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Kommentar

Carl-Stürm-Preis: Nicht die beste Wahl

Das Timing ist nicht ideal, um Flugplatz und Autobahn-Anschluss-Befürworter mit hohen Summen auszuzeichnen, findet Rorschachs Redaktionsleiter Rudolf Hirtl.
Rudolf Hirtl

Seit Monaten gehen weltweit, auch in der Schweiz, Schüler auf die Strasse und fordern mehr Klimaschutz. Vorbild ist die junge Schwedin Greta Thunberg, die jeden Freitag die Schule schwänzt, um für eine Reduktion des CO2-Ausstosses zu demonstrieren.

Die Sorgen der jungen Menschen sind berechtigt. Der letzte Sonderbericht des Weltklimarats ist nicht beunruhigend, er ist sogar dramatisch. Auch wenn die Auswirkungen des Klimawandels das Leben in der Schweiz bisher kaum beeinträchtigen: Wegschauen und tun, als ginge uns das alles nichts an, ist verantwortungslos.

Inzwischen zählt jede Sekunde, um Massnahmen einzuleiten, die die Erderwärmung stoppen. Unter diesen Umständen ist die Verleihung des Carl-Stürm-Preises 2019 an Organisationen und Menschen, die sich der Mobilität verschrieben haben, nicht wirklich nachvollziehbar. Noch vor zehn Jahren hätte das kaum jemanden beschäftigt. Doch nach heutigem Wissensstand ist das Timing mehr als nur unglücklich.

Keine Frage, die beiden Preisträger tragen entweder direkt zur Verbesserung der Verkehrsinfrastruktur der Region Rorschach bei oder unterstützen deren Ausbau. Die IG Mobil setzt dabei auch auf eine nachhaltige Verkehrsentwicklung: Neben dem Individualverkehr spielen öffentlicher Verkehr, Velofahrer und Fussgänger eine wichtige Rolle.
Eine wichtige Rolle spielt auch der Airport in Altenrhein. Direkt und indirekt schafft er für über 460 Menschen in der Region Arbeitsplätze. Ausserdem ist er für die weitere Region ein wichtiger Standortfaktor. Besitzer Markus Kopf hat ausserdem den Sauglattismus gestoppt (kürzester Linienflug der Welt) und setzt heute auf die Bereiche Business, Linie und Charter.

Bei allem Goodwill für die Preisträger: Vielfliegerei und Individualverkehr sind schnell wachsende Verursacher von Treibhausgasen und damit für das Klima eine enorme Belastung. Bleibt also nur zu hoffen, dass der Carl-Stürm-Stiftungsrat sich seiner Verantwortung bewusst ist und bei der Auswahl der künftigen Preisträger etwas mehr Fingerspitzengefühl zeigt.

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