CVP-Kandidat Cyrill Signer will in den Andwiler Gemeinderat, damit die politische Mitte im Dorf auch in Zukunft stark ist

Cyrill Signer kandidiert für den Andwiler Gemeinderat. Der CVP-Politiker will sich dafür einsetzen, dass der Lebensraum erhalten bleibt.

Michel Burtscher
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Cyrill Signer ist in Arnegg und Andwil aufgewachsen.

Cyrill Signer ist in Arnegg und Andwil aufgewachsen.

Michel Burtscher

Er wolle in Andwil etwas bewirken, sagt Cyrill Signer. Darum kandidiert der 39-Jährige bei den Gesamterneuerungswahlen vom 27. September für den Gemeinderat. Signer will Nachfolger werden von Werner Ledergerber (CVP), der nicht mehr antritt und mit dem er früher auf dem Fussballplatz gestanden ist.

Auch Signer ist Mitglied der CVP, aber erst seit kurzem. Vor weniger als einem Jahr sei er beigetreten, sagt er. Trotzdem ist er bereits in der Parteileitung, verantwortlich für das Ressort Social Media. Auf die Frage nach dem Grund für den Parteieintritt antwortet Signer, er habe das Gedankengut der Partei schon immer geteilt. Und er ergänzt:

«Es braucht in Andwil auch in Zukunft eine starke Mitte.»

Im fünfköpfigen Andwiler Gemeinderat sitzen derzeit drei SVP-Vertreter, eine FDP-Vertreterin und ein CVP-Vertreter. Es ist noch nicht lange her, da hatte die CVP noch zwei. Doch dann wurde SVP-Kandidatin Irene Räss als Nachfolgerin der zurückgetretenen CVP-Gemeinderätin Yvonne Staub gewählt.

Signer ist zufrieden mit der Arbeit des Gemeinderates

Diesmal ist die Ausgangslage eine andere: Signer ist der einzige Kandidat für den frei werdenden Sitz in der Exekutive, alle anderen Mitglieder treten wieder an. Die Arbeit der bisherigen Gemeinderäte beurteilt Signer positiv. «Sie machen einen guten Job, der Bevölkerung geht es gut», sagt er. Welche Aufgaben oder Ressorts er übernehmen würde, ist noch unklar. Er sei offen für alles.

Das Dorfleben in Andwil sei gut, findet Cyrill Signer.

Das Dorfleben in Andwil sei gut, findet Cyrill Signer.

Benjamin Manser

Signer betont jedoch, er wolle seine Stärken – beispielsweise das Bauwissen – einbringen. Aufgewachsen ist Signer in Arnegg, in die Primarschule ging er in Andwil. Als er 16 Jahre alt war, zogen seine Eltern nach Andwil, später wohnte er in Gossau, Herisau, dann wieder in Arnegg. Er machte eine Lehre als Elektromonteur, hat sich weitergebildet zum Projektleiter und eidgenössisch diplomierten Elektroinstallateur. Führungserfahrung habe er als Offizier in der Schweizer Armee gesammelt, er war ursprünglich bei der Panzerjägerinfanterie.

Nicht nur eine Legislatur geplant

Seit 2017 wohnt Signer wieder in Andwil, im ehemaligen Haus seiner Eltern, zusammen mit seiner Frau und dem vierjährigen Sohn. Warum ist er zurückgekommen? Er sagt:

«Weil die Lebensqualität in Andwil hoch ist und wir ein gutes Dorfleben haben.»

Man sei zwar in der Natur, aber gleichzeitig zentral und auch schnell in der Stadt St. Gallen. Zudem wollte er, dass sein Sohn wie er «in einem kleinen Dorf in behüteter Umgebung» aufwachse.

Wichtig sei ihm, die Lebensqualität und die Natur in Andwil zu erhalten, dafür wolle er sich einsetzen. «Wir brauchen einen Ort, wo wir uns erholen und abschalten können. Dafür benötigen wir einen Lebensraum, der uns dies ermöglicht.» Andwil biete das. Damit dies so beibehalten werden könne, solle auch die Bevölkerung, insbesondere die Familien, aber auch das örtliche Gewerbe in die Entscheidungen einbezogen werden.

Das Amt brauche Zeit, das sei ihm klar. «Doch diese nehme ich mir auch.» Und wie lange will er es machen? Es sei nicht sein Ziel, nur eine Legislatur im Gemeinderat zu sitzen.