Chorgesang aus 400 Kehlen: «Wir wollen etwas Schönes für Häggenschwil auf die Beine stellen»

Der Männerchor Häggenschwil organisiert den diesjährigen Fürstenländer Sängertag.

Sheila Eggmann
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Der Gemeinschaftschor Muolen, Salmsach, Langrickenbach beim letzten Fürstenländer Sängertag vor drei Jahren in der Pfarrkirche in Waldkirch.

Der Gemeinschaftschor Muolen, Salmsach, Langrickenbach beim letzten Fürstenländer Sängertag vor drei Jahren in der Pfarrkirche in Waldkirch.

Urs Bucher

Hans-Peter Eisenring ist gelassen. Und perfekt organisiert. Der Häggenschwiler Gemeindepräsident ist im Organisationskomitee des Fürstenländer Sängertages. Der grosse Anlass ist erst am 20. Juni. Die Pläne sind aber bereits gemacht, das Fest kann kommen. Eisenring sagt:

«Wir sind schon fast fertig. Es ist alles aufgegleist.»

Der Sängertag findet alle zwei bis drei Jahre unter dem Patronat des Sängerverbandes Fürstenland (SVF) statt. Mit der Organisation betraut wird jedes Mal ein anderer Verein des Verbandes – in diesem Jahr ist dies der Männerchor Häggenschwil. Pieder Flepp, Präsident des Männerchores, freut sich darauf, den Anlass am 20. Juni ins Dorf zu bringen: «Das Fest passt gut hierher. Wir wollen etwas Schönes für Häggenschwil auf die Beine stellen.» Neben dem Chorgesang sei beim Fest auch der gesellige Teil wichtig.

«Wir haben unser Ziel erreicht»

Der grösste Chor, der seine Lieder präsentieren wird, ist derjenige aus Gossau. «Das wird ein besonderes Highlight», sagt Eisenring. Unter den 14 teilnehmenden Gruppen gibt es nicht nur klassische Männerchöre, auch das Jodelchörli Ruggisberg oder Extracappella aus Mörschwil werden ihren Gesang zum Besten geben. Bis jetzt haben sich 380 Sänger und Sängerinnen angemeldet. «Damit haben wir unser Ziel erreicht», sagt Eisenring.

Die Teilnehmerzahl für den Sängertag sinkt von Austragung zu Austragung. Vor acht Jahren nahmen noch rund 600 Personen teil. «Chöre sind leider nicht mehr so angesagt wie früher», sagt Flepp. Immer mehr Chöre hätten Probleme, genügend Mitglieder zu finden. «Die Freizeit wird anders gestaltet», sagt Flepp. Das merkt man auch im Verband. Die Zahl der Mitgliederchöre ist von einst 22 auf heute zwölf gesunken. Auch der Männerchor Häggenschwil zählte in diesem Jahr noch 18 Mitglieder. Durch das gemeinsame Singen mit der Chorgemeinschaft Waldkirch-Häggenschwil sind es wieder deren 32.

Die Freude am Singen weitergeben

«Ein Anlass wie der Sängertag dient auch dazu, die Freude am Singen zu zeigen und weiterzugeben», sagt Hansueli Furgler, Präsident des Fürstenländer Sängerverbandes. Für ihn ist klar:

«Singen ist gesund und gut für die Seele.»

Man könne beim Singen vieles verarbeiteten. Bei den Chören sei aber auch immer die Kameradschaft wichtig. «Das Gesellschaftliche darf nicht zu kurz kommen.»

Dorffest und Fürstenländer Sängertag in Engelburg, im Sommer 2014: Das Gesellige kommt nicht zu kurz.

Dorffest und Fürstenländer Sängertag in Engelburg, im Sommer 2014: Das Gesellige kommt nicht zu kurz.

PD

Das wird es auch nicht beim Sängertag. Nachdem alle Chöre ihre Lieder in der Kirche vorgetragen haben, ist der Anlass noch nicht vorbei. Alle Teilnehmenden werden im Anschluss in der Mehrzweckhalle Rietwies zum Nachtessen geladen. Dort erhalten die Chöre ihre Prädikate «genügend», «gut», oder «sehr gut». Und dort wird dann auch gemeinsam gesungen. «Darauf freue ich mich am meisten», sagt Gemeindepräsident Eisenring. «Wenn etwa 300 Leute zusammen singen, ist das eindrücklich.» Da müsse man dann aufpassen, dass die Lärmpegelgrenze eingehalten werden könne, scherzt er.