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Defekte VBSG-Busse erhalten ein Update

Passagiere auf der neuen Buslinie 4 haben in den vergangenen Wochen Geduld gebraucht. Wegen Problemen mit der Steuerung der Türen kam es zu Verspätungen. Die Lösung liegt in einer neuen Software.
Christoph Renn
Die neuen Busse der VBSG mit Anhänger hatten ein Problem mit der Software. (Bild: Thomas Hary)

Die neuen Busse der VBSG mit Anhänger hatten ein Problem mit der Software. (Bild: Thomas Hary)

Am Bohl steht der Tango still – Kurzschluss. Die neuen Busse mit Anhänger der Verkehrsbetriebe St. Gallen (VBSG) auf der Linie 4 zwischen Wittenbach und Abtwil machen immer wieder Probleme. Seit dem Fahrplanwechsel Anfang Dezember stockt der öffentliche Verkehr in der Stadt. Oder sollte man sagen, stockte? Denn die Schwierigkeit bei den neuen Bussen ist erkannt: «Es handelte sich um ein technisches Problem», sagt Ralf Eigenmann, Leiter der Verkehrsbetriebe St. Gallen. Das Problem sei behoben worden und die Steuerung der Türen sollte nun einwandfrei funktionieren.

Genauer gesagt lagen die Schwierigkeiten in der Software der neuen Busse mit Anhänger. «Man muss sich das wie bei einem Lausbubenstreich, wenn Kinder ständig auf den Halteknopf drücken, vorstellen», sagt Eigenmann. Die Software habe der Türe in manchen Situationen den falschen Befehl gesendet und sie konnte nicht mehr geschlossen werden – nur noch manuell. Die Folge: Die Busse mussten ins Depot, die Passagiere auf den Ersatzbus warten. «Nun haben wir ein Update programmiert, das dieses Problem beheben sollte.»

Die Linie 4 ist anfälliger

Auf der neuen Buslinie 4 kommt es aber immer noch zu Verspätungen. «Natürlich ist eine längere Linie, die quer durch die Stadt fährt, anfälliger als kurze», sagt Ralf Eigenmann. Hier gebe es jedoch zu beachten, dass es vor allem während der Hauptverkehrszeit zu etwas längeren Verzögerungen komme. «Wir stehen dann mit allen anderen Verkehrsteilnehmern im Stau.»

Einer der neuralgischsten Punkte sei die St. Leonhardstrasse. Im Stadtparlament ist eine entsprechende Vorlage hängig, welche eine Busspur vom Bahnhof in Richtung St. Leonhardbrücke vorsieht. Die Vorlage wurde an der letzten Sitzung jedoch an die Kommission zurückgewiesen.

Eigenmann verheimlicht nicht, dass das Busnetz nach dem Fahrplanwechsel noch an Kinderkrankheiten leidet und die Verspätungen anfangs doch zum Teil sehr gross waren. «Es hat sich aber schon gebessert. Einige Sachen müssen sich noch einpendeln, andere müssen nochmals überdacht und möglicherweise beim nächsten kleinen Fahrplanwechsel im Juni angepasst werden», sagt er. So hätten sie beispielsweise über 40 neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eingestellt. «Es ist klar, dass diese noch nicht über die Routine langjähriger Buschauffeure verfügen.»

Doch sei es knapp zwei Monate nach dem Fahrplanwechsel noch zu früh, um definitive Schlüsse zu ziehen. Unter dem Strich haben sich das Busnetz und das ÖV-Angebot in der Stadt St. Gallen laut Eigenmann nach dem Fahrplanwechsel verbessert. «Dass es zu kleinen Verspätungen kommt, ist nicht zu verhindern.» Diese Ansicht teilt Doris Königer, Co-Präsidentin der VCS-Sektion und SP-Stadtparlamentarierin. «In der Stadt verfügen wir über ein dichtes Busnetz mit vielen Haltestellen auch in den Quartieren», sagt sie. Und meistens funktioniere es auch einwandfrei.

«Probleme sind ärgerlich»

Die Probleme mit der Steuerung der Türen sei natürlich ärgerlich, sagt Doris Königer, wie auch die Probleme mit dem Tango. Sie sei sich aber sicher, dass die Verantwortlichen diese in nützlicher Frist beheben werden. Und sie ergänzt, dass es nach einem Fahrplanwechsel eine gewisse Einführungszeit brauche. «Als Verkehrsverband werden wir die Situation im Auge behalten.» Königer äussert dann aber doch noch Kritik. Diese richtet sich aber nicht gegen die VBSG. «Bei der S-Bahn gibt es in der Stadt St. Gallen noch ein riesiges Verbesserungspotenzial», fügt sie an.

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