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«Es wäre fatal, wenn der falsche Reiter zur falschen Zeit starten würde»: Kim Suter ist am CSIO St.Gallen für die Reitprofis zuständig

Für Kim Suter stehen die spannendsten Tage des Jahres an: Sie und ihr Team sind am CSIO St.Gallen dafür verantwortlich, dass die Reiterinnen und Reiter pünktlich in der Arena sind.
Christoph Renn
Kim Suter mit ihrer ungarischen Schimmelstute Dajka. (Bild: Urs Bucher (23. Mai 2019))

Kim Suter mit ihrer ungarischen Schimmelstute Dajka. (Bild: Urs Bucher (23. Mai 2019))

Fünfmal pro Woche fährt Kim Suter von St.Gallen nach Jonschwil. Dort hat sie ihre 17-jährige Schimmelstute eingestallt. «Ich reite seit zwölf Jahren», sagt die 23-Jährige. Trotzdem nimmt sie zweimal in der Woche noch Reitstunden. Nicht nur, um ihr Können zu verbessern. «Auch das Pferd lernt immer mehr dazu und es fördert das Zusammenwachsen zwischen Pferd und Reiter enorm, natürlich ist aber ein abwechslungsreiches Programm genauso wichtig.» Trotz des riesigen Zeitaufwandes bleibt das Reiten ein Hobby für Suter, die momentan eine Zweitausbildung zur Ergotherapeutin absolviert.

Einmal im Jahr wandelt sich Kim Suters Hobby jedoch in Profession. Am CSIO St.Gallen (siehe Zweittext) auf dem Gründenmoos ist sie für die Reitprofis zuständig. Ihr Ressort reicht von den Aufwärmplätzen bis zum offiziellen Wettkampfareal und umfasst acht Posten. «Jemand aus meinem Team muss etwa die Barriere zum richtigen Zeitpunkt öffnen, damit die Reiter zur richtigen Zeit in der Arena auflaufen», erklärt sie. Dies sei vor allem wichtig, weil der Wettkampf am Fernseher übertragen werde. «Das Wettkampfareal darf nie leer stehen.»

Und noch wichtiger: «Es wäre fatal, wenn der falsche Reiter zur falschen Zeit starten würde.» Dann wären die Anzeigen am Fernsehschirm falsch. Zudem ist Suter und ihr Team an der Siegerehrung dafür verantwortlich, dass die Pferde und Reiter den Rängen entsprechend mit Decken und Flots ausgerüstet werden und dass sie möglichst schnell im Anschluss an die Prüfung bereit sind.

Seit fünf Jahren als Helferin am CSIO

In diesem Jahr leitet Suter zum vierten Mal ihr Ressort am CSIO. 2014 half sie das erste Mal mit. Als Ressortleiterin ist ihre Verantwortung gestiegen. Zeit für das Sammeln von Unterschriften der Stars der Reitszene bleibe keine mehr. In den nächsten Tagen rennt sie wieder mit einer Liste in der Hand zwischen Pferden und Reitern herum. «Allen Teilnehmerpferden ist eine Kopfnummer zugeteilt.» Diese würden sie während der vier Tage behalten. «Das ist dann wichtig, wenn ein Reiter kurzfristig sein Pferd wechselt.» Dann müsse sie bei der Jury nachfragen, ob der Reiter den Pferdewechsel ordnungsgemäss angemeldet habe.

Kompliziert wird es bei regnerischem Wetter. «Dann sagen immer wieder Reiter ihre Teilnahme kurzfristig ab.» Umso wichtiger sei es, dass die Reihenfolge immer stimmt. Damit der Wettkampf ohne Verzögerung stattfinden kann, muss immer ein Teilnehmer am Start sein und zwei Reiter sich bereit halten.

Den Profis auf Instagram folgen

Ein Reiteridol hat Suter nicht. Zwar folge sie einigen Profis auf Instagram, doch vor allem um zu beobachten, wie sie trainieren. «Da habe ich auch gesehen, dass die Reiter oft im Fitnessstudio sind.» Wie sich die Profireiter auf einen Wettkampf vorbereiten, ist, was Suter während des CSIO fasziniert.

«Es ist spannend zu sehen, wie schnell die Laune der Profis wechselt.»

Von höchster Konzentration zu lockerer Stimmung könne es enorm schnell gehen. Wichtig sei, dass die Reiter und vor allem ihre Pferde in der Vorbereitungszeit und auf dem Weg in die Arena nicht unnötig gestört werden. «Das wissen auch meine Helfer.» Für Selfies und Unterschriften müssen sie bis nach dem Wettkampf warten.

Kim Suter reitet an regionalen Wettkämpfen. «Dabei starte ich Prüfungen mit Hindernissen von maximal einem Meter.» Auch an der Offa habe sie schon an einem Turnier teilgenommen. Als Hobbyreiterin sei es umso spannender, die Profis am CSIO auch zwischen den Wettkämpfen zu beobachten. «Sie müssen ihre Pferde auch während der Turniertage immer weiter trainieren.» Suter freut sich jedes Jahr auf das CSIO. «Es gehört definitiv zu den schönsten Ereignissen, auch wenn es mal stressig ist», sagt sie. «Ist das CSIO ohne grosse Zwischenfälle gelaufen, überstrahlen die freudigen Momente die stressigen immer.»

Vier Tage Pferdesport auf dem Gründenmoos

Der Westen der Stadt verwandelt sich von Mittwoch bis Sonntag wieder zum Zentrum des Pferdesportes. Und in diesem Jahr erwartet die Zuschauer am CSIO St.Gallen diverse Neuheiten: So gibt es einen Youngster Cup für die Nachwuchspferde der Reitstars und beim Six-Barres-Springen können sich Pferde mit grosser Sprungkraft auszeichnen. Beim ersten Gallopi-Plausch messen sich Ostschweizer Promis in Teams. Zudem wird erstmals das Final des Les trois Rois Schweizer Cup am CSIO ausgetragen. Natürlich fehlen der bekannte Grand Prix und der grosse Nationenpreis auch in diesem Jahr nicht.
Tickets sind im Vorverkauf auf der offiziellen Website erhältlich. Zudem können Eintritte beim Haupteingang der Reitstation Gründenmoos gekauft werden. Die Stehplätze am Donnerstag und Samstag sind gratis. Für Kinder und Jugendliche bis 16 Jahre ist der Eintritt zu den Stehplätzen an allen Tagen kostenlos. (ren)

Hinweis
www.csio.ch

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