Gossauer Stadtparlamentarier fordern, dass das Busangebot erweitert wird

Vertreter von SP, Flig, FDP und CVP haben eine Motion eingereicht zum Gossauer Busangebot. Der Stadtrat soll innert eines Jahres Vorschläge zur Verbesserung erarbeiten.

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Der Gossauer Bushof. (Bild: Benjamin Manser (25. Februar 2015))

Der Gossauer Bushof. (Bild: Benjamin Manser (25. Februar 2015))

(woo) Die Stadtparlamentarier Ruth Schäfler (FDP), Martin Pfister (CVP), Erwin Sutter (Flig) und Florian Kobler (SP) haben an der Parlamentssitzung am Dienstag eine Motion für die Erweiterung des Busangebots in Gossau eingereicht. Sie fordern den Stadtrat auf, innert Jahresfrist Vorschläge zur Erweiterung und Verbesserung des Busangebotes zu erarbeiten und zu unterbreiten. Dabei können sie sich auch ein etappenweises Vorgehen mit Versuchsbetrieben vorstellen.

Seit gut einem Jahr ist das Ergebnis der Zweckmässigkeitsbeurteilung für die Entlastung des Stadtzentrums bekannt. Keine der geprüften Varianten zur Verkehrsentlastung wird umgesetzt. Es wird auch keine Umfahrung des Stadtzentrums gebaut. Vielmehr soll das bestehende Verkehrssystem genutzt und lokal optimiert werden. Konkret bedeutet das für die Motionäre, dass die Gossauer ihr eigenes Verhalten ändern müssten und öfter auf den ÖV, das E-Bike oder das Velo umsteigen oder zu Fuss gehen sollten.

Umdenken und Gewohnheiten hinterfragen

Für die Stadt Gossau bedeute das insbesondere eine Veränderung des Modalsplits. Konkret heisse das: Mehr Fuss-, Velo-, Bus- und Bahnverkehr, dafür weniger motorisierter Individualverkehr. «Beim hausgemachten Verkehrsproblem müssen wir darum umdenken und Gewohnheiten hinterfragen und überwinden», schreiben die Motionäre. Ein gutes Busangebot sei, nebst sicheren Fuss- und Velowegen, geeignet, die nötige Veränderung im Mobilitätsverhalten zu unterstützen.

So sei etwa die Rosenau mit dem «Blumenquartier» bis hinunter zur Bischofzellerstrasse oder die Flawilerstrasse und das Niederdorf bisher nicht erschlossen. Die Motionäre verweisen dabei auf die Interpellation von Ruth Schäfler, die sie 2018 eingereicht hatte. Weil das Niederdorf nicht mit öffentlichen Verkehrsmitteln erschlossen ist, wollte sie vom Stadtrat wissen, ob ein Stadtbus in Richtung Westen geprüft worden sei. Der Stadtrat antwortete damals, keine neue Buslinie ins Niederdorf beantragen zu wollen, weil das Passagierpotenzial zu gering sei.

Wichtig sei auch, dass der Bus nicht im Stau stecken bleibe, heisst es weiter. Um das zu vermeiden, könnten verschiedene Varianten geprüft werden. Zudem stelle sich die Frage, ob die Regiobus AG zukünftig auch kleinere Fahrzeuge betreiben solle. Neue Fahrzeuge könnten etwa wie in St. Gallen CO2-neutral, beziehungsweise elektrisch angetrieben werden.