Circus Royal Vorstellungen abgesagt: «Lieber eine Absage als eine Stange an den Kopf»

Wegen heftiger Stürme musste der Circus Royal bislang drei Vorstellungen seines neuen Programmes «Wir sind Circus» absagen. Mediensprecher Nils Clemens erklärt, warum die beiden Sonntagsvorstellungen in Gossau nicht stattfanden.

Jessy Nzuki
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Nils Clemens, Mediensprecher Circus Royal. (Bild: PD)

Nils Clemens, Mediensprecher Circus Royal. (Bild: PD)

Warum konnte der Circus am Sonntag nicht spielen?

Nils Clemens: Aus Sicherheitsgründen mussten wir die Vorstellungen absagen und das Zelt abbauen. Wegen des Klimawandels werden die Stürme von Jahr zu Jahr schlimmer. Dieses Wetter ist nicht normal.

Wegen des Sturmes mussten Sie gleich das Zelt abbauen?

Das Problem ist halt: Wenn was wegfliegt, entsteht ein grosser finanzieller Schaden. Damit dem Publikum nichts geschieht, haben wir entschieden: Wir bauen lieber ab. Nach der Abendvorstellung am Samstag haben wir mit dem Abbau des Zeltes sowie den Stallungen begonnen.

Wie haben die Gossauer auf die Absage reagiert?

Sie hatten Verständnis; sie waren ja vor Ort und haben die Umstände mitbekommen. Ich glaube, es ist den Leuten auch lieber, wir sagen eine Vorstellung ab, als dass sie eine Stange an den Kopf bekommen.

Wie entscheiden Sie über Absage und Abbau?

Wir beziehen Informationen der Wetterstation am Flughafen Zürich. Meteo-Schweiz hat uns geraten, nicht zu spielen. 80 Stundenkilometer Windgeschwindigkeit sind für uns die Grenze.

Ist es denn schon vorgekommen, dass Zelte wegflogen?

Es hat schon Zelte davongewirbelt. Bei uns ist in Heerbrugg einmal das Stallzelt weggeflogen.

Wie ist die Stimmung im Circus nach den Absagen?

Sie ist gut. Wir wissen, das kann vorkommen. Das Wetter können wir nicht ändern.