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Buslinien auf dem Prüfstand: Das Verkehrsangebot in Gossau soll besser werden

Damit Menschen den Bus benutzen, braucht es ein gutes Angebot. Der Stadtrat muss innert Jahresfrist Abklärungen für Verbesserungen tätigen. Der Chef der Regiobus AG weiss, wie herausfordernd dies ist.
Roger Fuchs
Bessere Angebote sollen die Leute auf den Bus umsteigen lassen. (Bild: Mareycke Frehner (5. Mai 2014))

Bessere Angebote sollen die Leute auf den Bus umsteigen lassen. (Bild: Mareycke Frehner (5. Mai 2014))

«Wenn ein attraktiveres Busangebot gefordert wird, verschliessen wir uns der Diskussion nicht», sagt Bruno Huber, Geschäftsführer der Regiobus AG. Er reagiert damit auf den Umstand, dass die Buserschliessung in den Gossauer Quartieren letzte Woche Thema in der Parlamentssitzung war. Hierbei wurde eine Motion in ein Postulat umgewandelt und für erheblich erklärt. Demnach hat der Stadtrat innert Jahresfrist Vorschläge zur Erweiterung und Verbesserung des Busangebotes zu erarbeiten und zu unterbreiten.

In die Abklärungen einbezogen werden sollten die Anbieter des öffentlichen Verkehrs − allen voran die Regiobus AG, die auch im Postulat genannt wird. «Die Feinerschliessung des Busangebots bis in die Quartiere ist stets eine grosse Herausforderung», sagt Bruno Huber. Grundsätzlich sei es so, dass das Angebot in den letzten Jahren bereits stark ausgebaut worden sei. Huber spricht von einem 10-Minuten-Takt auf der Hauptachse Gossau − St. Gallen und einem Halbstundentakt auf fast allen anderen Linien − neu auch auf der Bischofszellerstrasse in Richtung Arnegg.

Sorgenkinder, für die bereits Überlegungen laufen

Gleichzeitig weist Bruno Huber darauf hin, dass weitere Verbesserungsmöglichkeiten derzeit in Abklärung sind. Konkret nennt er die Linie 155 in Richtung Walter-Zoo. Diese führe via Hofegg quer durch die Stadt und über Quartierstrassen und sei nur im Stundentakt erschlossen. Nebst der Taktfrequenz würden in diesem Fall Überlegungen zu einer möglichen Trennung der Linienführungen angestellt. Was die Erschliessung des Niederdorfs betrifft, das im Postulat erwähnt wird, so liegt gemäss Bruno Huber eine mögliche Lösungsvariante der Regiobus AG auf dem Tisch, die nun in Diskussion sei bei den Bestellern. «Wir sind hier weiter als bei null», fasst Bruno Huber zusammen.

Welche Quartiere überdies besser an den öffentlichen Busverkehr angeschlossen werden sollen, ist letztlich auch eine politische Frage. Der Geschäftsführer der Regiobus AG gibt zu bedenken, dass bereits zweimal ein Stadtbuskonzept erarbeitet worden sei. Die Erfahrungen hätten gezeigt, dass der Widerstand gegen den Busverkehr in den Quartieren grösser sei als im Zentrum. Huber: «Wer einen Bus will, ist dafür, die anderen sind dagegen.» Zu beachten gelte es ebenso, mögliche Synergien eines Stadtbuses und den Regionallinien zu nutzen.

Die Krux mit der Busgrösse

Die in der Petition aufgeworfene Frage, ob das Busunternehmen künftig auch kleinere Fahrzeuge kaufen und betreiben soll, lässt sich nicht einfach mit Ja oder Nein beantworten. Gemäss Bruno Huber gilt es, den richtigen Kompromiss zu finden zwischen Auslastung sowie ökonomischen und ökologischen Komponenten. Zwar seien kleinere Busse nur 9 statt 12 Meter lang, sie seien aber gleich hoch und gleich breit und die Motorengeräusche seien vergleichbar. Und auch, wenn ein kleinerer Bus drei bis vier Liter weniger verbrauche an Diesel, so seien unter dem Strich die Kosten für ein solches Fahrzeug höher, weil sie in kleiner Stückzahl hergestellt würden. Dennoch signalisiert Huber Offenheit für die Diskussion bei entsprechenden politischen Forderungen.

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