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Carl-Stürm-Preis ehrt Macher einer attraktiven Winterzeit in Rorschach

Die Vereine Weihnachten in Rorschach, Zunft St. Nikolaus, Fondue am See und Netzwerk Rorschach sind am Mittwochabend mit dem Carl-Stürm-Preis ausgezeichnet worden.
Rudolf Hirtl, Jolanda Riedener
Der 14.-Carl-Stürm-Preis geht an Vereine, die sich vor allem im Winter für die Region Rorschach verdient machen. (Bild: Christof Sonderegger)

Der 14.-Carl-Stürm-Preis geht an Vereine, die sich vor allem im Winter für die Region Rorschach verdient machen. (Bild: Christof Sonderegger)

Die vier Preisträger tragen nach Ansicht des Stiftungsrates der Carl-Stürm-Stiftung viel zur Ausstrahlung der Region Rorschach bei. Gemeinsam sei es den Vereinen, dass sie ihre Aktivitäten auf eine Zeit konzentrieren würden, während der sonst in Rorschach wenig los sei. Von Dezember bis Januar würden die vielen Helferinnen und Helfer dieser Vereine Aktivitäten auf die Beine stellen, die die Stadt weit über die Region hinaus zum beliebten Ausflugsziel machen würden.

So kann denn am Mittwochabend der Verein Weihnachten in Rorschach für den Anlass Advent auf dem Lindenplatz 5000 Franken entgegennehmen. Dieselbe Summe erhält der Verein Zunft St. Nikolaus für den Klauszug. Je 15000 Franken gehen an den Verein Fondue am See und an den Verein Netzwerk Rorschach, der die Eisarena verantwortet.

Typisches Ostschweizer Understatement

Gemeinsam ist den vier Vereinen laut Stiftungsrat zudem die personelle Zusammensetzung. Es seien fast überall dieselben Personen, die sich für eine attraktivere Stadt einsetzen würden. Diesen Leuten gehöre Respekt und Dank. Als Fazit für die Leistungen der vier Preisträger habe der Stiftungsrat daher den Titel «Für eine attraktive Winterzeit in Rorschach» gewählt.

Ehe die Preisträger ihre überdimensionierten Checks auf der Bühne abholen, sorgt Stiftungsratspräsident Peter Thoma mit ein paar Fakten zur Schweizer Stiftungslandschaft für Raunen im voll besetzen Carmen-Würth-Saal. In der Schweiz gebe es 13129 Stiftungen, die zusammen aktuell über ein Kapital von 97 Milliarden Franken verfügen würden. Während sich die eine oder andere millionenschwere Stiftung wichtig mache, so geschehe die Arbeit der Carl-Stürm-Stiftung eher im typischen Ostschweizer Understatement. Ausserdem würden die Gelder auch mit dem Mut vergeben, es nicht allen recht zu machen.

Alexander Kleger gibt Preis auf der Bühne weiter

Der herzliche Applaus gestern Abend lässt aber vermuten, dass die Preisträger durchaus nach dem Gefallen des Publikums ausgewählt wurden. «Von der Stiftung werden keine Eintagsfliegen ausgezeichnet, sondern etablierte wiederkehrende Anlässe», sagt Stiftungsratsmitglied Beat Ulrich, der zusammen mit Ratskollegin Debora Angehrn die Preise überreicht. Bea Mauchle (Lindenplatz), Ruedi Mohler (Klauszug), Alexander Kleger (Fondue) und Markus Wanner (Eisarena) nehmen diese für ihre Vereine entgegen und sparen nicht mit Dankesworten in Richtung Carl-Stürm-Stiftung und den Mitgliedern ihrer Teams. Einen herzhaften Lacher im Publikum erntet Ruedi Mohler mit seiner Bemerkung, die Gleichstellungsanforderung zwischen Mann und Frau mit seinen 120 Kläusen nicht erfüllen zu können.

Alexander Kleger übergibt «seinen» Check am Schluss der Preisverleihung an Markus Wanner und verknüpft diese Geste mit der Hoffnung, dass der finanzielle Zustupf helfe, die Eisarena weitere Jahre zu ermöglichen. Umrahmt wird die Preisverleihung vom Chor Seeklang, der seinen klangvollen Auftritt nicht ohne Zugabe beenden kann.

Monika Lehmann-Wirth (Bild: Christof Sonderegger)

Monika Lehmann-Wirth (Bild: Christof Sonderegger)

«Der Preis spornt an, weiter zu machen»

Monika Lehmann-Wirth, Kantonsrätin, Rorschacherberg: Ich bin jedes Jahr jeweils sehr gespannt darauf, wer den Carl-Stürm-Preis erhält. Die Entscheidung, dieses Jahr vier Organisationen zu unterstützen, die Rorschach im Winter beleben, halte ich für absolut gerechtfertigt. Die Freiwilligen leisten mit ihrem Engagement grosses. Diese Arbeit gehört gewürdigt und erhält durch den Preis eine angemessene Wertschätzung. Die Eisarena zum Beispiel ist ein Publikumsmagnet, gleichzeitig ist es aber teuer, diese zu betreiben. Mit dem Beitrag spornt man den Verein an, mit dem Projekt weiterzumachen.

Ariane Thür Wenger (Bild: Christof Sonderegger)

Ariane Thür Wenger (Bild: Christof Sonderegger)

Ariane Thür Wenger, Stadträtin Soziales, Rorschach: Ich halte es für eine gute Idee, mit dem Preis Vereine zu unterstützen, die im Winter tätig sind. Im Sommer kommen die Besucher sowieso in die Hafenstadt, im Winter dagegen sind wir hier eher unter uns. Dass sie die Region in der kalten, nebligen Jahreszeit beleben, kommt vor allem den Einheimischen zu Gute. Gleichzeitig verleihen solche Aktivitäten der Region eine gewisse Ausstrahlung nach aussen. Ich würde mich zwar eher als Sommermensch bezeichnen, freue mich aber, dass so im Winter etwas los ist.

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