere Vorgehen benötige.

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